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Deutschland scheitert bei Uno-Sicherheitsrat-Bewerbung, Rauch über Sankt Petersburg, Schutz vor Wildschweinen, Pianistin gegen KI-Musik
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Spiegel Deutschland·10h ago·🇩🇪Germany·World

Deutschland scheitert bei Uno-Sicherheitsrat-Bewerbung, Rauch über Sankt Petersburg, Schutz vor Wildschweinen, Pianistin gegen KI-Musik

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#VereinteNationen#Uno-Sicherheitsrat#SanktPetersburg#Wirtschaftsgipfel#Wildschweine#KünstlicheIntelligenz#Spotify#PianistinJohannaSummer
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In New York wohnte er tagelang in einem Hotel, nahe den Vereinten Nationen am East River. Was nach einem ausgedehnten Städtetrip klingt, war harte Arbeit für einen norddeutschen Introvertierten, der Gäste gern mit einem trockenen »Moin« begrüßt.

»Der deutsche Chefdiplomat nimmt an Konferenzen teil, lädt zu Empfängen, trifft Außenminister und Uno-Botschafter möglichst vieler Länder«, schrieb mein Kollege Christoph Schult (hier mehr dazu ).

Das Ziel der außenpolitischen Mission war ein nicht ständiger Sitz im Uno-Sicherheitsrat für die kommenden zwei Jahre.

Eine Kandidatur für den Sicherheitsrat sei, so umschreibt es Christoph Schult, ein höchst »transaktionales Geschäft«. Ein Tauschhandel also, bei dem Wadephul auch vermessen konnte, wie viel das deutsche Wort in der Welt aktuell wert ist. Bundeskanzler Merz ist nicht durch außerordentliche Unterstützung der Mission aufgefallen. Um es mit einem Filmklassiker zu sagen: Wadephul allein in New York.

Um die zwei verfügbaren Plätze konkurrierten neben Deutschland noch Österreich und Portugal, es fand also ein europäisches Wettschmeicheln statt, das zwei Gewinner kennt und einen Verlierer.

Die Abstimmung in der Uno-Vollversammlung ist am frühen Abend deutscher Zeit zu Ende gegangen und die Bundesregierung rutscht in die nächste Mini-Krise. Anders als erhofft haben sich die Völker der Welt gegen die deutsche Bewerbung entschieden. Deutschland hat keinen sitzen.

Wo ist eigentlich der Außenkanzler Merz, wenn man ihn braucht?

Lesen Sie hier mehr: Deutschland scheitert mit Bewerbung für Sitz im Uno-Sicherheitsrat

2. Rauch über Sankt Petersburg

Der Krieg durchkreuzt Pläne, das ist das Grausame und Alltägliche an ihm. In der Ukraine durchkreuzt er alle Pläne und Hoffnungen ukrainischer Familien, weil in ihre Häuser Raketen einschlagen. Auf der anderen Seite, im Land des Aggressors, durchkreuzt der Krieg aktuell den Plan des russischen Präsidenten, einen unbeschwerten Wirtschaftsgipfel abzuhalten, mit Gästen aus aller Welt. In Putins Heimatstadt Sankt Petersburg wehen die Gipfelflaggen im Wind, während im Himmel Rauchsäulen stehen (hier mehr). Ein Zeichen der russischen Schwäche.

Aber haben Sie sich schon einmal gefragt, wie man sich vor Wildschweinen schützt? Das Schmunzeln vergeht einem schnell, wenn man jüngste Meldungen aus Nürnberg liest. Ein Wildschwein wütete vergangene Nacht im Süden der Stadt, verwüstete Gärten und verletzte eine Frau. Dass die gedrungenen Tiere nicht nur ein kulinarisches Thema der Toskana sind, sondern eine reale (wenn auch immer noch rare) Bedrohung hierzulande, arbeitet SPIEGEL-Kollege Bastian Midasch mit Expertenstimmen überzeugend auf (lesen Sie hier mehr ).

Die Zahl der Wildschweine werde in Deutschland auf über eine Million geschätzt, sie sind im gesamten Bundesgebiet verbreitet und dringen zunehmend in Städte vor. Es ist also tatsächlich nützlich, zu wissen, was man im Ernstfall macht. Kurz gesagt: Ruhe bewahren. Für die Langfassung empfehle ich den Text des Kollegen Midasch.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte: So schützen Sie sich und Ihren Garten vor Wildschweinen

Es ist einer der großen Irrtümer der Gegenwart, dass die Schaffenskraft des Menschen überholt sei, überrundet von der Genialität der künstlichen Intelligenz. Im Gegenteil – so ist mein Eindruck – wird das Bedürfnis nach genuin Menschlichem, nach menschlichem Handwerk und menschlicher Kunst größer, je mehr die ratternden KI-Maschinen unsere Welt überfluten mit generischem Schlamm. Eine in diesem Sinne hoffnungsvolle und kämpferische Geschichte erzählt mein Kollege Janko Tietz, der die Pianistin Johanna Summer getroffen hat. Sie wehrt sich gegen die schwedische Weltmacht Spotify und verlangt vom Streamingdienst, dass er KI-Inhalte ordentlich markiert. Was mich veranlasst hat, in ihre Playlist reinzuhören. Umwerfend. Menschlich.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte: Früher bestand ihre Konkurrenz aus Pianisten. Jetzt kämpft sie gegen »AI Slop«

This article was originally published by Spiegel Deutschland.

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