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UNHCR-Bericht: Zahl der Vertriebenen sinkt erstmals seit zehn Jahren
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Tagesschau Ausland6/11/2026World2 min readGermany

UNHCR-Bericht: Zahl der Vertriebenen sinkt erstmals seit zehn Jahren

Quick Look

  • Der UNHCR-Bericht 2025 zeigt einen Rückgang der globalen Vertreibung um 4 % auf 118 Mio.
  • Binnenvertriebene und 4,4 Mio.
  • Geflüchtete kehrten zurück, oft unfreiwillig.

AI-generated summary

Why It Matters

The number of forcibly displaced people worldwide has decreased for the first time in ten years, according to a new UNHCR report. However, many returns are not voluntary, and long-term displacement remains a significant challenge.

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Der Rückgang ist bescheiden", sagt UN-Flüchtlingshochkommissar Barham Salih. Doch es seien "willkommene Nachrichten": Die Zahl der weltweit gewaltsam vertriebenen Menschen ist 2025 erstmals seit zehn Jahren wieder zurückgegangen - um etwa vier Prozent auf fast 118 Millionen Menschen.

Denn im vergangenen Jahr kehrten laut dem neuen UNHCR-Bericht so viele Vertriebene wie lange nicht in ihre Herkunftsorte oder -länder zurück - nämlich mehr als zehn Millionen Binnenvertriebene und fast 4,4 Millionen ins Ausland geflüchtete Menschen.

Geflüchtet - und in die eigene Heimat vertrieben

Besonders viele Rückkehrerinnen und Rückkehrer gab es in Syrien, Afghanistan und dem Sudan. Dies geschah allerdings oft nicht freiwillig, betont der UN-Flüchtlingskommissar. Das gelte besonders für Afghanistan-Rückkehrer. Viele Flüchtlinge seien aus dem Iran und Pakistan erneut gewaltsam vertrieben worden, zurück nach Afghanistan.

Als große Herausforderung sieht der Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerks die Langzeitvertreibung: 70 Prozent der Flüchtlinge weltweit leben demnach seit mindestens fünf Jahren im Exil. Die meisten seien in armen Nachbarstaaten ihrer Herkunftsländer, angewiesen auf humanitäre Hilfe.

"Verletzung der menschlichen Würde"

"Ich halte es für eine Verletzung der menschlichen Würde, wenn Menschen so festsitzen und auf humanitäre Hilfe angewiesen sind", beklagt Bahram Salih. Der kurdisch-irakische UN-Hochkommissar für Flüchtlinge weiß, wovon er spricht. Denn er war selbst ein Flüchtling.

Er selbst habe als Flüchtling vom internationalen Schutzsystem profitiert, erklärt Salih. Dadurch habe er die Chance auf Integration und Bildung erhalten.

Doch gerade solche zukunftsorientierten Lösungen fehlen. Laut dem Bericht fanden vergangenes Jahr nur noch knapp 82.000 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge über das sogenannte Resettlement-Programm des UNHCR Plätze in Aufnahmeländern. Das waren weniger als halb so viele wie 2024. Auch Deutschland hat das Resettlement-Programm ausgesetzt.

Ein ehrgeiziges Ziel

Flüchtlingskommissar Salih hat nun ein - wie er sagt - "ehrgeiziges Ziel": Der UNHCR wolle die Zahl der Langzeitvertriebenen, die auf Hilfe angewiesen sind, bis 2035 halbieren. "Ich weiß, dass das ehrgeizig ist. Ich weiß, dass es die Mittel und Ressourcen des UNHCR übersteigt", so Salih. "Aber ich fordere die internationale Gemeinschaft auf, mitzumachen."

Das Ziel sei erreichbar, ist sich der UN-Kommissar sicher - durch Zugang zu Bildung und Arbeit für Flüchtlinge, aber auch humanitäre Visa und Rückkehrhilfen. Natürlich sei Frieden die Grundlage, betont Salih. Und: "Vertreibung ist kein Problem, das es zu verwalten gilt. Vertreibung ist ein Problem, das gelöst werden muss."

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • The UNHCR will halve the number of long-term displaced people reliant on aid.

    Possible · Within months

Open Questions

  • What specific factors led to the increase in forced returns from Iran and Pakistan to Afghanistan?
  • What are the specific resource limitations the UNHCR faces in achieving its 2035 goal?
  • Which countries are most significantly impacted by long-term displacement?
  • What are the primary reasons for the decline in resettlement program placements?

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This article was originally published by Tagesschau Ausland.

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