Eine Langzeitstudie der Unfallforschung der Versicherer zeigt, dass aggressives Verhalten bei Autofahrern und Radfahrern seit rund zehn Jahren zunimmt.
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Langzeitstudie der Unfallforschung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zu aggressivem Verhalten im Straßenverkehr.
Die Aggression im deutschen Straßenverkehr hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Das geht aus einer am Montag in Berlin vorgestellten Langzeitstudie der Unfallforschung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Demnach verschlechterten sich beinahe alle erhobenen Werte zur Messung von aggressivem Verhalten. Der Trend halte bereits seit etwa zehn Jahren an.
„Jeder zweite Autofahrer muss sich sofort abreagieren, wenn er sich über andere ärgert“, erklärte die Leiterin der GDV-Unfallforschung, Kirstin Zeidler, zu den Ergebnissen. 47 Prozent der Autofahrer drängelten den Daten zufolge, wenn der Verkehr ihnen zu langsam erschien. 32 Prozent scherten nach dem Überholen so dicht ein, dass andere Fahrzeuge bremsen mussten.
Auch bei den Radfahrern deutet die Umfrage auf ein zunehmend aggressives Verkehrsverhalten hin. 43 Prozent von ihnen erzwingen demnach hin und wieder die Vorfahrt – nach 28 Prozent bei der Umfrage aus dem Jahr 2023. Fast jeder zweite überholte Autos auch links oder schlängelte sich durch den Verkehr.

Zwei Jahre nach Einführung des THC-Grenzwerts von 3,5 Nanogramm zeigt eine Umfrage des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft, dass regelmäßige Konsumenten weiterhin bekifft Auto fahren. Die Abschreckungswirkung bleibt laut Unfallforschung gering.
Laut Statistischen Bundesamt stieg die Zahl getöteter oder verletzter Kinder im Straßenverkehr im vergangenen Jahr um 7 Prozent auf 29.270. Auch die Zahl getöteter Kinder erhöhte sich auf 74, besonders stark bei den unter Sechsjährigen.

In den ostdeutschen Bundesländern ist der Anteil der 15- bis 24-Jährigen laut Statistischem Bundesamt besonders gering. Bundesweit liegt der Schnitt bei 10 Prozent, während Stadtstaaten und Länder wie Bremen und Baden-Württemberg höhere Werte verzeichnen.

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