
In Probeabstimmungen des UN-Sicherheitsrats zeichnet sich eine knappe Mehrheit für Carolyn Rodrigues Birkett aus Guyana ab. Kritik gibt es an den Transparenzbemühungen von Generalversammlung-Präsidentin Baerbock.
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António Guterres ist noch bis Ende des Jahres Generalsekretär der Vereinten Nationen. Die Suche nach seiner Nachfolge läuft über Probeabstimmungen im Sicherheitsrat.
Noch bis Ende des Jahres ist António Guterres Generalsekretär der Vereinten Nationen. Wer auf ihn folgt, ist noch offen. In Probeabstimmungen sondiert sich der UN-Sicherheitsrat. Am Freitag zeichnete sich eine knappe Mehrheit für die Diplomatin Carolyn Rodrigues Birkett aus Guyana ab. Acht Staaten sollen für sie gestimmt haben.
Damit verdrängte sie die frühere costa-ricanische Vizepräsidentin Rebeca Grynspan auf den zweiten Platz.
Im Sicherheitsrat sind mindestens neun der insgesamt 15 Stimmen nötig. Zudem darf keine der fünf Vetomächte widersprechen. Erst dann empfiehlt der Sicherheitsrat der Generalversammlung eine Kandidatin oder einen Kandidaten, woraufhin dann die formelle Ernennung durch die Versammlung folgt.
Baerbock bemüht sich um mehr Transparenz
Das Verfahren findet weitestgehend hinter verschlossenen Türen statt. Die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, bemüht sich um mehr Transparenz. Wie seit einigen Jahren üblich organisierte sie öffentliche Befragungen. Bei der Veranstaltung konnte das Publikum über die Kandidaten abstimmen, laut Diplomaten war das erstmalig so.
Zudem bat sie den Sicherheitsrat, keine Kandidaten zu berücksichtigen, die nicht zuvor an einem Dialog mit der Generalversammlung teilgenommen haben.
Deutliche Kritik aus Russland und den USA
Für ihr Vorgehen erntete Baerbock scharfe Kritik aus Russland und den USA. US-Botschafterin Jennifer Locetta bezeichnete das Vorgehen als "Kompetenzüberschreitung". Baerbock sehe sich als "diplomatischen Superstar" und habe dem Sicherheitsrat indirekt vorgeworfen, nicht ordnungsgemäß zu handeln.
Der russische UN-Botschafter Vassily Nebenzia sagte, sein Land sei besorgt "über die Rolle, die sich die Präsidentin der Generalversammlung selbst zuzuschreiben versucht".
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Formelle Ernennung eines neuen UN-Generalsekretärs nach Abschluss der Beratungen
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