
Neun Monate nach der angeblichen Entführung Venezuelas Diktators Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte und der Kontrolle über die Ölindustrie deutet sich an, dass die USA vor einem Deal stehen, um an Ölquellen zu partizipieren, während der Nutzen für die venezolanische Bevölkerung unklar bleibt.
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Die US-Regierung hatte angeblich im Januar Nicolás Maduro entführt und die Kontrolle über Venezuelas Ölindustrie übernommen, um einen Übergang zur Demokratie einzuleiten.
Als US-amerikanische Spezialkräfte am 3. Januar dieses Jahres Venezuelas Diktator Nicolás Maduro entführten und die Ölindustrie des Landes unter ihre Kontrolle brachten, gab es ein paar Idealisten. Sie verbanden mit der Intervention die Hoffnung, die USA werde helfen, den Übergang zur Demokratie einzuleiten.
Präsident Donald Trump selbst, das muss man ihm zugutehalten, hat das nie versprochen. Er kündigte vielmehr an, Venezuela zu neuem Wohlstand zu führen, von dem das ganze Volk profitieren würde. Sein Umfeld bot als zusätzliches Interventionsmotiv an, Chinas Einfluss zurückzudrängen sowie Maduros Drogengeschäfte und Terroristenfinanzierung zu stoppen. Die Zyniker dagegen urteilten schnell: Es geht immer nur um Öl.
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Neun Monate später steigt der Verdacht, dass die Zyniker recht hatten. Die US-Regierung steht nach übereinstimmenden Berichten kurz davor, sich an Ölquellen zu beteiligen, auf die knapp ein Drittel der gewaltigen Reserven des Landes entfällt. Mit dem angestrebten Deal will die Regierung offenbar endlich jenen Investitionsboom entfachen, den sie längst erwartet hatte. Schließlich hatten die Amerikaner das Parlament des Landes schon erfolgreich genötigt, durch eine Gesetzesänderung Investitionen ausländischer Unternehmen zu erlauben.
Trump braucht dringend gute Ölnachrichten
Trotzdem zögerten vor allem Ölgiganten, in das Land zurückzukehren, das sie schon einmal enteignet hatte. Wenn die US-Regierung bald selbst über die Quellen verfügt und Konzerne mit deren Ausbeutung beauftragt, ist das Risiko geringer.
Trump kann gute Ölnachrichten gut gebrauchen nach dem Fiasko in Iran und angesichts des Tiefststandes der strategischen Ölreserven der USA. Dazu kommt, dass Venezuelas schweres Öl zu Amerikas Raffinerien passt, die mit dem heimischen leichten Öl wenig anfangen können.
Trumps Zielen mag gedient sein. Was die Bevölkerung Venezuelas davon hat, ist weniger klar. Sie erlebt, dass eine von den meisten Ländern als illegitim eingestufte Regierung ihre Machterhaltung damit erkauft, dass sie die Ölrechte ihres Landes verschachert. Von den von der US-Regierung kontrollierten Ölexporterlösen hat das Volk bisher wenig. Nur Insider wissen, was aus den Milliarden geworden ist, die seit der Entführung Maduros geflossen sind.
AI outlook — possibilities, not facts
Die US-Regierung wird einen Deal abschließen, um an venezolanischen Ölquellen zu partizipieren.
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