Zwei Jahre Bewährung für Jäger nach tödlichem Schuss in Mecklenburg-Vorpommern
Staatsanwaltschaft fordert nach tödlichem Jagdunfall im Landkreis Ludwigslust-Parchim Bewährungsstrafe für 52-Jährigen.
Quick Look
- Nach einem tödlichen Jagdunfall Anfang 2025 in Mecklenburg-Vorpommern hat die Staatsanwaltschaft zwei Jahre Freiheitsstrafe auf Bewährung für einen Jäger gefordert.
- Der Angeklagte hatte seinen besten Freund im Dunkeln für ein Wildschwein gehalten.
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Why It Matters
Anfang Januar 2025 kam es bei einer Gemeinschaftsjagd in Mustin zu einem tödlichen Jagdunfall, bei dem ein Jäger seinen besten Freund irrtümlich für ein Wildschwein hielt.
Für den tödlichen Schuss eines Jägers aus Niedersachsen auf einen Jägerfreund bei einer Jagd in Mecklenburg-Vorpommern hat die Staatsanwaltschaft zwei Jahre Freiheitsstrafe auf Bewährung gefordert. Er sehe den Tatbestand der fahrlässigen Tötung erfüllt, sagte der Staatsanwalt am letzten Tag des Prozesses um den tödlichen Jagdunfall Anfang 2025 am Amtsgericht Ludwigslust. Der Angeklagte habe leichtsinnig gehandelt und sich mehrerer Pflichtverletzungen schuldig gemacht.
Der Verteidiger des 52-Jährigen aus Cloppenburg forderte eine milde Bewährungsstrafe. Das Urteil soll am Nachmittag gesprochen werden.
Der Angeklagte hatte während des Prozesses erklärt, er bedauere den tödlichen Zwischenfall zutiefst. Er sei erschüttert und bereue zutiefst, was geschehen sei. Das Opfer war demnach sein bester Freund.
Jagdfreund für Wildschwein gehalten
Der tödliche Jagdunfall hatte sich Anfang Januar 2025 bei einer Gemeinschaftsjagd bei Mustin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ereignet. Es war Abend und bereits dunkel. Das 48 Jahre alte Opfer, ebenfalls aus der Region Cloppenburg, saß auf einem benachbarten Hochsitz 142 Meter entfernt vom Hochsitz des Angeklagten. Das Opfer wurde von der Kugel in den Hals getroffen und verblutete.
Der Schütze hatte laut Anklage und nach eigener Aussage seinen Jägerfreund für ein Wildschwein gehalten. Sein Wärmebildgerät hatte demnach bei starker Vergrößerung des Zielfernrohrs nur ein stark verpixeltes Bild geliefert, eigentlich nur einen hellen Punkt. Das bestätigten Sachverständige, die im Prozess aussagten. Weitere Überprüfungen, worum es sich bei dem angezeigten Objekt wirklich handelte, waren demnach unterblieben.
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Urteilsverkündung am Nachmittag
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