
Der neue US-Justizminister Todd Blanche lehnt das Versprechen einer Unabhängigkeit vom Weißen Haus ab. Kritik kommt von der früheren Justizministerin von Michigan.
AI-generated summary
Todd Blanche wurde mit 50 zu 49 Stimmen im Senat als US-Justizminister bestätigt und war zuvor der persönliche Strafverteidiger von Donald Trump.
Wird das von ihm geführte Justizministerium unabhängig vom Weißen Haus handeln? Auf diese Frage in der NBC-Sendung »Meet the Press« sagte der neue US-Justizminister Todd Blanche: »Nein, das werde ich nicht versprechen.« Ein Justizminister müsse eine solche Zusage auch nicht geben.
Blanche versicherte zugleich, Donald Trump werde ihn niemals auffordern, etwas Illegales oder ethisch Unvertretbares zu tun. Der Präsident habe dies bislang nicht getan und werde es auch künftig nicht tun. Blanche war vor seinem Amtsantritt Trumps persönlicher Strafverteidiger. Er wurde vergangene Woche mit 50 zu 49 Stimmen im Senat als Nachfolger von Pam Bondi bestätigt.
Frühere Justizministerin: »alarmierende Abkehr«
Die frühere Justizministerin von Michigan, Barbara McQuade, bezeichnete Blanches Aussage als »alarmierende Abkehr« vom Selbstverständnis des Justizministeriums nach der Watergate-Affäre. Das Ministerium, wie man es früher gekannt habe, existiere nicht mehr, schrieb sie. Blanche habe es zu »Trumps privater Anwaltskanzlei« gemacht.
Blanche verteidigte zudem Trumps Begnadigung von rund 1500 Anhängern, die wegen ihrer Beteiligung am Sturm auf das Kapitol verurteilt worden waren. Darunter waren mehr als 170 Menschen, die sich schuldig bekannt hatten, Polizisten angegriffen zu haben. »Ich sage nicht, dass das, was Präsident Trump getan hat, falsch war«, sagte Blanche. »Das ist das Recht des Präsidenten.«
Mehr Erfolg hatte Blanche mit Trumps Verteidigung wegen der Erstürmung des Kapitols und wegen geheimer Dokumente, die in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida gefunden worden waren. Nachdem der Anwalt die Untersuchungen von Sonderermittler Jack Smith verzögert hatte, ließ Smith den Fall nach Trumps Wiederwahl 2024 fallen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und fünf europäische Amtskollegen fordern eine EU-weite Übergewinnsteuer für Energiekonzerne. Das Thema soll beim Treffen der EU-Finanzminister Mitte September in Irland diskutiert werden, um auf hohe Energiepreise zu reagieren.

Die FDP fordert zur Senkung der Gaspreise und Sicherung der Versorgung eine Ausweitung der heimischen Gasförderung. Generalsekretär Martin Hagen plädiert dabei auch für den Einsatz weiterentwickelter Fracking-Verfahren und eine Senkung der staatlichen Abgaben.

Der Deutsche Städtetag plädiert für eine Vollversicherung in der Pflege, um Senioren vor Sozialhilfeabhängigkeit zu schützen und Kommunen finanziell zu entlasten. Präsident Burkhard Jung schlägt zudem einen Deckel für Eigenanteile bei Heimplätzen vor.

Juristen des Bundestages bewerten das Heizungsgesetz der Bundesregierung weiterhin als potenziell verfassungswidrig. Trotz vorgenommener Nachbesserungen sehen die Experten ein Risiko für ein Scheitern des Gesetzes vor dem Bundesverfassungsgericht.
Der CDU-Kommunalpolitiker Bernd Prange aus Sachsen-Anhalt hat öffentlich zur Wahl der AfD aufgerufen und die Partei mit 10.000 Euro unterstützt. Er kritisiert den Kurs der Union scharf und provoziert aktiv ein Parteiausschlussverfahren.
Annalena Baerbock steht kurz vor Ende ihrer Amtszeit als UN-Generalversammlungspräsidentin unter Druck. USA und Russland kritisieren ihr transparentes Auswahlverfahren für den nächsten UN-Generalsekretär als Kompetenzüberschreitung.