Zwei Deutsche wegen Spionageverdachts für China in München festgenommen
Quick Look
- Zwei deutsche Staatsangehörige, Xuejun C. und Hua S., wurden in München wegen des Verdachts der Spionage für China festgenommen.
- Sie sollen versucht haben, an militärisch nutzbare Hochtechnologieinformationen zu gelangen.
AI-generated summary
Why It Matters
Zwei deutsche Staatsangehörige wurden in München festgenommen, da sie verdächtigt werden, für einen chinesischen Nachrichtendienst tätig gewesen zu sein. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen vor, Informationen über militärisch nutzbare Hochtechnologie beschafft zu haben.
München. Wegen des Verdachts geheimdienstlicher Agententätigkeit sind in München zwei deutsche Staatsangehörige festgenommen worden. Xuejun C. und Hua S. sollen nach Angaben der Bundesanwaltschaft für einen chinesischen Nachrichtendienst gearbeitet haben.
Den Eheleuten werde vorgeworfen, „an wissenschaftliche Informationen über militärisch nutzbare Hochtechnologie“ gelangen zu wollen, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. Dazu hätten sie Kontakte zu Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen aufgebaut, insbesondere in Luft- und Raumfahrttechnik, Informatik sowie Künstlicher Intelligenz. Im Visier hatten die Beschuldigten laut einem Bericht des „Spiegel“ unter anderem die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule in Aachen.
Nach Darstellung der Ermittler tarnten sich die Beschuldigten gegenüber Forschern teils „als Dolmetscher oder Mitarbeiter eines Automobilherstellers“. Einige Wissenschaftler seien unter dem Vorwand nach China gelockt worden, gegen Honorar Vorträge vor zivilem Publikum zu halten. Tatsächlich hätten diese Auftritte laut Bundesanwaltschaft „vor Angehörigen staatlicher Rüstungsunternehmen“ stattgefunden.
Open Questions
- Welche spezifischen militärisch nutzbaren Technologien waren im Visier?
- Wie lange lief die mutmaßliche Spionagetätigkeit bereits?
- Gab es weitere Beteiligte oder Mittäter?
- Wie reagiert die chinesische Regierung auf die Festnahmen?
