
US-Präsident Donald Trump hat bei einem Auftritt in Arizona scharfe Kritik an Informanten geäußert und die Todesstrafe für das Durchstecken von Militärinformationen gefordert.
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US-Streitkräfte bombardierten im Juni 2025 iranische Atomanlagen. Die Debatte über die Todesstrafe wird durch geplante Militärhinrichtungen und einen gescheiterten Vollzug angeheizt.
Am 3. November stehen in den USA die wichtigen Midtermwahlen an. Also tingelt Präsident Donald Trump derzeit durch mehrere Bundesstaaten, um Kandidatinnen und Kandidaten seiner Partei im Wahlkampf zu unterstützen. Am Mittwoch machte er einen Stopp in Arizona. Und dort echauffierte er sich unter anderem über einen unbekannten Tippgeber, der die Uhrzeit für US-Angriffe auf iranische Atomanlagen an Journalisten weitergegeben haben soll.
»Informanten sollten meiner Meinung nach erschossen werden«, sagte Trump. Das sei auch »in den alten Zeiten« schon üblich gewesen. Außerdem bezeichnete der Präsident Menschen, die Militärinformationen durchstechen, als »Abschaum der Menschheit«.
Die US-Streitkräfte hatten im Juni 2025 im Rahmen der »Operation Midnight Hammer« die iranischen Uran-Anreicherungsanlagen in Natans und Fordo sowie eine Atomeinrichtung in Isfahan bombardiert. Trump rechtfertigt den damaligen Militäreinsatz – wie überhaupt seinen Krieg gegen Iran – immer wieder damit, dass die mit dem Verbündeten Israel verfeindete Islamische Republik keine Atombomben haben dürfe. Die Führung in Teheran beteuert stets, das Atomprogramm des Landes diene nur zivilen Zwecken und nicht der Entwicklung von Atomwaffen. Diese Darstellung wird nicht nur in den USA und Israel bezweifelt.
Warum in den USA gerade wieder verstärkt über die Todesstrafe diskutiert wird
In den USA flammte die seit Langem geführte Debatte über die Vollstreckung der Todesstrafe jüngst wieder auf. Ein Grund dafür: Das Pentagon plant erstmals seit 65 Jahren wieder eine Militärhinrichtung, die laut Verteidigungsminister Pete Hegseth obendrein per Livestream übertragen werden soll. Die Exekution des verurteilten Attentäters Nidal Hasan, der 2009 ein Massaker auf dem US-Militärstützpunkt Fort Hood in Texas verübte, ist für den 3. Dezember geplant und soll am damaligen Tatort stattfinden. Vor allem die angedachte Liveübertragung löste eine Welle der Kritik aus.
Zusätzlich angeheizt wurde die Debatte über die Vollstreckung von Todesstrafen durch das jüngste Scheitern einer Hinrichtung im Bundesstaat Tennessee. Behördenangaben nach wurden der verurteilten Mörderin Christa Pike zwei Dosen des Mittels Pentobarbital injiziert, doch die 50-Jährige überlebte. Pike sollte als erste Frau seit mehr als 200 Jahren in Tennessee hingerichtet werden.
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Militärhinrichtung von Nidal Hasan am 3. Dezember
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