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Der Geruch in Leonberg besteht seit 2019, als die erste Meldung beim Landratsamt einging. Seitdem werden fast täglich Beschwerden bei der Gemeinde eingereicht, wobei der Geruch als bitumen-, öl- oder chemisch beschrieben wird.
In Leonberg (Kreis Böblingen) stinkt es – und das noch immer. Während Stadt und Landratsamt weiter rätseln, woher der unangenehme Geruch kommt, regt sich Unmut in der Kommune westlich von Stuttgart. Zuvor hatte die «Stuttgarter Zeitung» berichtet.
Pro Woche landen im Ordnungsamt bis zu zehn Beschwerden, sagte eine Sprecherin der Stadt auf dpa-Anfrage. Der Geruch werde von den Bürgerinnen und Bürgern unter anderem als «bitumen-, öl- oder schmiermittelartig sowie als chemisch oder teerähnlich» beschrieben.
«Kein Lüften möglich»
Die Bewohner von Leonberg machen ihrem Unmut online auf der Seite eines extra dafür eingerichteten Mängelmelders Luft. Ein Nutzer schreibt beispielsweise: «starker Gestank – einfach zum Kotzen», andere schreiben: «extremer Gestank in der Luft und das schon seit 4 Uhr morgens», «Grauenhafter Gestank nach Bitumen o.ä., kein Fenster öffnen und Lüften möglich» oder: «wieder der bekannte faulige Geruch». Eine Nutzerin, die angibt, im Krankenhaus zu arbeiten, schreibt: «Für Anwohner und Patienten eine wirkliche Zumutung!!"
Woher kommt der Gestank?
Das ist noch immer unklar. Auf dpa-Anfrage sagte ein Sprecher des Landratsamts Böblingen, Stadt und Landkreis hätten bereits «umfangreiche Anstrengungen» unternommen, um die Quelle des Problems zu identifizieren. Alle in Betracht kommenden Betriebe und technischen Anlagen seien vollumfänglich überprüft worden – bisher ohne Erfolg.
Eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Leonberg bestehe jedoch nicht. Das haben dem Landrats-Sprecher zufolge Messungen der Stadt ergeben. Dennoch sorge die bisher erfolglose Suche nach der Ursache des Gestanks für Unmut bei allen Beteiligten, die sich verständlicherweise belastet fühlten, ebenso wie bei den Behörden, die trotz größter Bemühungen bisher keine eindeutige Handhabe hätten. Die Situation werde weiterhin aufmerksam beobachtet, hieß es.
Erste Meldungen vor sieben Jahren
Das Problem in Leonberg ist nicht neu: Angefangen hat alles vor mittlerweile sieben Jahren: 2019 gab es dem Landratsamt zufolge die erste Meldung. Wenig später seien fast täglich Meldungen zu dem Gestank bei der Kommune eingegangen, wie eine Sprecherin der Kommune bereits vergangenes Jahr mitteilte.
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