AfD lehnt BSW-Vorschlag für Rededuell zwischen Weidel und Wagenknecht ab
Hızlı Bakış
- Die AfD hat einen Vorschlag des BSW für öffentliche Rededuelle zwischen Alice Weidel und Sahra Wagenknecht in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern abgelehnt.
- BSW-Chef Fabio de Masi kritisierte die Absage scharf, während der Vorschlag intern beim BSW für Unruhe sorgte.
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Die BSW-Spitze hatte der AfD vorgeschlagen, bei den anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gegenseitig von gemeinsamen Rededuellen zwischen Alice Weidel und Sahra Wagenknecht zu profitieren. Der Brief des BSW lag dem SPIEGEL vor.
Die BSW-Spitze hatte am vergangenen Freitag der AfD in einem Brief vorgeschlagen, bei den anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gegenseitig von gemeinsamen Rededuellen zu profitieren. Der Brief liegt dem SPIEGEL vor. Konkret sollte sich Weidel mit BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht duellieren. Man könne je eine Veranstaltung in Magdeburg und eine in Schwerin abhalten, auf die Spielregeln könne man sich noch verständigen.
Aus Sicht des BSW sei das im Interesse der Wählenden: Abseits angeblich festgefahrener Wahlformate würden mit Weidel und Wagenknecht »zwei Frauen, die Hallen und Marktplätze füllen«, die politische Debatte wieder in die Mitte der Gesellschaft holen. Im Brief betonte die BSW-Spitze, wo sie Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede im Programm mit den Rechtsextremen sieht, die man diskutieren könne. Auch Weidels Büro sprach nun von Gemeinsamkeiten, etwa weil man gemeinsam für Diplomatie einstünde und für die sofortige Beendigung des Ukrainekriegs eintrete.
Beim BSW ist man über die Absage wenig erfreut. »Frau Weidel kneift und hat Angst, ein Duell mit Sahra Wagenknecht zu verlieren«, sagt Parteichef Fabio de Masi dem SPIEGEL. Die AfD müsse Weidel im Osten verstecken, »weil die Ex-Goldman-Sachs-Bankerin in Wahrheit mit der CDU das Land totrüsten und die Renten kürzen will«. Dass sie das Duell verwehre sei unsouverän, »die AfD kritisiert das Establishment, bereitet sich aber auf eine Kooperation mit der CDU vor«.
In der Wagenknecht-Partei sorgte der Brief der Vorsitzenden Amira Mohamed Ali und de Masi für Unruhe. Viele Mitglieder kritisierten die Nähe zu den Rechtsextremen, einige kündigten ihren Parteiaustritt an. Wagenknecht schlägt rhetorisch schon länger eine Brücke zur AfD, spricht etwa auch von »propagandistischem Staatsfunk« mit Blick auf die öffentlich-rechtlichen Medien.
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- Wie wirkt sich die Absage auf die Wahlkämpfe aus?
- Wie stabil ist die BSW-Partei nach der internen Kritik?
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