
Evakuierung der Frontstadt Oleschky beendet, während Russland und die Ukraine ihre Angriffe auf Energie- und Industrieanlagen fortsetzen.
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Der Krieg in der Ukraine dauert seit mehr als vier Jahren an. Kiew und Moskau führen fortlaufend Angriffe auf die gegenseitige Energie- und Industrieinfrastruktur durch.
Tom Thiele
Industrieanlage bei Drohnenangriff beschädigt
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der zentralrussischen Wolga-Region Nischni Nowgorod ist nach Angaben der örtlichen Behörden eine Industrieanlage schwer beschädigt worden. Um welches Werk es sich handelt, wurde zunächst nicht mitgeteilt. In der Region befindet sich unter anderem eine der größten russischen Öl-Raffinerien.
Das russische Ermittlungskomitee habe ein entsprechendes Strafverfahren wegen des Angriffs auf die Fabrik und zivile Infrastruktur eröffnet, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Die Regionalbehörden kündigten zudem Maßnahmen an, um die Versorgung an den Tankstellen zu gewährleisten. Es würden alle Vorkehrungen für eine ausreichende Kraftstoffversorgung getroffen, teilte die Regionalregierung laut Tass mit.
Angelika Ahrens
Rubio: Wachsendes Interesse an begrenzter Waffenruhe für Schwarzes Meer
Nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio wächst das internationale Interesse an einer begrenzten Waffenruhe im Schwarzen Meer. Ziel sei es, ungehinderte Energie- und Getreidelieferungen durch Russland und die Ukraine zu gewährleisten, sagte Rubio auf einer Pressekonferenz. Die USA prüften Vorschläge der Türkei und Indiens, um die Getreidelieferungen wieder in Gang zu bringen. Die Ukraine und Russland gehören zu den größten Getreidelieferanten weltweit. Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer gefährden jedoch den Handel. „Dies bedroht die weltweite Ernährungs- und zum Teil auch die Energiesicherheit“, sagte Rubio. Eine Waffenruhe im Schwarzen Meer löse zwar nicht den Krieg, „aber zumindest einen bestimmten Aspekt davon“.
Anna Lena Stahl
Erdogan nennt Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer inakzeptabel
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer als inakzeptabel bezeichnet. Dies sei unabhängig davon, wer diese Angriffe verübe, sagte Erdogan auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj nach Gesprächen in Istanbul. Beide hätten über die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer gesprochen, sagte Erdogan weiter. Er werde die Gespräche über dieses Thema mit allen Seiten fortsetzen.
Anna Lena Stahl
Selenskyj: Habe mit Erdogan über bevorstehende Verhandlungen beraten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan über die bevorstehenden trilateralen Gespräche zwischen Unterhändlern der USA, der Ukraine und Russlands gesprochen. Die Beratungen sollten voraussichtlich Anfang November stattfinden, sagte Selenskyj. Sein Land wolle Europa und möglicherweise auch die Türkei in die Gespräche über die Beendigung des Krieges einbeziehen. Selenskyj, der sich zu einem Besuch in Istanbul aufhielt, erklärte außerdem, er begrüße, dass die Türkei ihre Unterstützung für den ukrainischen Energiesektor angesichts der verstärkten russischen Angriffe ausweiten werde.
Marie Boms
Russland: USA warnen vor geplantem Anschlag in Moskau
Die USA haben russischen Angaben zufolge den Inlandsgeheimdienst FSB vor einem geplanten Terroranschlag in Moskau gewarnt. Die Hinweise seien über bestehende Partnerkanäle eingegangen, meldete die russische Nachrichtenagentur RIA. Der FSB ergreife entsprechende Maßnahmen. Die US-Botschaft in Moskau teilte unabhängig davon mit, ihr lägen glaubwürdige Hinweise auf einen geplanten Anschlag mit vielen Opfern in der russischen Hauptstadt vor. Die US-Regierung stimme sich mit den russischen Behörden ab.
Marie Boms
Evakuierung von ukrainischer Frontstadt Oleschky beendet
Die Evakuierung der von Russland besetzten Frontstadt Oleschky in der Südukraine ist abgeschlossen. Ein Teil der aus der Stadt gebrachten Bewohner ist in die Ukraine, ein anderer nach Russland gereist, wie beide Seiten mitteilten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte am Samstag, dass die Evakuierten auf ukrainischem Gebiet eingetroffen seien. Die Gruppe war nach Angaben des ukrainischen Unterhändlers Dawyd Arachamija über die von Russland annektierte Halbinsel Krim nach Belarus geflogen und von dort über einen Grenzübergang in die Ukraine gelangt. Die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa erklärte ihrerseits, die humanitäre Mission sei ohne Zwischenfälle verlaufen.
Marie Boms
Ukraine: Haben russische Fabrik für Raketentreibstoff angegriffen
Das ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge eine wichtige Fabrik für Raketentreibstoff in der russischen Grenzregion Rostow attackiert. Bei dem nächtlichen Angriff auf das staatliche Chemie- und Rüstungsunternehmen Kombinat Kamenski in Kamensk-Schachtinski sind vier Produktionsanlagen beschädigt worden, wie der ukrainische Generalstab mitteilte. Zudem sei es zu einem Brand gekommen. Zum Einsatz kamen demnach sowohl Drohnen als auch ukrainische Neptun-Raketensysteme. Die Anlage im Süden Russlands ist für die russische Kriegsführung von Bedeutung, da sie Treibstoff für Militärraketen herstellt.
Marie Boms
Ukraine: Massive Stromausfälle durch russische Drohnenangriffe
Russland hat nach Angaben aus Kiew erneut ukrainische Energieanlagen attackiert. Die Drohnenangriffe hätten in der Nacht zu Samstag zu massiven Stromausfällen geführt, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In den Regionen Kiew und Dnipropetrowsk sei die Stromversorgung für rund 280.000 Haushalte unterbrochen worden. Selenskyj sprach von einer schwierigen Lage. Die Welt sehe, dass Russland täglich gezielt zivile Infrastruktur ins Visier nehme. Wer verhindern wolle, dass sich die russische Eskalation weiter nach Europa ausbreite, müsse der Ukraine helfen, erklärte Selenskyj.
Anna Lena Stahl
Belarus: Evakuierte aus ukrainischer Frontstadt Oleschky eingetroffen
Evakuierte aus der von Russland besetzten Frontstadt Oleschky in der Südukraine sind in Belarus angekommen. Drei Flugzeuge mit den Menschen an Bord landeten auf dem Flughafen von Homel, wie die belarussische Nachrichtenagentur Belta meldete. Die Evakuierten, die weiter in die Ukraine wollen, waren demnach zuvor mit Bussen über die von Russland annektierte Halbinsel Krim in die russische Stadt Anapa gebracht worden. Von dort aus wurden sie nach Belarus geflogen, um anschließend über einen Grenzübergang in die Ukraine gebracht zu werden.
Die entkräfteten und erschöpften Bewohner waren am Freitag im Rahmen einer gemeinsamen Hilfsmaßnahme der beiden Kriegsparteien mit Bussen aus Oleschky evakuiert worden. Es war der erste Vorgang dieser Art in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg. Für die Evakuierung von Oleschky hatten die USA eine lokale Waffenruhe vermittelt.
Patricia Hoffhaus
Russland: Ukrainische Oleschky-Flüchtlinge ausgeflogen
Die aus der von Moskaus Truppen besetzten Frontstadt Oleschky geretteten Menschen sind nach russischen Militärangaben aus der Schwarzmeer-Stadt Anapa ausgeflogen worden. Sie würden in russischen Militärmaschinen gemeinsam mit dem ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten Dmytro Lubinez nach Gomel in Belarus gebracht, teilte das Verteidigungsministerium am Morgen mit. Von dort aus reisen sie demnach weiter in die Ukraine.
Zur Zahl der am Vortag bei der Evakuierung aus Oleschky Geretteten gab es weiter keine konkreten Angaben. Dem Vernehmen nach verließen mehr als 200 Menschen die Stadt in dem von Russland annektierten Gebiet Cherson in Richtung Ukraine. Dutzende Menschen hatten sich für eine Ausreise in von Russland kontrollierte Gebiete entschieden.
Patricia Hoffhaus
Russland: Zwei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff in Region Brjansk
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Grenzregion Brjansk sind den Behörden zufolge zwei Menschen getötet worden. Fünf weitere Personen seien bei dem Einschlag der Drohne in einem Wohnhaus in der Ortschaft Klimowo verletzt worden, teilte die Regionalverwaltung mit. Das russische Militär habe in den vergangenen 24 Stunden 29 ukrainische Drohnen über der Region abgeschossen.
Angelika Ahrens
Russland: Selenskyjs Äußerungen erschweren neue Gespräche
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die Haltung seiner Regierung im Ukraine-Konflikt als unverändert bezeichnet. Die Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Angriffen auf russische Ziele seien für die Vorbereitung neuer Gespräche nicht hilfreich, sagte Lawrow laut russischen Nachrichtenagenturen am Rande eines G20-Treffens in Atlanta. Zudem seien grundlegende Probleme in den Beziehungen zu den USA ungelöst, da die Sanktionen gegen Moskau in Kraft blieben und weiterhin Waffen an Kiew geliefert würden.
Sowohl Russland als auch die Ukraine hatten sich zu weiteren trilateralen Gesprächen mit den USA bereit erklärt. Selenskyj hatte diese Woche gesagt, er hoffe auf ein trilaterales Treffen von Unterhändlern vom 6. bis 10. November in Abu Dhabi. Kiew wolle zudem, dass Europa in die Friedensgespräche einbezogen werde.
Angelika Ahrens
Selenskyj kündigt „wichtige“ Gespräche in der Türkei an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angekündigt, er werde im Rahmen diplomatischer Bemühungen nach mehr als viereinhalb Jahren Krieg mit Russland „wichtige“ Gespräche in der Türkei führen. In seiner abendlichen Videoansprache deutete Selenskyj an, die Gespräche stünden mit der Wiederaufnahme der Verhandlungen im nächsten Monat in Verbindung, die auf eine Lösung des Konflikts abzielten.
„Wichtige Verhandlungen werden in der Türkei stattfinden. Wir arbeiten auch daran, alle verfügbaren diplomatischen Möglichkeiten auszuschöpfen“, sagte Selenskyj. „Wir gehen davon aus, dass wir im November in der Lage sein werden, zu den Formaten überzugehen, die schon so lange diskutiert werden.“
Der Kommunikationschef des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan erklärte auf der Plattform X, dass Selenskyj Erdogan am Samstag in Istanbul treffen werde. Der ukrainische Präsident hatte diese Woche die Hoffnung geäußert, dass ein trilaterales Treffen von Unterhändlern der Ukraine, Russlands und der USA zwischen dem 6. und 10. November in Abu Dhabi stattfinden könne.
Angelika Ahrens
Klitschko: Russische Angriffe auf Infrastruktur in Kiew
Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Bürgermeisters von Kiew, Vitali Klitschko, erneut die ukrainische Hauptstadt angegriffen. Ziel sei die Infrastruktur gewesen, teilte Klitschko auf Telegram mit. In vier Bezirken der Stadt sei zum Teil der Strom ausgefallen, erklärte zudem der Energieversorger DTEK.
Angelika Ahrens
Lawrow: Keine Entspannung zwischen Moskau und Washington
In den Beziehungen zwischen Russland und den USA gibt es nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow bisher keine Entspannung. „In der Praxis sind bislang keine wirklichen Fortschritte in den Beziehungen zu den USA zu erkennen. Man sollte sich keine Illusionen hinsichtlich des Diesel-Deals machen“, sagte Lawrow am Rande des G20-Außenministertreffens in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia.
„Die grundlegenden Fragen werden nicht gelöst, die Sanktionen dauern an, alle Sanktionen (des ehemaligen US-Präsidenten Joe) Bidens werden von der derzeitigen Regierung fortgeführt, und es werden zusätzliche Sanktionen gegen (die Ölgiganten) Lukoil und Rosneft verhängt“, sagte er.
Felicitas Dahmen
USA genehmigen Verkauf von 500 Patriot-Raketen an die Ukraine
Die US-Regierung hat den Verkauf von 500 Patriot-Raketen des Typs PAC-3 an die Ukraine genehmigt. Das US-Außenministerium teilte mit, der Verkauf habe einen geschätzten Wert von 2,1 Milliarden Dollar. Die Finanzierung erfolgte den Angaben zufolge durch Beiträge von Kanada, Deutschland und Norwegen sowie durch ukrainische Eigenmittel, die über einen Kredit der EU finanziert wurden. Hauptauftragnehmer war der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Anfang der Woche erklärt, sein Land warte angesichts verstärkter russischer Angriffe auf die Infrastruktur seit fast einem Monat auf die Genehmigung der Raketenlieferungen. Er hatte die USA wiederholt aufgefordert, die Lieferungen vor dem Winter zu beschleunigen.
Tom Körkemeier
Evakuierung aus russisch besetztem Oleschky abgeschlossen
Die von den USA vermittelte humanitäre Hilfsaktion für die russisch besetzte südukrainische Frontstadt Oleschky ist weitgehend abgeschlossen. „Gerade befinden wir uns in Armjansk und teilen die Fahrzeugkolonne auf“, sagte die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa in einer Videobotschaft bei Telegram. Ein Teil werde von der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim weiter in nicht besetzte Gebiete der Ukraine reisen. Die übrigen fahren nach Russland.
Lantratowa und ihr ukrainischer Kollege Dymtro Lubinez appellierten an First Lady Melania Trump, sich weiter für notleidende Menschen in Kriegszeiten einzusetzen. Es sei möglich, dass Aktionen wie die Rettung der Menschen aus der Frontstadt Oleschky und die Übergabe von Hilfsgütern wiederholt würden, sagten sie Journalisten. Lantratowa und Lubinez zeigten sich am Abend bei der Ankunft auf der Krim auch mit geretteten Kindern.
Felicitas Dahmen
Moskau: Ukraine greift wieder russische Raffinerien an
Das ukrainische Militär hat nach Angaben aus Moskau seine Angriffe auf russische Raffinerien wieder aufgenommen. „Wir hatten eine Zeit lang eine Pause. Doch heute wurden die Angriffe wieder aufgenommen, und unsere Betriebe arbeiten unter Schutzmaßnahmen“, zitierte die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti Vizeministerpräsident Alexander Nowak. Insgesamt seien drei Raffinerien und ein Gas-Chemiekomplex angegriffen worden. Eine Anlage wurde demnach „geringfügig“ beschädigt. Nähere Angaben zu den Angriffszielen und den eingesetzten Waffen machte er dabei nicht.
Anna Kipnis
Ukraine: Evakuierungen in Frontstadt Oleschky haben begonnen
In der von Russland besetzten südukrainischen Frontstadt Oleschky haben Evakuierungen und die Versorgung der Bevölkerung mit Hilfslieferungen begonnen. Dies teilte der Fraktionschef der Partei des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, David Arachamija, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die von den USA vermittelte sechstägige lokale Waffenruhe halte, fügte er hinzu. Über weitere Einzelheiten solle bald informiert werden.
Eva Glaser
Ukraine: Busse für Evakuierung aus Oleschky stehen bereit
Für die Evakuierung von Zivilisten aus der von Russland besetzten südukrainischen Frontstadt Oleschky stehen 25 Busse mit 750 Sitzplätzen bereit. Dies teilte der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez mit. Die verbliebenen Einwohner könnten die Stadt sicher verlassen. Zudem unterstrich Lubinez die Bedeutung der von den USA vermittelten sechstägigen Feuerpause, die aufrechterhalten werden müsse.
Eva Glaser
Russland: Angriffe auf Militärziele und Energieanlagen in Ukraine
Russland hat nach eigenen Angaben militärische Einrichtungen in der Ukraine angegriffen. Dabei sei auch Energieinfrastruktur in und um Kiew sowie in der Region Dnipropetrowsk getroffen
AI outlook — possibilities, not facts
Trilaterale Gespräche zwischen Unterhändlern der USA, der Ukraine und Russlands im November
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