US-Kongress beschließt Gesetz für Russland-Sanktionen
Quick Look
- Der US-Kongress hat ein Gesetz für Russland-Sanktionen verabschiedet, das direkte Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Unternehmen vorsieht sowie die russischen Öl- und Gas-Exporte stärker eindämmen soll, um den Angriffskrieg gegen die Ukraine zu finanzieren.
- Das Gesetz sieht Zölle von bis zu 100 Prozent auf Einfuhren aus den fünf größten Käufern russischer Energie vor und könnte die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien belasten.
AI-generated summary
Why It Matters
Der US-Kongress hat nach dem Senat auch das Repräsentantenhaus für ein Sanktionsgesetz gestimmt, um Russland wegen des Ukraine-Kriegs stärker unter Druck zu setzen. Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen soll das Gesetz die russischen Öl- und Gas-Exporte stärker eindämmen, mit denen Russland seinen Angriffskrieg finanziert.
Newsblog zum Ukraine-KriegUS-Kongress beschließt Gesetz für Russland-Sanktionen
17. September 2026, 4:02 Uhr|
Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen soll das Gesetz die russischen Öl- und Gas-Exporte stärker eindämmen, mit denen Russland seinen Angriffskrieg finanziert.
Alle Entwicklungen im Liveblog
Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Ukraine meldet erfolgreichen Test neuer Drohnenabwehr-Waffe
Russland warnt westliche Politiker vor Reisen in die Ukraine
Ukrainisches Militär spricht von Rückeroberungen im Donbass
Ukraine braucht Breitspur-Loks
Bericht: Drohnenangriffe legen die Hälfte von Russlands Top-Raffinerien lahm
Ulrike Putz
US-Kongress beschließt Gesetz für Russland-Sanktionen
In den USA hat nach dem Senat auch das Repräsentantenhaus für ein Sanktionsgesetz gestimmt, um Russland wegen des Ukraine-Kriegs stärker unter Druck zu setzen. Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen soll das Gesetz die russischen Öl- und Gas-Exporte stärker eindämmen, mit denen Russland seinen Angriffskrieg finanziert.
Die Abgeordneten im Repräsentantenhaus stimmten mit einer überparteilichen Mehrheit von 262 zu 159 Stimmen für das Gesetz. Es geht damit zur Unterzeichnung an US-Präsident Donald Trump, der zuvor bereits seine Zustimmung angedeutet hatte. Der Senat hatte dem Gesetz bereits im vergangenen Monat mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Das Vorhaben trägt den Namen des im Juli gestorbenen Senators und Trump-Vertrauten Lindsey Graham, der es maßgeblich vorangetrieben hatte.
Das Gesetz berechtigt Trump unter anderem, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen – sowie die fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die große Mengen russisches Erdöl beziehen.
Zunächst sollen die fünf größten Käufer russischer Energie im Jahr vor Inkrafttreten des Gesetzes ins Visier genommen werden. Die Zölle auf Einfuhren dieser Länder in die USA dürfen demnach bis zu 100 Prozent betragen. Die Höhe kann mit der Zeit angepasst werden, je nachdem, ob ein Land sich bemüht, von russischem Öl und Gas loszukommen. Wer die fünf größten Importeure sind, soll alle 180 Tage neu ermittelt werden.
Zugleich soll es Ausnahmen für Länder geben, deren Einfuhren weniger als 15 Prozent der russischen Erdgas-Exporte in einem Zwölfmonats-Zeitraum ausmachten. Ausnahmen soll es auch für diejenigen geben, die Maßnahmen ergreifen, um diese Käufe zu reduzieren. «Unsere europäischen Verbündeten sind hier also nicht betroffen», betonte der demokratische Senator Richard Blumenthal Mitte Juli.
Neben den Russland-Sanktionen setzt das Gesetz auch den Rahmen für eine Verlängerung der Sanktionen gegen den Iran bis zum Jahr 2031.
Ulrike Putz
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien könnten weiter strapaziert werden, da das Gesetz Zölle von bis zu 100 Prozent auf Einfuhren aus den fünf größten Käufern russischer Energie vorsieht.
Likely · Within months
Open Questions
- Wie effektiv werden die Sanktionen bei der Eindämmung der russischen Energieexporte sein?
- Welche Gegenmaßnahmen könnten China und Indien ergreifen, falls sie von den US-Zöllen betroffen sind?
- Wie wird die Umsetzung des Gesetzes durch die Regierung Trump aussehen?




