Wahl in Israel: Was die Menschen über Benjamin Netanyahu denken
Kurz vor der Parlamentswahl am 27. Oktober äußern sich israelische Bürger zu Benjamin Netanyahu, Sicherheitsängsten und der politischen Zukunft des Landes.
Quick Look
- Vor der israelischen Parlamentswahl am 27.
- Oktober berichten Bürger aus Tel Aviv und Jerusalem von ihren Hoffnungen und Ängsten.
- Während einige Benjamin Netanyahu als starken Anführer unterstützen, fordern andere einen politischen Wandel und sorgen sich um die Demokratie.
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Why It Matters
Israel wählt am 27. Oktober ein neues Parlament. Es ist die erste Wahl seit dem Hamas-Überfall vor drei Jahren und den darauffolgenden Kriegen.
Passant:
»Nur Bibi, für Wirtschaft, für alles – einfach nur Bibi.«
Passant:
»Er war ein großartiger Anführer für Israel, aber ich finde, er ist schon viel zu lange an der Macht.«
Thore Schröder, SPIEGEL:
»Israel steht kurz vor einer Wahl, die nach Einschätzungen vieler wie keine zuvor über das Schicksal dieses Landes entscheiden könnte. Wir möchten von Israelis wissen, mit welchen Hoffnungen, aber auch welchen Ängsten sie in den Wahltag gehen. Und anfangen tun wir hier in Tel Aviv.«
Passantin:
»Ich wünsche mir wirklich, dass sich die Regierung ändert. Das wünscht sich auch meine Familie. Im Grunde habe ich nur Angst, die Demokratie zu verlieren.«
Passant:
»Viele Linke sind gegen Bibi. Bibi mag keine Kriege, aber wenn es keine andere Wahl gibt, führt er sie.«
Passant:
»Ich wurde im Kibbuz an der Grenze zum Gazastreifen geboren. Ich habe den Krieg immer gespürt – und jetzt spürt ihn das ganze Land. [...] Dieser Ort muss sich ändern. Wir müssen uns hier sicher fühlen, egal ob die Gefahr von außen oder von innen kommt.«
Passant:
»Wenn ich für jemanden stimmen könnte, der jünger ist und noch nicht so lange dabei ist, würde ich das tun. Aber diese Wahl habe ich nicht.«
Am 27. Oktober wählt Israel ein neues Parlament – es ist die erste Wahl seit dem Überfall der Hamas vor drei Jahren und Israels darauffolgenden Kriegen in Gaza, dem Libanon und Iran. Für die rechts-religiöse Koalition und Benjamin Netanyahu persönlich geht es um viel. Kein israelischer Premierminister hat so lange regiert wie er. Doch es dürfte eng werden: Die Umfragen deuten wenige Tage vor der Wahl auf keinen klaren Sieger hin. Als Netanyahus wichtigster Herausforderer gilt dieser Mann: Gadi Eisenkot. Mit seiner Partei Jaschar ist der Ex-Militärchef Teil des pro-demokratischen Anti-Netanyahu-Lagers. Im jungen und liberaleren Tel Aviv stößt er damit auf Zustimmung. Und in Jerusalem?
Passant:
»Wir sind ein kleines Land, das von acht Seiten von Menschen angegriffen wird, die uns töten wollen. (…) Deshalb ist eine starke Verteidigung für uns am wichtigsten..«
Passant:
»Es ist wichtig, die Religion zu unterstützen, damit gläubige Menschen nicht zum Militär eingezogen werden und Hypotheken erhalten.«
Passantin:
»Ich bin links und wähle die Demokraten. Ich wünsche mir, dass sich die Lage im Westjordanland ändert. Und dass es weniger harte Worte gibt und der Dialog humaner und logischer wird.«
Passant:
»Bibi Netanyahu ist eine der Größten der Welt. Es gibt niemanden, der ihm das Wasser reichen kann. Er macht seine Sache besser als jeder andere. Er hat uns vor allen Kriegen bewahrt. Er hat uns vor allen Krankheiten bewahrt, darunter auch vor Corona.«
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Parlamentswahl am 27. Oktober
Very likely · Within days
Open Questions
- Wer wird die Wahl gewinnen?
- Wie wird sich die Koalitionsbildung gestalten?





