
Die Trump-Regierung drängt Apple dazu, keine Speicherchips aus China zu verwenden. US-Handelsminister Howard Lutnick äußerte sich entsprechend klar nach einem Fabrikbesuch mit Tim Cook.
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Die Trump-Regierung drängt US-Unternehmen durch Zwang und Zollaandrohungen dazu, Lieferketten in die USA zu verlagern.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will nicht, dass Apple Speicherchips aus China kauft. Das sagte Handelsminister Howard Lutnick in einem Interview mit dem »Wall Street Journal« .
»Die Regierung ist nicht dafür«, so Lutnick nach einem Rundgang durch eine neue Apple-Fabrik in Houston. Firmenchef Tim Cook nahm ebenfalls an der Tour teil. Es müsse »andere Lösungen für das Speicherproblem geben, aber es ist nicht gut, wenn amerikanische Unternehmen chinesischen Speicher verwenden«. Auf die Frage, ob er diese Botschaft an Apple weitergegeben habe, antwortete Lutnick: »Klar und deutlich.«
Zwickmühle für Apple
Die Äußerungen zeigen einen weiteren Konflikt zwischen der Trump-Regierung und Apple. Es ist aber unklar, ob Apple sich der Forderung wirklich beugt, um nicht Trumps Zorn auf sich zu ziehen. Denn der US-Konzern steckt in einer Zwickmühle: Speicherchips sind aktuell rar, die Preise folglich explodiert. Deshalb erhöhen Apple und andere Hersteller von Unterhaltungselektronik teilweise deutlich die Preise ihrer Produkte. Um den eigenen Bedarf zu stillen, muss Apple neue Bezugsquellen prüfen – und blickt nach China.
Der generelle Mangel an Chips hat vor allem mit dem KI-Boom zu tun: Zum Betrieb von KI-Anwendungen werden nämlich viele neue und sehr große Rechenzentren hochgezogen, die ebenfalls Chips benötigen. Deshalb fehlen sie nun andernorts.
Apple testet nach Angaben von Insidern schon Speicherchips der chinesischen Unternehmen CXMT und Yangtze Memory Technologies, berichtet das »Wall Street Journal«. Dies könnte der Vorbereitung darauf dienen, die Chips in Apple-Geräten einzusetzen, die in China verkauft werden, mutmaßt das US-Blatt. Bislang hat der Konzern diese Information nicht bestätigt.
Nach den Regeln der US-Regierung müssen amerikanische Unternehmen eine Lizenz einholen, bevor sie Produktinformationen mit chinesischen Chipherstellern teilen. Diese benötigen die Informationen aber, um Chips maßgeschneidert für den Bedarf der Unternehmen zu fertigen. Anders ist es bei Standardkomponenten, die Apple jetzt schon kaufen könnte.
Bericht über Apple-KI für China
Die Trump-Regierung hatte mit der Androhung höherer Zölle Druck auf US-Techunternehmen ausgeübt , ihre Lieferketten in die USA zurückzuverlagern. Unternehmen wie Apple haben im Gegenzug hohe Investitionen im Inland zugesagt. Allerdings enthielten viele Ankündigungen vor allem Marketing: Oft rechneten die Unternehmen längst geplante Projekte und Ausgaben ein.
AI outlook — possibilities, not facts
Apple prüft alternative Speicherquellen außerhalb Chinas.
Likely · Within months

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