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Heise Online·3h ago·🇩🇪Germany·Tech

Dreo AC318S Klimaanlage im Test: Smart-Home-Integration und Zubehör überzeugen

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Die Dreo AC318S kühlt kleine Räume bis 15 m² und punktet mit App-Steuerung, Home-Assistant-Integration sowie vielseitigem Zubehör. Wir haben sie getestet.

Die Dreo AC318S ist eine kompakte Monoblock-Klimaanlage mit 2,2 kW Kühlleistung, die der Hersteller für Räume bis 15 m² empfiehlt. Besonders ist die umfassende Smart-Home-Anbindung: Neben der eigenen Dreo-App stehen Google Home und sogar eine offizielle Home-Assistant-Integration bereit.

Ebenso ungewöhnlich ist der Umfang des beiliegenden Fensterabdichtungs-Zubehörs. Während viele Konkurrenten lediglich eine starre Schiebeklappe für amerikanische Schiebefenster mitliefern, deckt Dreo gleich mehrere Fenstertypen ab – inklusive eines flexiblen Abdichtungstuchs mit Klettband für die hierzulande verbreiteten Flügelfenster. Im normalen Kühlbetrieb arbeitet die AC318S dank integriertem Verdampfer weitgehend abflussfrei, im Entfeuchtungsmodus muss man jedoch zwingend den unteren Ablaufanschluss nutzen und das Wasser über den beiliegenden Schlauch abführen. Als Kältemittel kommt das klimafreundliche R290 zum Einsatz.

Preislich liegt die AC318S aktuell bei 460 Euro auf Amazon, mit einem 25-Euro-Anklick-Coupon sinkt der Preis auf 435 Euro. Das Testgerät hat uns Dreo zur Verfügung gestellt.

Ausstattung & Bedienung

Beim Lieferumfang punktet die AC318S vor allem mit ihrem Zubehör zur Fensterabdichtung. Während viele Konkurrenten nur eine starre Schiebeklappe für amerikanische Schiebefenster beilegen – die an deutschen Flügelfenstern oft nicht sinnvoll nutzbar ist – deckt Dreo gleich mehrere Fenstertypen ab. Im Karton liegen eine Fensterblende mit Erweiterung (jeweils 45 cm) für Schiebefenster, ein Wandabluftadapter für fest installierte Abluftkanäle, ein flexibles Abdichtungstuch mit Klettband für Flügelfenster sowie eine zusätzliche Fensterdichtung. Hinzu kommen der Abluftschlauch mit 15 cm Durchmesser und 1,52 m Länge, eine Fernbedienung samt Batterie sowie ein Ablaufschlauch.

Die AC318S bietet drei Betriebsmodi: Kühlen (Zielbereich 16 bis 30 °C), Entfeuchten (Zielwerte von 30 bis 80 % relativer Luftfeuchte in 5-%-Schritten) und Ventilator. Im Trocken-Modus schafft sie laut Hersteller 2,5 l pro Stunde, auf 24 Stunden gerechnet sind das bis zu 60 l. Wichtig: Im Entfeuchtungsmodus muss man den unteren Ablaufanschluss öffnen und den mitgelieferten Schlauch in einen tiefer gelegenen Abfluss oder Eimer führen – nur dann läuft das Kondenswasser kontinuierlich ab. Der Lüfter hat drei Stufen plus Auto, hinzu kommen ein 24-Stunden-Timer, eine Kindersicherung, eine ECO-Funktion sowie ein Oszilliermodus, bei dem sich die Auslassklappen in einem Winkel zwischen 50 und 90 Grad bewegen und die Luft sichtbar besser verteilen.

Am Gerät selbst stehen alle Funktionen zur Verfügung, die auch die App bietet. Auf dem Bedienfeld sitzen kapazitive Tasten für Ein/Aus, eine M-Taste zum Durchschalten der Betriebsmodi, Plus und Minus für die Temperaturwahl, eine Taste für die Lüfteranpassung, Oszillieren ein/aus, Timer sowie den Nachtmodus. Was aktuell eingestellt ist, zeigt das runde, schwarz hinterlegte Display auf der Vorderseite unter den Tasten: die voreingestellte Temperatur, die Lüfterstärke als drei Striche, der Modus als Symbol (etwa eine Schneeflocke für Kühlen), ein Symbol für aktiviertes Oszillieren sowie ein Symbol für eine bestehende WLAN-Verbindung. Die Kindersicherung lässt sich per Langdruck aktivieren, das Display zeigt dann „LC“.

Besonders viel Mühe hat Dreo in die Smart-Home-Integration gesteckt. Die Einrichtung in der Dreo-App ist erfreulich zügig: Modell aus der Geräteliste wählen, WLAN verbinden, Standortfreigabe erteilen – fertig. Die Verbindung zum Dreo-IoT-Server steht in unter fünf Sekunden, und schon nach der ersten Anmeldung bietet die App ein Firmware-Update an. In der Dreo-App lässt sich das Gerät einem Raum zuweisen, in Schwarz oder Weiß darstellen und vollständig fernsteuern. Neben den Grundfunktionen gibt es Zeitpläne, ein Nutzungsprotokoll sowie Wartungshinweise, etwa zum Filterwechsel oder zum Reinigen der Kondensatschalen. Auch eine Filterstandsanzeige ist am Gerät integriert und lässt sich nach der Reinigung per Langdruck auf die Lüftertaste zurücksetzen.

Über Google Home stehen alle Betriebsmodi und drei Lüfterstufen zur Verfügung, Piepton und Display lassen sich ebenfalls deaktivieren. Eine kleine Schwäche: Die im Google-Dashboard angezeigte Raumtemperatur erscheint in Fahrenheit, ohne dass sich das umstellen ließe – alle anderen Geräte zeigen Celsius an. Dreo bietet zudem eine offizielle Home-Assistant-Integration. Die AC318S wird erkannt, allerdings arbeiten die Entitäten nicht zuverlässig und werden häufig als „nicht verfügbar“ angezeigt. Funktionieren sie, lassen sich vier Lüfterstufen, Oszillation, Modus, Piepton, Display und Kindersicherung steuern. Da das Produkt recht neu auf dem Markt ist, könnte das zu den anfänglichen Kinderkrankheiten gehören und dürfte sich mit Updates der Integration beheben lassen.

Beim Geräuschpegel zeigt sich das übliche Bild: Wir messen am Gehäuse über 45 dB(A), aus zwei Metern Entfernung rund 41 dB(A). Dabei dominieren weniger das gleichmäßige Brummen des Kompressors, sondern die Lüfter. Der Schlaf-Modus, der nach Herstellerangabe die Zieltemperatur stufenweise anhebt, um den nächtlichen Temperaturverlust des Körpers auszugleichen, bewegt sich akustisch in einem ähnlichen Bereich – wie bei praktisch allen mobilen Klimaanlagen ist auch er nicht wirklich für den Schlaf geeignet.

Design

Dreo AC318S – Bilderstrecke

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Die Dreo AC318S kommt in einem weißen Kunststoffgehäuse, das schick und seriös wirkt. Wer es eleganter mag, greift zur schwarzen Variante – diese dürfte allerdings deutlich anfälliger für Staub und Fingerabdrücke sein. Mit Maßen von 41 × 63,5 × 35 cm bleibt das Gerät kompakt.

Der Auslass für die Kühlluft wird von zwei klappbaren, elektrisch öffnenden Flügeln verdeckt, die im Stillstand sauber übereinander schließen. Ähnliche Lösungen gibt es bei einigen Konkurrenzmodellen ebenfalls, sie verleihen dem Gerät aber im ausgeschalteten Zustand eine aufgeräumte Optik. Im Oszilliermodus klappen sie rhythmisch leicht zu und wieder auf und verteilen die Luft so im Raum.

Zur Mobilität tragen Laufrollen und ein Tragegriff bei, sodass sich das Gerät zwischen Räumen umstellen lässt. Das Bedienfeld liegt oben, eine Kindersicherung sperrt es bei Bedarf. Display und Piepton lassen sich abschalten – praktisch, wenn das Gerät im Schlafzimmer steht. An der Rückseite sitzen zwei Gitter mit den Filtern, die sich für die Reinigung leicht entnehmen lassen.

Ersteinsatz

Laut Hersteller soll das Gerät nach dem Transport mindestens sechs Stunden aufrecht stehen, bevor man es zum ersten Mal in Betrieb nimmt. Anschließend richten wir die Fensterabdichtung ein. Wir nutzen das beigelegte Abdichtungstuch mit Klettband an unserem doppelflügeligen Fenster ohne Mittelrahmen. Ein Klettband kommt rund um den inneren Fensterrahmen und auf den zweiten Fensterflügel, das andere an den Fensterflügel, an dem der Schlauch ausgeführt wird. So lässt sich das geöffnete Fenster dicht und verschlossen halten. Alternativ liegen Adapter für Wandabluftkanäle und Schiebefenster bei.

Der Abluftschlauch wird mit dem Sicherungsblech am Gerät befestigt. Den beigelegten Wasserschlauch haben wir am unteren Ablauf angeschlossen – im reinen Kühlbetrieb ist das streng genommen nicht notwendig, im Entfeuchtungsmodus dagegen Pflicht. Anschließend verbinden wir die Klimaanlage per Dreo-App mit dem WLAN – das geht so schnell, dass wir kaum Zeit für Screenshots haben. Die App schlägt direkt ein Firmware-Update vor, das wir installieren. Danach lässt sich die AC318S sofort per App, Fernbedienung oder Bedienfeld starten und der Modus auswählen.

Dreo AC318S – Bilderstrecke

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Kühlleistung und Energieverbrauch

Hinweis: Wie gut die Klimaanlage am Zielort kühlt, ist von vielen Faktoren abhängig. Dazu zählt die Isolierung des Raums, die Größe des Raums, die derzeitige Außentemperatur und ob dem Raum zusätzlich (kühlere) Luft hinzugeführt wird. Die von uns beobachtete Leistung ist eine Momentaufnahme unter stark individuellen Bedingungen und ist nicht mit einer genormten Labormessung gleichzusetzen.

Wir testen die Dreo AC318S in einem 12,39 m² großen Schlafzimmer in einem Altbau mit historischer Außenfassade – allerdings ohne offenen Dachstuhl. Die Deckenhöhe liegt bei rund 2,45 m, am Boden Parkett, der Raum ist nahezu quadratisch geschnitten. Außer Lampen befinden sich keine zusätzlichen Wärmequellen im Raum, kühle Luft wird nicht extra zugeführt. Die Tür bleibt geschlossen, das Fenster ist mit dem mitgelieferten Abdichtungstuch verschlossen.

Die AC318S kühlt mit 2,2 kW und nutzt das umweltfreundliche Kältemittel R290. Die Luftumwälzung gibt Dreo mit 300 m³/h an, empfohlen wird die Klimaanlage für Räume bis 15 m². In unserem etwas kleineren Testraum passt das gut.

Im ersten Testlauf am Abend sinkt die Temperatur in 30 Minuten von 25,7 auf 24,1 Grad – bei Außentemperaturen um 20 °C, am Tag waren es bis zu 29 °C. Nach weiteren 18 Minuten erreichen wir 23,4 °C. Die Luftfeuchte fällt in dieser Zeit von 42 auf 38 Prozent. An einem anderen Tag starten wir bei 26,3 °C und 45 % Luftfeuchte. Nach 20 Minuten sind es 25,5 °C und 41 %, nach insgesamt 35 Minuten 24,7 °C und 40 %. Der Kühleffekt ist klar zu spüren, gemessen wurde mit einem auf Kopfhöhe montierten Raumthermometer.

Der Stromverbrauch variiert deutlich je nach Modus. Im Ventilatormodus zieht die AC318S in Stufe 1 nur 22,3 W, in Stufe 2 sind es 27,1 W, in Stufe 3 dann 38,6 W. Im Kühlmodus auf höchster Stufe bei eingestellten 16 °C steigt der Verbrauch auf rund 607 W. Über vier Testdurchläufe mit jeweils 30 bis 45 Minuten Laufzeit summiert sich der Verbrauch auf insgesamt 1,35 kWh, was bei unserem Stromtarif etwa 36 Cent entspricht. Praktisch ist das abflussfreie Konzept im normalen Kühlbetrieb: Dank integriertem Verdampfer sammelt sich im Behälter kaum Wasser, ein Entleeren ist im Alltag selten nötig. Im Entfeuchtungsmodus dagegen ist die kontinuierliche Wasserableitung über den unteren Anschluss Pflicht.

Preis

Die Dreo AC318S kostet 460 Euro bei Amazon. Mit einem 25-Euro-Coupon, der sich auf der Produktseite anklicken lässt, sinkt der Preis aktuell auf 435 Euro. In der Vergangenheit war die Klimaanlage bereits für unter 400 Euro erhältlich.

Fazit

Die Dreo AC318S ist eine kompakte mobile Klimaanlage mit gut durchdachter Smart-Home-Integration. Die Dreo-App lässt sich extrem schnell einrichten und bietet Zeitpläne, Wartungshinweise und Firmware-Updates. Auch Google Home und Home Assistant werden unterstützt – letztere allerdings mit Einschränkungen bei der Zuverlässigkeit der Entitäten. Positiv fällt das umfangreiche Fenster-Zubehör auf, das im Gegensatz zu vielen Konkurrenten auch deutsche Flügelfenster sinnvoll abdeckt.

In unserem 12-m²-Schlafzimmer kühlt das Gerät zuverlässig um mehrere Grad und reduziert nebenbei die Luftfeuchte. Wer entfeuchten will, muss zwingend den Ablaufschlauch dauerhaft anschließen. Wie fast alle mobilen Monoblock-Klimaanlagen ist auch sie im Nachtmodus zu laut für den Dauerbetrieb beim Schlafen. Zum Listenpreis ist sie durchschnittlich attraktiv, mit Coupon oder im Angebot wird sie zur echten Empfehlung für kleine Räume.

This article was originally published by Heise Online.

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