
Schwierige Marktbedingungen in China und schwache Erholung in den USA belasten den schwedischen Autohersteller Volvo.
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Volvo steht unter starkem Wettbewerbsdruck in China und sieht sich verhaltener Nachfrage in den USA ausgesetzt.
Stockholm. Der schwedische Autohersteller Volvo zieht seine Jahresprognose für Absatz und Cashflow zurück. Das Unternehmen erwartet einen deutlichen Einbruch des Ergebnisses im dritten Quartal. Grund seien die schwieriger gewordenen Marktbedingungen in China und eine langsamer als erwartet verlaufende Erholung in den USA.
Wegen enttäuschender Verkaufszahlen werde Volvo seine Prognose für 2026 verfehlen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das Europageschäft zeige sich zwar weiterhin robust. Angesichts der gestiegenen Unsicherheit an den Märkten wolle Volvo jedoch keine neue kurzfristige Prognose veröffentlichen.
Die Aktie verlor im frühen Handel in Stockholm zeitweise 7,8 Prozent. Es war der stärkste Tagesverlust seit Juli. Damals hatte Volvo das Ziel aufgegeben, in diesem Jahr mehr Fahrzeuge zu verkaufen – ebenfalls wegen der Schwäche in China. Bis zuletzt hatte der Konzern auf eine Erholung im zweiten Halbjahr gesetzt, getragen von der Nachfrage in Europa und den USA. Seit Jahresbeginn hat die Aktie mehr als die Hälfte ihres Wertes eingebüßt.
Erst vor zwei Wochen hatte der scheidende Vorstandschef Håkan Samuelsson die neue Strategie des Unternehmens vorgestellt. Der Konzern will die Profitabilität steigern – unter anderem mit regional zugeschnittenen Modellen und einer engeren Zusammenarbeit mit dem Mehrheitsaktionär Geely.
Geplant ist unter anderem, Werke und Komponenten mit Partnern zu teilen. Volvo steht unter starkem Wettbewerbsdruck in China, muss US-Zölle verkraften und sieht sich einer verhaltenen Nachfrage gegenüber.
Unabhängig davon meldete Volvo am Freitag einen Rückgang der Verkäufe um 10,7 Prozent im dritten Quartal. Die starke Nachfrage nach vollelektrischen Autos reichte nicht aus, um die Schwäche in China und die schleppende Erholung in den USA auszugleichen.
In China gingen die Verkäufe um mehr als 40 Prozent zurück, in Nord- und Südamerika um 14 Prozent. In Europa und den übrigen Märkten legten sie leicht um zwei Prozent zu.
Weitere geplante Maßnahmen will das Unternehmen am 23. Oktober zusammen mit den Quartalszahlen vorstellen. An den längerfristigen Zielen hält Volvo fest: Der Konzern strebt einen deutlich positiven Cashflow und eine operative Marge von acht Prozent an.
AI outlook — possibilities, not facts
Volvo stellt am 23. Oktober weitere geplante Maßnahmen vor.
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