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Volkswagen stimmt einstimmig Sparpaket zu – 50.000 Stellenstreichung und vier Werke auf der Kippe
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Handelsblatt45 minutes agoBusiness2 min readGermany

Volkswagen stimmt einstimmig Sparpaket zu – 50.000 Stellenstreichung und vier Werke auf der Kippe

Quick Look

  • Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat dem Sparpaket des Vorstands einstimmig zugestimmt, das den Abbau von 50.000 Stellen vorsieht.
  • Zudem stehen vier Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm auf der Kippe, da keine wettbewerbsfähige Folgebelegung ab 2031 gewährleistet werden kann.
  • IG Metall und Konzernbetriebsrat sehen eine Eskalation verhindert und fordern konkrete Lösungen für alle Standorte.

AI-generated summary

Why It Matters

Vor zwei Monaten waren die Spar- und Zukunftspläne des Vorstands erstmals im Aufsichtsrat behandelt worden und dort am Widerstand der Arbeitnehmer und des Landes gescheitert. Nun wurde nach intensiven Beratungen eine Einigung erzielt.

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Bei Volkswagen ist die Entscheidung über tiefgreifende Sparmaßnahmen gefallen. Das Paket sieht den Abbau Zehntausender Jobs vor. Auch vier Werke stehen auf der Kippe.

Bei Volkswagen hat es überraschend eine Einigung über die Sanierungspläne des Vorstands gegeben. (Archivbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Wolfsburg. Überraschende Einigung in Wolfsburg: Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat dem Sparpaket des Konzernvorstands einstimmig zugestimmt. Dabei will der Autobauer in den kommenden Jahren unter anderem weitere 50.000 Stellen streichen. Diese Anpassung der weltweiten Personalkapazitäten sei notwendig, um die Ziele des Transformationsprogramms zu erreichen, teilte das Unternehmen in Wolfsburg mit.

Im Volkswagen-Konzern stehen zudem vier Werke auf der Kippe. Für die Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm könne keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden, erklärte VW.

Für diese Werke würden „parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft“. Für die europäischen Werke solle bis Ende Juni 2027 ein mit dem Zielbild zu vereinbarendes Konzept für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Produktionsstruktur entwickelt werden.

„Der Zukunftsplan schafft die Voraussetzungen, um den Volkswagen Konzern und seine Marken leistungsfähiger, wettbewerbsstärker und zukunftsorientierter aufzustellen“, heißt es in der Mitteilung. „Die Umsetzung des Zukunftsplans ist nach Auffassung des Vorstands und des Aufsichtsrats zwingend erforderlich, um die Wettbewerbsfähigkeit des Volkswagen-Konzerns zu erhalten und für die Zukunft nachhaltig zu sichern.“ Der Aufsichtsrat habe nach intensiven und konstruktiven Beratungen dem umfassenden Zukunftsplan 2030 der Volkswagen Group „einstimmig zugestimmt“.

IG Metall und Konzernbetriebsrat: Eskalation verhindert

IG Metall und Konzernbetriebsrat betonten in einer ersten Reaktion, damit sei eine Eskalation verhindert worden. Der Vorstand müsse jetzt seine Hausaufgaben machen. „Der Konfrontationskurs und die Kommunikation des Vorstands in den vergangenen Wochen war nicht zielführend“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von IG-Metall-Chefin Christiane Benner und Betriebsratschefin Daniela Cavallo.

Eine Ausgliederung der Kernmarke Volkswagen Pkw und der VW-Komponente ist laut Benner und Cavallo vom Tisch, der Angriff auf die Mitbestimmungsstrukturen sei damit erfolgreich abgewehrt. „Kein Werk wurde aufgegeben, und entgegen mehreren Medienberichten ist keine Werksschließung besiegelt“, betonen Benner und Cavallo. „Vielmehr müssen jetzt für alle Standorte konkrete Lösungen erarbeitet werden – dabei sehen wir weiterhin ausdrücklich den Vorstand in der Pflicht.“

Vor zwei Monaten waren die Spar- und Zukunftspläne des Vorstands erstmals im Aufsichtsrat behandelt worden - und dort am Widerstand der Arbeitnehmer und des Landes gescheitert.

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What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Bis Ende Juni 2027 wird ein Konzept für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Produktionsstruktur für die europäischen Werke entwickelt.

    Likely · Within months

  • Für die Werke Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm werden parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft.

    Likely · Within months

Open Questions

  • Wie genau sollen die 50.000 Stellenstreichungen sozial verträglich umgesetzt werden?
  • Welche alternativen Nutzungen werden für die vier gefährdeten Werke geprüft?
  • Welche konkreten Maßnahmen plant der Vorstand zur Erreichung der Transformationsziele außer dem Stellenabbau?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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