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Zoos in Mecklenburg-Vorpommern kühlen ihre Tiere bei Hitze mit Eis und Duschen
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Die Zeit6/27/2026Other4 min readGermany

Zoos in Mecklenburg-Vorpommern kühlen ihre Tiere bei Hitze mit Eis und Duschen

Quick Look

  • Zoos in Mecklenburg-Vorpommern setzen bei Hitze auf kreative Kühlmethoden für ihre Tiere.
  • Von Eisbomben für Robben und Eisbären über Duschen für Ameisenbären bis hin zu Wassersprengern für Enten – jede Tierart erhält angepasste Erfrischung.
  • Auch Schattenplätze und natürliche Gegebenheiten wie Seen werden genutzt.

AI-generated summary

Why It Matters

Bei hohen Temperaturen ergreifen Zoos in Mecklenburg-Vorpommern verschiedene Maßnahmen, um ihre Tiere zu kühlen. Diese reichen von Eisbomben und Duschen bis zur Nutzung von Schattenplätzen und natürlichen Gewässern.

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Duschen für Ameisenbären, Wassersprenger für Enten und Tiefkühlkost für Raubtiere: An heißen Tagen erfrischen die Zoos in Mecklenburg-Vorpommern ihre Schützlinge - je nach Art teils mit unterschiedlichen Mitteln. Die Robben im Rostocker Zoo etwa erhalten sogenannte Eisbomben. Dabei handelt es sich um Futter, etwa Fisch, das in Eisblöcken eingefroren ist. Diese werden auch ins Wasser geworfen, damit die Tiere spielerisch an ihr Futter kommen und sich dabei abkühlen.

Auch die Rostocker Eisbären werden mit Eisbomben versorgt. Zudem verfügen sie laut Zoo über große, kühle, beschattete Boxen aus Beton, die auch bei extremen Außentemperaturen eine angenehme Rückzugsmöglichkeit bieten. «Da die Tiere in Europa geboren wurden, sind sie bis zu einem gewissen Grad an die hiesigen Temperaturen gewöhnt», erklärt eine Sprecherin. Ihre großen Wasserbecken stünden ebenfalls zur Abkühlung bereit. «An besonders heißen Tagen sorgen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger für eine direkte, erfrischende Dusche.»

Rote Pandas verziehen sich in Baumkronen

Im Zoo Schwerin würden etwa die Ameisenbären abgeduscht, sagt Sprecherin Anne Schilling. «Es geht einfach darum, dass die auch relativ dichtes Fell haben, dass die immer mal wieder eine Erfrischung haben.» Grundsätzlich könnten sie die Temperaturen aber gut vertragen. «Tiere, die das zum Beispiel jetzt nicht so mögen, sind beispielsweise die Westlichen Roten Pandas.» Diese stammten aus dem Himalaya-Gebirge. Sie zögen sich mitunter in schattige Baumkronen zurück.

Anderen Arten mache die Hitze hingegen nichts aus, etwa den Nashörnern. «Die sind da relativ robust, die liegen trotzdem auch in der Sonne», sagt Schilling.

Grundsätzlich arrangierten sich die Tiere mit der Hitze. «Unser Tiger beispielsweise, der ja auch schon etwas älter ist, der liegt dann den ganzen Tag im schattigen, kühlen Gras.» Wie andere Raubtiere bekomme er zudem Eisbomben. Auch im Zoo Stralsund gibt es nach dortigen Angaben mitunter Eisbomben für Tiere.

Wassersprenger für Enten

Selbst die dortigen Polarwölfe oder Schnee-Eulen kämen aus Regionen, in denen es während des arktischen Sommers ebenfalls sehr warm werden könne. Anders als in ihren Herkunftsgebieten, den nordischen Tundren, könnten sie im Zoo den Schatten der Bäume nutzen. «Für Tierarten aus tropischen Herkunftsgebieten sind die Temperaturen absolut problemlos», heißt es aus Stralsund.

In Rostock werden nach dortigen Angaben für Entenvögel großflächig Wassersprenger aufgestellt. «Die Tiere nutzen das feuchte Grün erfahrungsgemäß sehr intensiv und setzen sich mit Vorliebe ins nasse, kühle Gras.»

Schilling sagt: «Am Ende ist es dann bei den Tieren wie bei den Menschen, die Aktivität wird eben entsprechend heruntergefahren. Das ist jetzt nicht das Wetter, wo man zu Höchstleistungen aufläuft.»

Seen zum Baden in Schwerin gleich nebenan

Die Tiergärten verweisen zudem auf die günstigen Gegebenheiten vor Ort - vor allem die Bäume, die Schatten spenden. «Dank unseres historischen und dichten Baumbestandes gibt es auf nahezu allen Anlagen sowie entlang der Besucherwege großzügige, natürliche Schattenzonen», heißt es aus Rostock. In Schwerin verweist man ebenfalls auf die Waldlage. Hinzu kämen die benachbarten Seen. «Wer möchte, kann theoretisch auch erst kurz einmal im Schweriner See baden gehen oder am Faulensee, und dann geht er danach in den Zoo und im Anschluss geht er wieder an die Badestelle», so Schillings Vorschlag.

Zusätzlich habe man jüngst eine Wassersprengeranlage von der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft Schwerin (WAG) geschenkt bekommen. Mit dieser könnten sich Besucher zusätzlich abkühlen.

Einschränkungen für Besucherinnen oder Besucher gab es nach jüngsten Angaben nicht. Möglich wäre nach Angaben aus Stralsund dort etwa ein Rauchverbot auf den Besucherwegen, sobald bei länger anhaltender Trockenheit eine Waldbrandwarnstufe ausgerufen wird.

Open Questions

  • Gibt es spezifische Tiere, die besonders unter der Hitze leiden?
  • Wie werden die Tiere auf lange Sicht an steigende Temperaturen angepasst?

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This article was originally published by Die Zeit.

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