
Polizei, Grenzschutz und Armee reagieren auf Hinweise auf mögliche Sabotageakte
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Polen teilt sich mit der russischen Exklave Kaliningrad eine 232 Kilometer lange Grenze. Das Gebiet ist von den Nato-Mitgliedern Polen und Litauen umgeben und gilt als strategisch bedeutsam. Im Sommer gab es US-Medienberichte über neue Geheimdienstinformationen, wonach der russische Präsident Wladimir Putin innerhalb der nächsten Jahre versuchen könnte, die Entschlossenheit der Nato mit einem begrenzten Angriff auf ein Bündnisland zu testen.
Warschau. In Polen haben Polizei, Grenzschutz und Armee einen großangelegten Einsatz an der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad begonnen. Es habe Hinweise gegeben, dass es in den kommenden Tagen an der Grenze zu Kaliningrad zu Sabotageakten kommen könnte, sagte Polizeichef Marek Boron dem Radiosender Rmf.fm.
„Wir müssen für die Sicherheit der dort lebenden Bürger sorgen, aber auch für die Einrichtungen und alle möglichen Situationen, die eine Gefahr für die Bevölkerung darstellen könnten“, sagte der Polizeichef weiter. Deshalb sei die Polizei in der Grenzregion mit Einsatzkräften aus anderen Landesteilen verstärkt worden. Auch die Eliteeinheit Grom der Armee ist dort im Einsatz, teilte ein Militärsprecher der Boulevardzeitung „Fakt“ mit. Präsident Karol Nawrocki werde über die Situation ständig auf dem Laufenden gehalten, sagte sein Sprecher Rmf.fm.
Das EU- und Nato-Mitglied Polen teilt sich mit der russischen Exklave Kaliningrad eine 232 Kilometer lange Grenze. Dieses hochgerüstete Gebiet ist von den Nato-Mitgliedern Polen und Litauen umgeben und gilt als „Moskaus unsinkbarer Flugzeugträger“.
Erst im Sommer gab es US-Medienberichte über neue Geheimdienstinfos darüber, dass der russische Präsident Wladimir Putin innerhalb der nächsten Jahre versuchen könnte, die Entschlossenheit der Nato mit einem begrenzten Angriff auf ein Bündnisland zu testen. Mögliche Szenarien reichen von einer Cyberattacke bis zu einem klein angelegten Eindringen von Soldaten in nicht gekennzeichneten Uniformen in ein Nato-Land.
AI outlook — possibilities, not facts
Der Einsatz von Polizei, Grenzschutz und Armee an der Grenze zu Kaliningrad wird fortgesetzt, solange die Hinweise auf Sabotageakte bestehen.
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