US-Vermittler treffen Selenskyj in Kyjiw
Nach Gesprächen in Moskau suchen Witkoff und Kushner in der Ukraine nach Wegen zur Beendigung des Krieges.
Quick Look
- Die US-Sondergesandten Witkoff und Kushner sind erstmals zu Vermittlungsgesprächen in Kyjiw eingetroffen.
- Nach einem Treffen mit Wladimir Putin in Moskau suchen sie nun mit Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Wegen zur Beendigung des seit 2022 andauernden Krieges.
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Why It Matters
Russland führt seit 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die USA versuchen seit längerem, als Vermittler zwischen den Konfliktparteien zu agieren.
Inzwischen sollen die Gespräche zwischen Selenskyj und den US-Vermittlern begonnen haben. Das teilte Selenskyj auf dem Portal X mit. Ein kurzes Video zeigte, wie er die US-Unterhändler auf dem Platz vor der mittelalterlichen Sophienkathedrale begrüßt.
Für den Sondergesandten Witkoff und Kushner, den Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, ist es auf ihrer Vermittlungsmission der erste Besuch in Kyjiw. Am Vortag hatten sie in Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen, um Möglichkeiten für ein Ende des seit viereinhalb Jahren dauernden Krieges auszuloten. Das Gespräch dauerte fast drei Stunden.
Russland führt seit 2022 einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen das Nachbarland. Witkoff und Kushner haben seit 2025 mehrmals Moskau besucht, waren für ihre Vermittlungsbemühungen aber noch nie in Kyjiw. Damit hatten sie bei Selenskyj für Unmut gesorgt. Im April kritisierte er, es sei respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht in die Ukraine zu kommen.
In Kyjiw ist nun ein Treffen mit Selenskyj geplant. »Wir sind bereit für das Gespräch. Die Ukraine war und wird immer konstruktiv sein«, schrieb der Präsident in den sozialen Netzwerken. »Wir sind daran interessiert, ein Ende des Krieges näherzubringen.« Die Ukraine brauche Sicherheitsgarantien und eine würdige Nachkriegsordnung. Insgesamt aber sind die Erwartungen in Kyjiw wie in Moskau an die neuen Vermittlungsbemühungen der USA gering.
Witkoff und Kushner sind in der Trump-Regierung zuständig für die Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs. »Wir haben sie dorthin geschickt, um zu prüfen, ob wir etwas erreichen können«, hatte US-Präsident Donald Trump im Vorfeld gesagt. Er zeigte sich erneut optimistisch, dass dies gelingen könne.
Bisherige Bemühungen der USA um ein Ende des Ukrainekriegs haben allerdings noch keinen Durchbruch gebracht. Als Vermittler saß Washington bei direkten Gesprächen Moskaus und Kyjiws in den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Februar in Genf mit am Tisch. Zuletzt lagen die Verhandlungen auf Eis – auch weil die USA durch ihren eigenen Krieg in Iran abgelenkt waren.
Open Questions
- Welche konkreten Sicherheitsgarantien fordert die Ukraine?
- Wie reagiert Russland auf die neuen Vermittlungsschritte?





