Unionsfraktionschef Spahn will Diätenerhöhung an Krankenversicherungsreform koppeln
Quick Look
- Unionsfraktionschef Jens Spahn schlägt vor, die geplante Erhöhung der Abgeordnetendiäten an die Reform der Krankenversicherung zu koppeln.
- Dies soll ein Zeichen gemeinsamer Verantwortung sein, während die Gesundheitsreform mit Ausgabenbremsen und höheren Zuzahlungen kritisiert wird.
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Why It Matters
Unionsfraktionschef Jens Spahn wants to link the planned renunciation of the increase in parliamentary allowances to decisions on the reform of health insurance. The savings package for the financial stabilization of statutory health insurance funds was initiated by the cabinet. The law is to be passed before the parliamentary summer break. The mechanism for increasing allowances is to remain in place, which links adjustments to average wage development.
Unionsfraktionschef Jens Spahn will den geplanten Verzicht auf die Erhöhung der Abgeordnetendiäten mit Beschlüssen zur Reform der Krankenversicherung koppeln. "Wenn wir den Bürgerinnen und Bürgern Reformen und Belastungen zumuten, sollte auch Politik zeigen, dass sie ihren Teil beiträgt", sagte der CDU-Politiker vor einer Sitzung der Unionsabgeordneten im Bundestag.
Die geplante Kopplung sei ein Zeichen gemeinsamer Verantwortung, so Spahn. Das Sparpaket zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen war vom Kabinett auf den Weg gebracht worden. Angestrebt wird, das Gesetz noch vor der parlamentarischen Sommerpause im Bundestag zu beschließen. Geplant sind Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und in der Pharmabranche, aber etwa auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern. Daran hatte es unter anderem von Sozialverbänden und Patientenschützern Kritik gegeben.
Automatische Erhöhung soll aber bleiben
Der Mechanismus hinter der Erhöhung der Diäten soll aber trotzdem bleiben. "Es ist grundsätzlich richtig, dass die Frage der Abgeordnetenentschädigung nicht jedes Jahr politisiert wird und politisch entschieden wird", sagte Spahn. Gleichzeitig sehe man, dass man vielen mit den anstehenden Reformentscheidungen auch etwas abverlangen müsse, damit es wieder besser werden könne. "In einer solchen Zeit sollen und werden auch wir unseren Beitrag leisten", sagte der Unionsfraktionschef.
Eigentlich sollten die monatlichen Diäten der 630 Abgeordneten zum 1. Juli um 497 Euro steigen - auf dann rund 12.330 Euro. Das ergibt sich aus einem im Abgeordnetengesetz verankerten automatischen Mechanismus, nach dem die Anpassung der Bezüge an die Entwicklung der Durchschnittslöhne gekoppelt ist. Diesen hatte der Bundestag 2014 eingeführt, um nicht jedes Jahr selbst über die Höhe der Abgeordnetenentschädigung entscheiden zu müssen.
Die Höhe der Diäten, momentan rund 11.833 Euro, orientiert sich laut Gesetz an den Bezügen einer Richterin oder eines Richters an einem obersten Bundesgericht. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann betonte, von der Aussetzung der Diätenanpassung solle ein Reformsignal für das Land ausgehen. Wie Spahn stellte er sich grundsätzlich hinter den bestehenden gesetzlichen Mechanismus.
Die Linksfraktion im Bundestag hatte eine Aussetzung der Erhöhung schon länger gefordert. "Herzlichen Glückwunsch, Sie haben vielleicht verstanden!", kommentierte Fraktionschef Sören Pellmann die Entwicklung. Hinter dem Vorhaben, die Aussetzung der Diätenerhöhung mit der geplanten Gesundheitsreform zu koppeln, stecke ein dreister Schachzug, so Pellmann weiter. Die jetzt als Wohltat verkaufte Entscheidung gehe damit mit einer Missetat und weiteren sozialen Verwerfungen einher.
Co-Fraktionschefin Heidi Reichinnek sagte, es scheine, als wolle Unionsfraktionschef Spahn der SPD einen "dreckigen Deal anbieten", damit sie der Gesundheitsreform zustimme, die die Situation der Menschen weiter verschlechtern werde.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
The German Bundestag will vote on the health insurance reform and the proposed coupling of MP salary increases before the summer break.
Very likely · Within weeks
The SPD will likely face internal debate regarding the 'dirty deal' proposed by Spahn.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Will the SPD agree to the 'dirty deal' proposed by Spahn?
- What will be the exact impact of the health insurance reforms on patients and providers?
- Will the proposed coupling be legally challenged?
- What are the specific details of the 'social dislocations' mentioned by Pellmann?





