
Konzernchef Oliver Blume fordert vor Betriebsversammlungen schärfere Einsparungen und warnt vor unzureichender Rendite für neue Technologien.
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VW-Chef Blume kündigte ein neues Zielbild 2030 an und treibt härtere Sparmaßnahmen voran.
Der Volkswagen-Konzern ist überdimensioniert, zu langsam und zu kompliziert. So schildert Unternehmenschef Oliver Blume die Lage bei den Wolfsburgern. Seiner Ansicht nach muss bei den Einsparungen noch einmal nachgelegt werden.
Volkswagen-Chef Oliver Blume hat kurz vor einer Serie von Betriebsversammlungen eine angespannte Situation für den größten Autobauer Europas beschrieben. "Die Lage ist mehr als kritisch", sagte der Konzernchef in einem Interview, das im Intranet des Unternehmens veröffentlicht wurde. Der Konzern sei zwar handlungsfähig, habe aber auch akuten Handlungsbedarf, sagte Blume.
Der Vorstandschef verwies etwa auf 3,8 Prozent operative Rendite, die in dieser anspruchsvollen Situation zwar solide seien. "Aber sie reichen bei Weitem nicht aus, um dauerhaft ausreichende Mittel zu erwirtschaften für neue Technologien, neue Produkte und unsere Standorte", sagte Blume. Bisherige Einsparungen, etwa um durchschnittlich 20 Prozent gesenkte Fabrikkosten in deutschen Autofabriken im vergangenen Jahr, seien noch nicht ausreichend.
Der Konzern sei überdimensioniert, zu langsam und zu kompliziert, sagte der Manager. "Wir stemmen gerade das umfassendste Zukunftsprogramm in der Geschichte unseres Unternehmens", sagte er. Dafür sei ein eindeutiges Mandat des Aufsichtsrats nötig, dem Vorstand "Vertrauen, Verantwortung und uneingeschränkte Handlungsfähigkeit zu geben und den eingeschlagenen Weg konzernweit mitzutragen".
Blume hatte bereits im Frühjahr angekündigt, an einem neuen "Zielbild 2030" für den Konzern zu arbeiten und dabei auch den Sparkurs deutlich verschärfen zu wollen. Noch vor der Sommerpause machte er klar, sein Maßnahmenpaket noch in diesem Jahr verabschieden zu wollen. Seitdem wird in der VW-Welt um vier Werke und bis zu 50.000 Stellen zusätzlich Stellen gebangt.
Insgesamt sind in den nächsten Tagen bis Ende August neun Betriebsversammlungen etwa in Hannover, Braunschweig, Salzgitter, Dresden, Chemnitz und Kassel-Baunatal geplant, bei denen der Vorstand der Belegschaft Rede und Antwort stehen soll. Den Auftakt macht am 25. August Wolfsburg, Tags darauf folgen Emden und Zwickau, den Abschluss macht am 31. August Hannover.
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Betriebsversammlungen mit der Belegschaft in neun Städten bis Ende August
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