
Witkoff und Kushner als Unterhändler entsandt +++ Ukrainische Geheimdienstzentrale von russischer Drohne getroffen +++ Schusswechsel zwischen Sicherheitskräften in Kiew
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Die USA entsenden Unterhändler, um einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg auszuhandeln. Gleichzeitig finden Angriffe auf ukrainische Infrastruktur und interne Konflikte zwischen Geheimdiensten statt.
Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind russischen Nachrichtenagenturen zufolge in Moskau angekommen. Sie werden bei ihrer Ankunft am Samstag in Moskau einem Insider zufolge mit dem russischen Präsidentenberater Kirill Dmitrijew zusammentreffen. Dies erfährt die Nachrichtenagentur Reuters von zwei mit dem Besuch vertrauten Personen. Dmitrijew hatte im Juni gegenüber Reuters erklärt, er sei während einer Unterbrechung der Besuche mit den US-Unterhändlern in Kontakt geblieben. Er nahm zudem an allen früheren Treffen der US-Gesandten mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin teil und war in diesem Jahr an den Verhandlungen über Ausnahmen von den US-Sanktionen für russisches Öl beteiligt.
Russland hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge vor dem Besuch zweier US-Sondergesandter die Flughäfen von Kiew und der nahegelegenen Stadt Boryspil angegriffen. Der ukrainische Luftraum ist seit Beginn der großangelegten Invasion Russlands im Februar 2022 gesperrt. Selenskyj zufolge wurde jedoch die Möglichkeit erörtert, dass die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner für ihren am Sonntag erwarteten Besuch in Kiew ein Flugzeug benutzen könnten. „Offensichtlich sind diese russischen Angriffe auf die Flughäfen eine Reaktion auf die Gespräche und Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz eines US-Flugzeugs in der Ukraine mit Landung auf dem Flughafen Kiew oder dem Flughafen Boryspil“, erklärt Selenskyj auf Telegram. „Russisch-iranische Drohnen als Antwort auf die amerikanische Diplomatie.“
Russland ruft die USA vor einem möglichen Besuch ihrer Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew auf, bei Gesprächen über ein Ende des Konfliktes die Realitäten auf dem Schlachtfeld zu berücksichtigen. Die Lage verändere sich zuungunsten der Ukraine, sagt der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. „Die Schlüsselfrage ist, inwieweit die US-Regierung angesichts der Realitäten vor Ort bereit ist, in die Suche nach einer echten Lösung für die aktuelle Krise zu investieren.“
Vor einer US-Vermittlungsmission im Ukraine-Krieg sind vier Menschen im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk durch einen russischen Luftangriff getötet worden. Der Angriff habe einen Industriebetrieb in der Stadt Kamjanske getroffen, teilte Gebietsgouverneur Olexander Hanscha auf Telegram mit. Es habe sechs Verletzte gegeben. Das russische Militär in Moskau sprach von einem Angriff auf ein großes Metallkombinat, das die ukrainische Rüstungsindustrie beliefere.
Das Hauptquartier des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU in Kiew ist nach F.A.Z.-Informationen von einer russischen Drohne getroffen worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte im Onlinedienst Telegram, der Angriff habe „direkt“ auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt. Der Staatschef gab demnach SBU-Chef Olexander Poklad Anweisung, den Russen „spiegelbildlich“ auf diesen Schlag zu antworten.
Vermummte und bewaffnete Sicherheitskräfte sind in Kiew kein seltener Anblick. Dass diese aber Schüsse abgeben, noch dazu auf andere vermummte Sicherheitskräfte, sieht man nicht alle Tage. Deshalb ist das, was sich am Mittwoch im Dnipro-Bezirk ereignete, in der Ukraine Gesprächsthema. Nach allem, was man bislang weiß, waren an dem Vorfall zwei Sicherheitsbehörden beteiligt; der Inlandsgeheimdienst SBU und der Militärnachrichtendienst HUR. Im Zentrum ihres Disputs steht der Verbleib von Stepan Kaplunow, einem russischen Staatsbürger, der seit 2014 auf Seiten der Ukraine gegen Russland kämpft.
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Treffen der US-Gesandten mit Kirill Dmitrijew in Moskau.
Very likely · Within days

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