Zwei Behördenmitarbeiter bei Waffenkontrolle erschossen – neue Hintergründe zum Schützen bekannt
In Berngau im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz wurden zwei Mitarbeiter des Landratsamtes bei einer Routinekontrolle erschossen. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.
Quick Look
- Bei einer Routinekontrolle eines registrierten Waffenbesitzers in Berngau wurden zwei Mitarbeiter des Landratsamtes Neumarkt in der Oberpfalz erschossen.
- Der mutmaßliche Schütze, ein 60-jähriger Jäger und Sportschütze, wurde festgenommen.
AI-generated summary
Why It Matters
Bei einer Routinekontrolle registrierter Waffenbesitzer in Berngau wurden am Donnerstagnachmittag zwei Mitarbeiter des Landratsamtes getötet.
Der Schütze von Berngau ist laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Jäger und Sportschütze. Polizeilich sei der 60-Jährige nach aktuellem Stand der Ermittlungen zuvor nicht bekannt gewesen, sagte Herrmann am Rande eines Termins in Oberschleißheim. Auch Hinweise auf eine extremistische Gesinnung gebe es bislang nicht.
Das Motiv des Deutschen sei weiterhin unklar. Weder Staatsschutz noch Verfassungsschutz hätten bisher entsprechende Erkenntnisse über ihn. Ermittelt werde in alle Richtungen, unter anderem werde geprüft, ob es in der Vergangenheit Kontakte des Mannes zum Landratsamt Neumarkt in der Oberpfalz gegeben habe. Laut Waffenregister besaß er als Jäger und Sportschütze zehn Waffen legal.
Am Donnerstagnachmittag waren bei einer Routinekontrolle eines registrierten Waffenbesitzers in Berngau eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter des Landratsamtes erschossen worden – mutmaßlich von dem Mann, den sie kontrollieren sollten. Der Verdächtige wurde festgenommen.
Die „Bild“-Zeitung berichtete, dass the Schütze selbst bei der Polizei angerufen habe. „Bei mir liegt eine Frau tot auf der Treppe“, soll er den Beamten laut dem Bericht mitgeteilt haben.
Bestürzung in der Gemeinde
In der Gemeinde mit rund 2600 Einwohnern herrscht nach der Tat große Bestürzung. „Die Betroffenheit ist enorm“, sagte Bürgermeister Thomas Meier der Deutschen Presse-Agentur. Die Menschen zeigten viel Mitgefühl mit den Angehörigen. Eine Anwohnerin sprach von einem „eigentlich friedlichen Dorf“ und berichtete von großer Sprachlosigkeit nach der Tat. In der örtlichen Schule unterstützt ein Krisenteam Schüler bei der Verarbeitung der Ereignisse.
Auch andere Bewohner schilderten Verunsicherung während des stundenlangen Polizeieinsatzes. Ein Fahrschullehrer, der zur Tatzeit in Berngau unterwegs war, sprach von einer sehr verstörenden Tat. „Die Leute sind sehr bedrückt. Man merkt das auch. Die Leute sind sehr schockiert.“ Er sei „strikt gegen privaten Waffenbesitz“.
Was über den Schützen bekannt ist
Nach Angaben des Bürgermeisters war der mutmaßliche Schütze im Ort kaum integriert. Er sei nach seinem Wissen weder in Vereinen noch in Gruppierungen aktiv gewesen. Auch in einem örtlichen Schützenverein soll er nicht Mitglied gewesen sein.
Der Mann besaß laut Herrmann seine Waffen legal. In Bayern würden jährlich mindestens 60.000 Waffenkontrollen durchgeführt. Vergleichbare Vorfälle habe es bei solchen Kontrollen in den vergangenen Jahren nicht gegeben. Man werde die Abläufe nun gemeinsam mit den Kreisverwaltungsbehörden überprüfen. Die bisherigen Erkenntnisse lieferten allerdings noch keine Hinweise darauf, was künftig anders gemacht werden könne, sagte Herrmann.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Überprüfung der Abläufe von Waffenkontrollen in Bayern
Likely · Within weeks
Open Questions
- Welches Motiv hatte der Schütze?
- Gab es frühere Kontakte zum Landratsamt?

