
Die Gewerkschaft fordert die Rücknahme der Kündigungen von zehn Haustarifverträgen bis Ende Oktober und bereitet sich auf mögliche Streiks vor.
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Volkswagen hat Ende September zehn Haustarifverträge gekündigt, die unter anderem Arbeitszeit und Zulagen regeln. Die Friedenspflicht endet zum Jahreswechsel.
Der Ton zwischen Volkswagen und seinen Beschäftigten wird rauer. Die IG Metall warnt vor einer "gewaltigen Maschinerie", falls der Konzern die Kündigungen der Haustarifverträge nicht zurücknimmt. Zum Jahreswechsel endet die Friedenspflicht.
Im Ringen um härtere Sparmaßnahmen bei VW erhöht die IG Metall den Druck - und setzt dem Vorstand ein Ultimatum. Die Gewerkschaft verlangt, die Kündigung einer Reihe von Tarifverträgen bis Ende Oktober rückgängig zu machen. "Eine Kündigung, die man übermittelt hat, kann man auch zurücknehmen" sagte der niedersächsische IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger in Hannover. Falls das nicht geschehe, warnte er, rolle "eine gewaltige Maschinerie", die den Arbeitskampf bei Volkswagen vorbereite. "Wir suchen den Konflikt nicht, aber wir sind vorbereitet."
Volkswagen hatte Ende September zehn Tarifverträge zum Jahresende gekündigt - und damit fast alle Vereinbarungen des Haustarifs. Dort sind unter anderem Arbeitszeit, Urlaub und Zulagen geregelt. Die VW-Führung will mit Blick auf den aktuellen Kostendruck verschiedene Regelungen anpassen. Konkrete Forderungen hat das Unternehmen bisher nicht kommuniziert. Damit wären ab dem 1. Januar flächendeckende Warnstreiks in den betroffenen Werken rechtlich möglich.
Betroffen von den Kündigungen zum Jahresende sind rund 130.000 Beschäftigte der Volkswagen AG in Deutschland. Dazu gehören die Marken Volkswagen Pkw und Nutzfahrzeuge, die Komponentensparte und zentrale Konzernbereiche. Gröger wertet den Schritt als Vertrauensbruch.
Die anstehenden Tarifverhandlungen zwischen Volkswagen und der IG Metall müssen einer Vereinbarung zufolge spätestens Anfang Dezember beginnen. Gröger schlug als ersten Verhandlungstermin den 24. November vor. Geführt werden sollen die Verhandlungen nach Ansicht der Gewerkschaft an den bedrohten Standorten Emden, Hannover und Zwickau. "Tarifverhandlungen gehören nicht in die Wohlfühlzone der 13. Vorstandsetage", sagte Gröger. Sie gehörten dorthin, wo die Zukunft der Standorte auf dem Spiel stehe.
Die IG Metall fordert in der Tarifrunde fünf Prozent mehr Geld. Dabei muss es den Angaben nach aber nicht bleiben. Durch die Kündigungen sei der Raum für Forderungen eröffnet, sagte Gröger. Es gebe genaue Vorstellungen darüber, was man alles an diesen Tarifverträgen verändern oder verbessern könne. Als Beispiele nannte er eine Verlängerung der Altersteilzeit-Regelungen oder die Frage, wie weit man die Beschäftigungssicherung in die 2030er Jahre hinein fortschreiben könne. Die Gewerkschaft will demnach "zu gegebener Zeit" ein umfassendes Konzept für die Zukunft von Volkswagen vorlegen.
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Beginn der Tarifverhandlungen spätestens Anfang Dezember.
Very likely · Within weeks

IG Metall is increasing the pressure on Volkswagen in the dispute over austerity measures. Negotiator Thorsten Gröger is calling for collective bargaining agreements to be revoked and has announced preparations for labor disputes after the peace obligation ends on December 31st.

The Ver.di union has called for nationwide warning strikes for around 150,000 employees of private banks. The background is the lack of an offer from employers in the first round of collective bargaining and the demand for six percent more salary.

IG Metall is urging VW to give in in the collective bargaining dispute and is demanding that terminated contracts be withdrawn by the end of October. Otherwise, the union is threatening a massive industrial action for around 130,000 employees in Germany.

IG Metall and the VW works council are demanding the withdrawal of the terminated company collective agreements at Volkswagen. If the requirement is not met by the end of October, the union threatens to launch a labor dispute from January 1st.

BMW ended its severance program early after strong demand. According to company sources, 8,000 jobs will be cut by the end of next year. Mercedes-Benz also runs similar programs.

IG Metall is demanding that Volkswagen reverse ten collective bargaining agreements by the end of October and is otherwise threatening warning strikes. Negotiator Thorsten Gröger announced the start of collective bargaining negotiations on November 24th.