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Thüringer Wirtschaftsministerin sieht Rüstungsindustrie als "Übergangsstrategie"
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Thüringer Wirtschaftsministerin sieht Rüstungsindustrie als "Übergangsstrategie"

Auf einen Blick

  • Wirtschaftsministerin Boos-John (CDU) bezeichnet das stärkere Engagement von Thüringer Unternehmen in der Rüstungsindustrie als "Übergangsstrategie".
  • Sie betont, dass dies keine langfristige Lösung für den Strukturwandel sei, insbesondere für Automobilzulieferer, und dass der Fokus auf friedliche Lösungen liegen sollte, auch wenn kurzfristig Milliarden für Verteidigung ausgegeben werden.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Thüringer Automobilzulieferer befinden sich in einem schwierigen Strukturwandel, weg vom Verbrenner hin zum Elektromotor. Die Landesarbeitsagentur schlug vor, Kapazitäten für die Rüstungsindustrie zu nutzen.

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Ein stärkeres Engagement von Thüringer Unternehmen im Bereich Militärtechnik ist aus Sicht von Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) keine langfristige Lösung für Absatzprobleme einiger Branchen.

«Die Rüstungsindustrie ist für Thüringen eine Übergangsstrategie», sagte Boos-John der Deutschen Presse-Agentur.

Alleine in diesem Jahr würden in Deutschland 100 Milliarden Euro für Verteidigung ausgegeben.

Deshalb sei es richtig, dass ein Teil dieses Geldes in Thüringen bleibe.

«Trotzdem ist es keine langfristige Strategie, bei unserem Transformationsprozess zu stark auf die Rüstungsindustrie zu setzen, im Grund wünschen wir uns doch alle, in einer friedlichen Welt zu leben», sagte die CDU-Politikerin.

Ihr gehe es nicht darum, reihenweise Panzerfabriken oder Ähnliches nach Thüringen zu holen.

Insbesondere Thüringer Automobilzulieferer stecken seit Jahren in einem schwierigen Strukturwandel.

Jobs in der Branche sind weggefallen oder stehen auf der Kippe.

Die Unternehmen leiden vor allem unter der Transformation der Autoindustrie weg vom Verbrenner hin zum Elektromotor.

Optik und Sensorik stark in Thüringen

Als einer der ersten hatte der Chef der Landesarbeitsagentur, Markus Behrens, Mitte 2025 die Idee formuliert, die Unternehmen könnten einen Teil ihrer Kapazitäten für die Rüstungsindustrie zur Verfügung stellen und so Aufträge generieren.

Bei vielen von ihnen sei das nötige Wissen vorhanden, um als Zulieferer im Bereich Militärtechnik zu arbeiten.

«Dass es zu einer Wiederbelebung der alten Automobilindustrie kommt, ist sehr unwahrscheinlich.»

Dass der Bund in den nächsten Jahren viele Milliarden Euro in die Rüstungsbranche investieren wolle, verspreche eine sichere Auftragslage.

Boos-John verweise auf viele Unternehmen, die vor allem im Großraum Jena angesiedelt sind und in den Bereichen Optik und Sensorik zu den globalen Marktführern in ihrem Segment gehörten.

«Das ist natürlich eine Branche, die prädestiniert dafür ist, zum Beispiel bei der Entwicklung von Drohnen eine große Rolle zu spielen, aber nicht nur im militärischen Sinne», sagte Boos-John.

Drohnen ließen sich militärisch und zivil nutzen.

«Solche Ansätze werden wir als Land in jedem Fall unterstützen.»

Ob sich ein Thüringer Unternehmen in der Rüstungsbranche engagiere, sei letztlich immer eine unternehmerische Entscheidung, niemals die der Landesregierung.

«Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer», sagte Boos-John.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Bund investiert Milliarden in Rüstungsbranche, sichert Auftragslage.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Jahren

Offene Fragen

  • Welche spezifischen Thüringer Unternehmen sind bereits in der Rüstungsbranche aktiv?
  • Welche zivilen Anwendungen von Drohnentechnologie werden konkret gefördert?

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This article was originally published by Die Zeit.

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