US-Arbeitsmarkt legt stärker zu als erwartet – Fed-Zinsentscheidung rückt in den Fokus
Quick Look
- Der US-Arbeitsmarkt schuf im August 162.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, deutlich mehr als die erwarteten 56.000.
- Die Arbeitslosenquote blieb bei 4,1 Prozent.
- Anleger befürchten nun, dass die Federal Reserve gezwungen sein könnte, die Zinsen zu erhöhen, was zu uneinheitlichen Bewegungen an den US-Börsen führte.
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Why It Matters
Der US-Arbeitsmarktbericht ist ein wichtiger Indikator für die Geldpolitik der Federal Reserve. Nachdem zunächst ein Stellenabbau von 23.000 Jobs im Juli gemeldet wurde, wurden die Daten später auf einen Zuwachs von 21.000 Stellen revidiert. Der aktuelle Bericht zeigt einen starken Aufschwung mit 162.000 neuen Stellen.
Die US-Beschäftigung im August ist stärker gestiegen als von Ökonomen erwartet. Am Markt wächst nun die Sorge, die Federal Reserve könnte gezwungen sein, die Zinsen doch noch zu erhöhen.
Ein Straßenschild an der Wall Street, dem Sitz der New Yorker Börse. Foto: dpa
New York. Anlegerinnen und Anleger blicken auf den US-Arbeitsmarktbericht an diesem Freitag. Er soll eine Tendenz geben, ob die Federal Reserve im September auf eine Zinserhöhung verzichten kann. Nach leichten Zugewinnen am Vortag notieren die wichtigen Indizes am Freitag uneinheitlich.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones verliert rund 0,5 Prozent und notiert bei 53.430 Punkten.
Der breiter gefasste S&P 500 sinkt um 0,4 Prozent auf 7717 Punkte.
Die technologielastige Nasdaq Composite sinkt um rund 0,3 Prozent auf 26.492 Zähler.
Der Nasdaq 100, ein Abbild der 100 Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung, bewegt sich kaum bei 29.493 Punkten.
US-Jobmarkt meldet kräftiges Stellenplus
Der US-Arbeitsmarkt hat im August weitaus mehr Stellen aufgebaut als gedacht. Unter dem Strich entstanden 162.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Bericht der Regierung hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten mit 56.000 Jobs gerechnet. Im Juli waren nach revidierten Daten 21.000 Stellen entstanden. Ursprünglich war ein Minus von 23.000 Jobs gemeldet worden. Die Arbeitslosenquote verharrte im August bei 4,1 Prozent.
Konjunktur
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"Mehr Fleisch als Fisch: die Arbeitsmarktdaten geben eher den Ausschlag für die Fed, den Leitzins zu erhöhen", sagt Bastian Hepperle von der Privatbank Bethmann Hal. "Das Zünglein an der Zinswaage werden die anstehenden Erzeuger- und Verbraucherpreise sein. Wächst bei der Fed die Überzeugung, dass die Inflationsdynamik wieder zunimmt, kann sie nicht mehr tatenlos zusehen."
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What to Watch
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Die Federal Reserve wird im September über eine Zinserhöhung entscheiden.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wie werden die bevorstehenden Erzeuger- und Verbraucherpreise die Entscheidung der Federal Reserve beeinflussen?
- Wird die starke Arbeitsmarktentwicklung zu einem nachhaltigen Trend führen oder handelt es sich um eine einmalige Ausreißer?
- Wie werden internationale Märkte auf eine mögliche Zinswende der Fed reagieren?






