Vogelzug verändert sich durch mildere Temperaturen
Quick Look
- Durch mildere Temperaturen hat sich der Vogelzug in den letzten Jahrzehnten verändert: Manche Arten ziehen später, legen kürzere Strecken zurück oder überwintern vermehrt in Deutschland, wie Simon Thorn von der Staatlichen Vogelschutzwarte in Gießen erklärt.
- Beispiele sind die Mönchsgrasmücke und der Weißstorch, der heute oft nur bis Frankreich oder Spanien zieht, während der Kranichzug ab Ende September beginnt und im Oktober seinen Höhepunkt erreicht.
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Why It Matters
Der Vogelzug wird durch den Klimawandel beeinflusst, wobei steigende Temperaturen die Zugverhalten vieler Vogelarten verändern.
Durch die zunehmend milderen Temperaturen hat sich der Vogelzug in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. «Manche Arten ziehen später, legen kürzere Strecken zurück oder bleiben zunehmend hier», sagt Simon Thorn von der Staatlichen Vogelschutzwarte in Gießen mit Blick auf die laufende Vogelzug-Saison.
Als ein Beispiel nannte er die kleine Mönchsgrasmücke, die hier immer häufiger überwintere. Auch die Weißstörche seien keine Fernreisenden mehr, die sich wie früher im ruhigen Segelflug weit bis nach Afrika treiben ließen - bereits in Frankreich oder Spanien sei Schluss. Der spektakuläre Zug der Kraniche, die in großen Schwärmen auch über Hessen ziehen, starte ab Ende September, Hauptreisezeit sei für sie der Oktober.
Open Questions
- Wie genau wirkt sich die veränderte Zugzeit auf die Brutpopulationen aus?
- Welche langfristigen ökologischen Folgen hat das Überwintern in Deutschland für die Arten?
- Gibt es Schutzmaßnahmen, die an die neuen Zugmuster angepasst werden sollten?
