Weißes Haus verweigert »Politico« Zutritt zur »Air Force One«
Vor Gericht wehren sich mehrere US-Medien gegen ihren Ausschluss. Nun darf »Politico« auch nicht mehr mit der Präsidentenmaschine reisen.
Quick Look
- Die US-Regierung verwehrt dem Nachrichtenportal »Politico« den Zugang zu Reisen in der Präsidentenmaschine »Air Force One«.
- Mehrere Medien klagen bereits gegen Einschränkungen aus dem Weißen Haus.
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Why It Matters
Trump hatte am 18. September angekündigt, Politico, CNN und MS Now aus dem Weißen Haus zu verbannen.
Die US-Regierung verweigert dem Nachrichtenportal »Politico« den Zugang zu Reisen in der Präsidentenmaschine »Air Force One«. Das berichtet der Sender CNN , der sich derzeit gemeinsam mit dem Portal sowie MS Now auch gegen Einschränkungen der Berichterstattung aus dem Weißen Haus wehrt.
Das Weiße Haus habe »Politico« am Montag die geplante Teilnahme an einer Reise zu einem Wahlkampfauftritt von US-Präsident Donald Trump in Nebraska verwehrt, so CNN. Es sei versucht worden, kurzfristig ein Medium zu finden, das bereit gewesen sei, das Portal zu ersetzen. »Aber es konnte keinen Ersatz finden«, zitiert der Sender aus einer E-Mail der »Washington Post«-Journalistin Katherine Doyle an Kollegen. Der Platz sei deshalb unbesetzt geblieben.
Der Fernsehsender CBS habe daraufhin kurzfristig seine Notizen und Informationen von der Reise mit anderen Medien geteilt, um kurzfristig eine Berichterstattung zu ermöglichen. Diese Geste gilt als ungewöhnlich, da die Medien bei ihrer Berichterstattung über den US-Präsidenten ansonsten in erbittertem Wettbewerb zueinander stehen.
Trump hatte am 18. September angekündigt, dass er »Politico«, CNN sowie den Sender MS Now aus dem Weißen Haus verbannen wolle. Experten stuften den pressefeindlichen Schritt als verfassungswidrig ein. Alle drei Medien klagen inzwischen gegen den Ausschluss, ein Richter verfügte einstweilig, dass die Regierung den Medien wieder Zugang gewähren muss.
Seitdem wurde allerdings CNN bereits mehrfach die Mitreise in der »Air Force One« verwehrt. Das Weiße Haus setzt offenbar darauf, den Zugang zur Präsidentenmaschine unabhängig von der Entscheidung in Washington regulieren zu können. Gefragt nach dem jüngsten Ausschluss sagte ein Trump-Sprecher laut CNN: »Die Reise mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten an Bord der Air Force One ist ein Privileg, kein Recht.«
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Gerichtliche Auseinandersetzungen über den Medienausschluss gehen weiter
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Wie wird das Gericht auf den fortgesetzten Ausschluss reagieren?



