Robbe Neil legt Verkehr lahm und sorgt für Aufsehen in Tasmanien
نظرة سريعة
- Eine junge Robbe namens Neil sorgt in Tasmanien für Aufsehen, indem sie den Verkehr lahmlegt und sich an Autos reibt.
- Tierschützer warnen vor Gefahren, während die Behörden versuchen, die Situation mit Straßensperren zu managen.
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Eine junge Robbe namens Neil sorgt in Tasmanien für Aufsehen, indem sie den Verkehr lahmlegt und sich an Autos reibt. Tierschützer warnen vor Gefahren, während die Behörden versuchen, die Situation mit Straßensperren zu managen.
Neil ist fünf, das ist in Robbenjahren gerechnet etwa Teenager-Alter, was erklärt, wieso er mit seinen etwa 1000 Kilo Körpergewicht eine Schneise der Verwüstung schlägt.
Er kehrt, wie es für Robben üblich ist, zweimal im Jahr nach Hause auf die Tasman-Halbinsel zurück, wo er in der Salem Bay geboren wurde, um sich zu häuten. Die meisten seiner Artgenossen leben Tausende Kilometer südlich auf der Macquarie- und der Heardinsel. Die Internationale Union für Naturschutz hat den Südlichen See-Elefanten übrigens kürzlich auf „gefährdet“ hochgestuft.
Tasmanien liegt ganz unten im Südosten Australiens, früher dachte man, dass es von dort aus keine Wiederkehr gibt. Es ist bekannt für die ehemalige Port-Arthur-Strafkolonie. Doch da wir nicht mehr im 18. Jahrhundert leben, schaffen es die Bilder von Neils Eskapaden um den gesamten Globus. Das wiederum zieht immer mehr Schaulustige an, weswegen die Behörden nun warnen, dass man Neil gegebenenfalls einschläfern müsse, wenn die Menschen nicht ausreichend Abstand halten.
Er ist der Einzige in Tasmanien, der den Verkehr lahmlegen und alle ignorieren kann – und trotzdem geliebt wird.
Jacqui Lambie, tasmanische Senatorin
Bilder von Neil zeigen, wie er sich putzig am Zaun einer Tankstelle räkelt und seinen Bauch mit seinen Flossen tätschelt, wie Barbapapa beim Mittagsschlaf. Doch die Bilder sind trügerisch, noch ist Neil nur etwa drei Meter lang, aber ausgewachsene See-Elefanten erreichen ein Gewicht von 3500 bis 4000 Kilogramm. Spätestens dann wird er gefährlich, ob er will oder nicht. Der Tierschützer Cory Young erklärte dem Sender ABC, es brauche einen Plan, bevor Neil diese Größe erreiche. „Wir müssen meiner Meinung nach jetzt handeln, bevor er tatsächlich zwei oder drei Tonnen wiegt“, sagte Young. Bei dem Interview trug er ein T-Shirt mit dem Bild einer Robbe darauf, die auf einer Motorhaube sitzt.
Dass Neil sich auf Straßenpoller und Autos wirft, hat laut Young einen einfachen Grund: Er versucht, seine überschüssige Haut loszuwerden, „im Grunde juckt es ihn am ganzen Körper, und er versucht, dieses Jucken zu lindern“.
Damit wird er zur Bedrohung für diejenigen, die ihm zu nahe kommen, beispielsweise um ein Foto oder Filmchen mit ihm zu machen. Tierschützer und Lokalpolitiker fordern nun strengere Regeln – einerseits zu Neils Schutz, andererseits aber auch, um seine Fans vor Unfällen zu schützen. Das Umweltministerium versucht, das Problem einstweilen mit Umleitungen und Straßensperren zu umgehen, auf denen „Seal on the Road“ zu lesen ist. Schaulustigen wird geraten, einen Mindestabstand von 20 Metern einzuhalten.
Doch der Mensch will unbedingt zum Tier, wenn er es süß findet und doof genug ist. Das mussten auch die Wachleute im Ichikawa City Zoo in der Nähe von Tokio feststellen, in dem der kleine Japanmakak Punch lebt, der im Februar weltbekannt wurde, weil seine Mutter ihn verstoßen hatte und er Trost bei einem Stofftier suchte. Im Mai wurden zwei US-Amerikaner festgenommen, nachdem sie in das Affengehege gesprungen waren, um sich mit Punch zu filmen.
Der tasmanische Premierminister Jeremy Rockliff setzt trotzdem auf die Vernunft der Leute. „Wir müssen gesunden Menschenverstand nicht gesetzlich regeln“, sagte er auf einer Pressekonferenz. „Es gibt sehr klare Richtlinien im Umgang mit der Robbe Neil: Achten Sie darauf, dass Ihre Hunde angeleint sind, und halten Sie einen Sicherheitsabstand von mindestens 20 Metern ein.“ Die Senatorin Jacqui Lambie äußerte sich im Guardian zu Neil: „Er ist der Einzige in Tasmanien, der den Verkehr lahmlegen und alle ignorieren kann – und trotzdem geliebt wird.“
Die Frage ist, wie intensiv Neil die Menschen zurückliebt. Es besteht nämlich durchaus die Möglichkeit, dass die Robbe ziemlich einsam ist, da sie in dieser Gegend keine Artgenossen findet. Normalerweise schlafen Robben eng aneinandergekuschelt, das könnte auch der Grund sein, wieso Neil sich gerne an Zäune und Autos drückt.
Fast 30 000 Menschen haben laut ABC mittlerweile eine Petition unterzeichnet, die sich für die Einrichtung von Schutzzonen um Neils bekannte Aufenthaltsorte ausspricht, um es „für Touristen und Nichteinwohner rechtswidrig zu machen, in Neils Lebensraum einzudringen“. Wie effektiv diese Schutzräume wären, sei dahingestellt. Welcher Teenager hält sich schon an Zonen, wenn es darum geht, Chaos anzurichten?
ما الذي يجب مراقبته
توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق
Behörden müssen Neil möglicherweise einschläfern, wenn Menschen keinen Abstand halten.
محتمل · خلال أشهر
Ein Plan zur Sicherung Neils wird entwickelt, bevor er zu gefährlich wird.
مرجح · خلال أشهر
أسئلة مفتوحة
- Wie wird Neil auf dauerhafte Schutzmaßnahmen reagieren?
- Wird die Öffentlichkeit die Abstandsregeln einhalten können?
- Wird Neil einsam bleiben, da er keine Artgenossen findet?


