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Kimberly Guilfoyle war einst mit Donald Trump Jr. verlobt und wurde später zur US-Botschafterin in Griechenland ernannt. Sie steht im Zentrum von Vorwürfen, politische Einflussnahme gegen finanzielle Zahlungen angeboten zu haben.
Sie war mit Trump Jr. verlobt, nun ist sie Botschafterin in Athen: Kimberly Guilfoyle soll einem Spender gegen Bezahlung Zugang zur Regierung angeboten haben. Nun werden Rufe nach Aufklärung lauter.
US-Botschafterin Guilfoyle traf Außenminister Rubio gerade erst in Athen. (Archivbild) Foto: Mark Schiefelbein/Pool AP/AP/dpa
Washington. Die US-Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, steht nach Berichten über die mutmaßliche Käuflichkeit ihres politischen Einflusses immer stärker unter Druck. „Was wir in den Berichten gesehen haben, ist sehr beunruhigend, es ist besorgniserregend“, sagte der republikanische Senator John Barrasso dem Sender CBS News. Er gehe davon aus, das Außenministerium werde eine Ermittlung einleiten. Zudem werde sich der zuständige Ausschuss im Senat der Sache annehmen.
„Schatz, bitte, du musst das heute noch für mich erledigen"
Das „Wall Street Journal“ hatte zuvor Nachrichten veröffentlicht, die belegen sollen, dass Guilfoyle den Trump-Spender Eric Deters um eine Überweisung in Höhe von 100.000 Dollar gebeten habe. Demnach soll Guilfoyle die dringende Bitte wenige Tage vor ihrer Anhörung im Senat platziert haben. Guilfoyle (57) habe das Geld gebraucht, um Schulden bei American Express zu begleichen. Die heutige Botschafterin war einst mit Donald Trump Jr., dem ältesten Sohn des Präsidenten, verlobt.
Laut dem „Wall Street Journal“ stand Guilfoyle seit Monaten in Kontakt mit Deters, der sie um Hilfe gebeten hatte, um die Aufmerksamkeit der Trump-Regierung auf persönliche steuerliche und rechtliche Angelegenheiten zu lenken – und ihr im Erfolgsfall Zahlungen von bis zu einer Million Dollar versprochen haben soll. Deters zufolge kam es allerdings nie zu einer Zahlung.
„Schatz, bitte, du musst das heute noch für mich erledigen“, schrieb sie Deters demnach und fügte ein Emoji mit gefalteten Händen sowie eine Datei mit Anweisungen zur Zahlung hinzu. Deters habe das Geld so schicken sollen, dass die Überweisung im Nachhinein nicht mehr nachvollziehbar sei.
Wie das „Wall Street Journal“ berichtete, bestreitet Guilfoyle laut ihrem Anwalt die Echtheit der Nachrichten. Wegen öffentlicher Auftritte sei ihr vor ihrer Anhörung im Senat Geld geschuldet worden. Deters sagte dem „Wall Street Journal“ allerdings, keine Schulden bei Guilfoyle gehabt zu haben.
Forderung nach Aufklärung
In den Tagen zuvor hatten bereits mehrere Demokraten eine lückenlose Aufklärung gefordert - unter anderem Robert Garcia, ranghöchster Demokrat im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses. „Das ist der jüngste Fall in einer langen Reihe von Korruptionsvorwürfen rund um die Trump-Regierung, und wir verlangen Antworten“, sagte er. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, wäre das ein Fall von eklatantem Machtmissbrauch.
„Es war eindeutig ein Fall von Geld gegen Gefälligkeiten“, sagte Deters dem Sender CBS News. Zu keinem Zeitpunkt habe er vorgehabt, Guilfoyle tatsächlich Geld zu schicken, behauptete er. Stattdessen habe er sich eine Ausrede ausgedacht. Wie CBS News berichtete, teilte Deters die Textnachrichten mit dem Sender, die Guilfoyles Anfrage nach den 100.000 Dollar zeigen.
Rubio: Guilfoyle ist „starke Botschafterin"
Deters gilt als langjähriger Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Er hatte mehrfach ohne Erfolg für politische Ämter im US-Bundesstaat Kentucky kandidiert.
Außenminister Marco Rubio, dessen Ministerium für die Botschafter verantwortlich ist, traf Guilfoyle erst vergangene Woche in Athen. Bei einer Pressekonferenz wiegelte er angesprochen auf die Berichte jedoch ab: Dies sei nicht der richtige Rahmen für derlei Fragen. „Unsere Botschaft hier leistet hervorragende Arbeit“, sagte Rubio. Guilfoyle sei eine „starke Botschafterin.“
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AI outlook — possibilities, not facts
Das Außenministerium leitet eine offizielle Untersuchung gegen Kimberly Guilfoyle ein.
Likely · Within weeks
Der Senat wird die Vorwürfe gegen Guilfoyle im zuständigen Ausschuss untersuchen.
Very likely · Within weeks
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