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BackWM-Aus, Grönland-Umweltverschmutzung und junge Männer: Ein Nachrichtenüberblick
WM-Aus, Grönland-Umweltverschmutzung und junge Männer: Ein Nachrichtenüberblick
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Spiegel Deutschland5d agoWorld4 min readGermany

WM-Aus, Grönland-Umweltverschmutzung und junge Männer: Ein Nachrichtenüberblick

Quick Look

  • Der deutsche WM-Titel ist futsch, und die Debatte um Bundestrainer Nagelsmann und seinen Nachfolger dreht sich um Jürgen Klopp.
  • Gleichzeitig enthüllen Recherchen Umweltverschmutzungen auf früheren US-Militärbasen in Grönland.
  • Neue Zahlen zeigen zudem, dass jeder dritte 25-Jährige in Deutschland noch bei den Eltern wohnt.

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Why It Matters

Die Berichte beleuchten das deutsche WM-Aus, Umweltverschmutzungen durch frühere US-Militärbasen in Grönland und die Wohnsituation junger Erwachsener in Deutschland.

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In den Schlagzeilen zum deutschen WM-Aus oszilliert der Sound zwischen Mitgefühl, Selbstmitleid und Häme.

Da häufen sich Berichte über die Rückreise des Noch-Bundestrainers: Julian Nagelsmann, samt »seiner Frau Lena und seiner Mutter Burgi, entschwand durch einen Hinterausgang«. Bei der dpa heißt es: »Nicht einmal mehr die schwarz-rot-goldenen Cheerleader-Pompons wurden geschwenkt. Stattdessen strömender Regen am Münchner Flughafen.« Die »Bild« titelt: »Hier landen unsere WM-Verlierer.« Nagelsmann selbst sagt: »Es würde nicht jeder unterschreiben, dass ich Bundestrainer bleibe.«

Dabei ist die Frage wahrscheinlich eher, ob Jürgen Klopp unterschreibt beim DFB. Ein Team um meinen Kollegen Jörn Meyn hat die Vorgänge im WM-Quartier der vergangenen Tage und Wochen rekonstruiert. »Wir haben mit Funktionären, Spielern, Bundesligamanagern und einflussreichen Beratern gesprochen«, sagt Jörn. »Die allermeisten wollten nicht zitiert werden. Aber das Bild, das in diesen Gesprächen entstand, ist eindrücklich.«

Demnach fiel das Team so schnell auseinander wie zuvor auf dem Rasen. »Dass Nagelsmann Bundestrainer bleibt, glaubt wohl niemand mehr im DFB«, berichten die Kollegen. »Intern gehen sie davon aus, dass es nicht mehr lange dauern wird.« Und alles deute tatsächlich auf Jürgen Klopp als Nachfolger hin. Ein Funktionär sagt: »Es wird ein Beben geben.« Und jeder Fußballfan weiß: Bebbe geht weider.

Neue Recherchen offenbaren, wie frühere US-Militärbasen die Umwelt in Grönland bis heute verschmutzen: Ölfässer, Asbest, radioaktives Wasser und Schwermetalle lagern teils unter freiem Himmel, wie meine Kollegin Sara Wess und mein Kollege Jan Petter berichten.

Die Recherchen der dänischen Tageszeitung »Politiken«, wie der SPIEGEL Teil des Netzwerks European Investigative Collaborations (EIC), zeigen erstmals das Ausmaß der Umweltschäden an 36 früheren US-Stützpunkten. Tausende Seiten bislang unbekannter Berichte und interner Dokumente liefern Einblicke zu der Art und Weise, wie die US-Amerikaner ihre Basen hinterlassen hatten. Zudem recherchierte ein Team vor Ort.

»In dem Fall geht es nicht nur um historische Verantwortung, sondern auch um die Gegenwart«, berichten Jan und Sara. »Seit Monaten verhandeln Vertreter der USA, Dänemarks und Grönlands über die Zukunft der weltgrößten Insel.« Laut Insiderberichten soll die Basis Narsarsuaq wiederbelebt werden, das dänische Königreich hat den Amerikanern schon vor Monaten nahezu freie Hand gegeben. »Fraglich ist, ob und in welchem Ausmaß Washington den Schutz der grönländischen Umwelt dieses Mal gewährleisten wird.«

Beim Anblick der neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes grölt die innere Stimme: Ausziehen, ausziehen! Denn die Daten zeigen: Jeder dritte 25-Jährige in Deutschland hat im vergangenen Jahr noch bei den Eltern gewohnt. Damit ist der Wert noch einmal gestiegen (hier mehr).

Und es zeigt sich ein deutlicher Geschlechter-Gap, der über die Jahre bestehen bleibt:

Bei den Männern waren 36 Prozent mit 25 Jahren noch nicht ausgezogen, bei den Frauen nur 23 Prozent.

Mit 30 Jahren wohnten laut Statistikamt noch 13 Prozent der Söhne im Elternhaushalt, aber nur sieben Prozent der Töchter.

Mit 40 Jahren sank dieser Anteil demnach auf fünf Prozent bei den Männern und zwei Prozent bei den Frauen.

Das passt zur Erzählung vom jungen, abgehängten, unselbstständigen Mann, die seit einiger Zeit umher geistert. In den USA unter anderem befeuert von Scott Galloway, Ökonom, Unternehmer und Professor an der New York University. Außerdem Vater zweier Söhne und ein begnadeter Selbstvermarkter, der als Prof G in Podcasts und Social-Videos auftritt. In seinem Buch »On Being a Man« verquirlt Galloway fundierte Statistiken, anekdotische Evidenz und eigene Glaubenssätze zu Tipps für Eltern und Söhne.

»Nur jeder dritte junge Mann unter 30 ist in einer Beziehung, im Vergleich zu zwei von drei Frauen«, sagte Galloway neulich meinem Kollegen Marvin Rishi Krishan (hier mehr dazu ). Seine These lässt sich verdichten zur Formel: Weniger Wohlstand + weniger Sex = mehr Frust. Zu Galloways wichtigsten Ratschlägen an junge Männer gehört: Geht raus, und zwar jeden Tag, verlasst euer Zuhause, lernt Leute kennen. Und ja, es gehört dazu, sich Abfuhren von Frauen zu holen. Ihr haltet das aus (Mini-Clip hier ).

Mehr Hintergrund hier: Was haben die Käfigkämpfe am Weißen Haus mit der Manosphere zu tun?

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Jürgen Klopp wird neuer Bundestrainer.

    Likely · Within months

Open Questions

  • Wer wird neuer Bundestrainer?
  • Wie wird die Umweltverschmutzung in Grönland behoben?
  • Warum wohnen so viele junge Männer noch bei den Eltern?

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This article was originally published by Spiegel Deutschland.

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