
Eine neue Studie der Deutschen Bank vergleicht Gehälter und Preise in 69 Großstädten weltweit und offenbart überraschende Veränderungen bei Löhnen, Lebenshaltungskosten und lokalen Besonderheiten.
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Die Deutsche Bank ermittelt jedes Jahr in einer groß angelegten Vergleichsstudie Gehälter und Preise in wichtigen Großstädten weltweit.
Wer viel Geld verdienen will, der muss in Zürich arbeiten. Dort verdient man so viel wie in keiner anderen Stadt der Welt. Es ist netto ungefähr doppelt so viel wie in Frankfurt. Nach Zürich folgen die Region der Techkonzerne rund um San Francisco, dann Genf, Boston, New York und Luxemburg. In Europa liegen auch noch Kopenhagen und Amsterdam mit 15 Prozent und zehn Prozent über dem Niveau von Frankfurt, Oslo und London haben hingegen kaum mehr einen Vorsprung.
Das sind Zahlen, die die Deutsche Bank jedes Jahr in einer groß angelegten Vergleichsstudie ermittelt. Sie werden wegen der besseren Vergleichbarkeit in Dollar angegeben. Diesmal wurden die Gehälter und noch ausführlicher die Preise in 69 wichtigen Großstädten auf sechs Kontinenten analysiert. Die Studie zeigt einige bemerkenswerte Veränderungen. Dass die Schweiz, einige Städte in den USA und Luxemburg die höchsten Gehälter der Welt zahlen, ist nicht überraschend. Dass dazu auch Amsterdam und vor allem Tel Aviv gehören, schon eher. Israel profitiert dabei von seiner starken Technologie- und Rüstungsindustrie, heißt es in der Studie.
Besonders auffällig ist, dass Osteuropa längst keine Billiglohnregion mehr ist. Die höchsten Gehaltssteigerungen in den vergangenen zehn Jahren haben weltweit die Menschen in Budapest, Prag und Warschau, wo sich die Gehälter verdoppelt haben. Das ist Folge des wirtschaftlichen Aufholprozesses, auch unterstützt durch EU-Fördermittel. Die Volkswirte der Deutschen Bank sehen als Gründe auch die fehlenden Arbeitskräfte, hohe Inflation nach der Pandemie und Währungsaufwertungen. Auf der anderen Seite fällt Tokio auf, wo sich die Gehälter in dem Zeitraum sogar verringert haben – in Dollar gemessen. Hierin zeigen sich die Schwäche des Yens und die langjährige Deflation. Frankfurt, München und Berlin liegen unter den drei analysierten deutschen Städten mit 40 bis 50 Prozent Zuwachs im Mittelfeld.
Aber Gehälter sind ja nur die eine Seite. In teuren Städten sind sie durch hohe Preise schnell wieder aufgefressen. Auch das zeigt die Studie. Nicht überraschend ist die Schweiz seit Jahren das teuerste Land der Welt, aber der Abstand schrumpft. Luxemburg und die USA liegen in diesem Ranking erwartbar ebenfalls oben. Überraschend ist hingegen die hohe Platzierung von Israel, die auch durch die regionalen Konflikte bedingt ist, wie auch von Australien, vor Dänemark und den Niederlanden. Deutschland liegt auf Platz 15. Umgekehrt sind Norwegen und vor allem Japan längst nicht mehr die teuersten Länder wie früher.
Bei den Preisen lohnt ein genauer Blick auf einzelne Warengruppen. Bei dem größten Ausgabeposten der Menschen sind die Verhältnisse zwar gleich geblieben: Eine Wohnung zu mieten, ist in den USA und der Schweiz am teuersten, vor Singapur, Hongkong, London und Sydney. Doch nicht immer sind diese Länder am teuersten. Zum Beispiel beim iPhone. Das Apple-Gerät kostet in der Schweiz weniger als in Deutschland und ist in den USA mit am günstigsten auf der ganzen Welt, nur unterboten von Südkorea und Japan.
Deutschland blamiert sich sogar in einer Kategorie: bei den Nebenkosten des Wohnens, also vor allem Strom, Heizung, Wasser und Müllabfuhr. Die seit Jahren in Deutschland diskutierten und kritisierten hohen Kosten der Energiewende und kommunaler Gebühren schlagen sich hier nieder. Berlin ist in dieser Kategorie die teuerste Stadt der Welt. Auch München und Frankfurt sind unter den ersten zehn. Die Kosten liegen mehr als 50 Prozent höher als im ansonsten teuren New York und 30 bis 40 Prozent über dem Schweizer Niveau. Auch Warschau, Prag und Tel Aviv gehören hier zu den teuersten Städten.
Beim Bier ist Deutschland richtig günstig
Hingegen glänzt Deutschland ausgerechnet an anderer Stelle, beim Bier. Ein halber Liter kostet durchschnittlich 1,16 Dollar, nur in China ist es günstiger. Auch Wein ist mit 6,30 Dollar für eine Flasche mittlerer Qualität sehr günstig, am wenigsten zahlt man dafür in Italien mit 4,60 Dollar und Portugal mit 5,70 Dollar. Bei anderen Produkten ist Deutschland hingegen durchschnittlich teuer, etwa bei Zigaretten, Obst/Gemüse, einem Cappuccino, Restaurantbesuchen und beim Kauf von Jeans. Eine Levi’s kostet in Schwellenländern und Japan am wenigsten und in den USA je nach Region (Chicago, New York) auch nur 30 Prozent des deutschen Niveaus, in Los Angeles hingegen fast das Gleiche.
Bei der Nutzung von Bussen und Zügen ragt abermals Luxemburg heraus, aber nicht als teuerstes Land, sondern als günstigstes. Sie ist nämlich dort kostenlos. Deutschland ist hier hingegen auffällig teuer. Einzeltickets kosten nach der Schweiz hier weltweit am meisten. Auch Taxifahrten sind vergleichsweise kostspielig. Bei Monatspässen liegt die Bundesrepublik im Mittelfeld, dank des günstigen Deutschlandtickets.
Die Studie hat nach Ansicht der Deutschen Bank gezeigt, dass „die alten Annahmen über die Orte, die teuer, und die, die günstig sind, nicht mehr überall gelten“. Hohe Gehälter garantierten kein komfortables Leben. Deswegen gehören New York, Paris und London laut der Studie auch nicht zu den lebenswertesten Städten. Hohe Lebenshaltungskosten, Luftverschmutzung, lange Pendelzeiten und teures Wohnen belasten. Besonders hohe Lebensqualität böten hingegen auf den ersten Plätzen andere europäische Städte: Luxemburg, Kopenhagen, Amsterdam – und München.

Der DAX verzeichnet zum Monatsbeginn Verluste. Auslöser sind geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die Ölpreise treiben, sowie Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen durch EZB und Fed angesichts anhaltender Inflation.

Das Ifo-Institut warnt vor einer steigenden Inflationsrate in Deutschland für 2027. Grund für die Prognose von 3,0 Prozent sind die durch den Iran-Krieg bedingten hohen Energiepreise, die langfristig auf Nahrungsmittel und Dienstleistungen durchschlagen könnten.

Im zweiten Quartal stieg die Teilzeitquote in Deutschland auf einen Rekordwert von 40,3 Prozent. Während Branchen wie das Gesundheitswesen zulegen, führt der Stellenabbau im verarbeitenden Gewerbe zu einem Rückgang der Vollzeitbeschäftigung.

Der Dax setzt seine Korrektur fort und fällt am Dienstag unter die Marke von 26.000 Punkten. Der Leitindex notiert bei 25.972 Zählern, was einem Minus von knapp einem Prozent entspricht. Experten bewerten die Entwicklung als saisonale Schwächephase.
Die Inflation in der Eurozone stieg im August auf 3,3 Prozent, getrieben durch einen Anstieg der Energiepreise um 14,3 Prozent. Angesichts der Entwicklung erwarten Experten eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank bei der nächsten Sitzung am 10. September.
Die Inflation im Euroraum stieg im August laut Eurostat-Schätzungen auf 3,3 Prozent, getrieben durch gestiegene Energiekosten infolge des Irankriegs. Dies erhöht den Druck auf die EZB für eine mögliche Leitzinserhöhung bei der Sitzung am 10. September.