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Merantix Capital legt 103-Millionen-Euro-Fonds für KI-Start-ups auf
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Handelsblatt·1h ago·🇩🇪Germany·Business

Merantix Capital legt 103-Millionen-Euro-Fonds für KI-Start-ups auf

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Der Berliner Investor legt einen Fonds über 103 Millionen Euro auf. Erstmals wird Merantix Capital damit seit der Gründung vor zehn Jahren auch direkt in KI-Start-ups investieren.

Merantix Capital: Adrian Locher, Nicole Büttner und Rasmus Rohte investieren jetzt auch direkt in KI-Start-ups. Foto: Mads Hensel

Berlin. Europas KI-Start-ups haben einen weiteren potenziellen Geldgeber. Nachdem sich der Berliner Investor Merantix Capital in den vergangenen zehn Jahren ausschließlich auf die im eigenen Haus gegründeten Jungfirmen konzentriert hat, schaut er künftig europaweit nach Investitionsmöglichkeiten.

Um das finanziell stemmen zu können, hat Merantix Capital einen neuen Fonds aufgelegt. „Der ist mit 103 Millionen Euro deutlich größer als der erste“, sagt Fondspartner Rasmus Rothe. Er hat Merantix Capital 2016 zusammen mit Adrian Locher gegründet.

Der erste Fonds umfasste damals rund 30 Millionen Euro. Diese flossen alle in Firmen, die noch nicht offiziell gegründet worden waren und am Berliner KI-Campus von Merantix erst mal noch an ihrer Idee feilten.

„Mit dem neuen Fonds erweitern wir unser Geschäftsmodell. Jetzt können wir auch investieren, wenn schon gegründet wurde“, sagt Rothe, der neben seinem Merantix-Job auch den KI-Bundesverband in Berlin leitet. Letztlich soll die Hälfte der Fondssumme in die eigene Start-up-Schmiede fließen, der Rest in KI-Start-ups in Europa kurz nach der Gründung. Pro Investment stehen zwischen einer Million und drei Millionen Euro zur Verfügung.

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Der Anspruch der Firmen müsse aber global sein, macht Rothe klar: „Wir wollen das Thema KI-Transformation vorantreiben. Wir sind da immer noch ganz am Anfang, auch wenn man das Gefühl hat, dass es gar nicht mehr verrückter werden kann.“

Merantix-Geldgeber kommen aus den USA und Deutschland

Das Geld für den neuen Fonds in Höhe von 103 Millionen stammt von Kapitalgebern in den USA und Deutschland. Darunter befinden sich die Fondsgesellschaft Union Investment, das Logistikunternehmen Jungheinrich und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Germany, aber auch die US-Stiftung Robert Wood Johnson Foundation sowie die W.K. Kellogg Foundation, die vom Gründer des Kellogg-Konzerns ins Leben gerufen wordem ist. Staatliche Geldgeber wie die KfW oder Pensionskassen sind hingegen nicht dabei.

Erste Investments hat Merantix Capital aus dem neuen Fonds bereits getätigt. Unter anderem hat sich die Firma an dem Osnabrücker Start-up Droidrun beteiligt, das KI-Agenten für Smartphones entwickelt, sowie an dem Schweizer Start-up Arqh, das komplexe Logistikprobleme mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) lösen will.

Locher sieht den Vorteil von Merantix in der ganzheitlichen Perspektive: „Wir bringen nicht nur Kapital, sondern unser Netzwerk und unsere Talente.“ Letztlich verfolge das Team ein Ziel: „Wir wollen der deutschen Wirtschaft helfen, sich schneller zu transformieren.“ Deutschland dürfte die Führungsrolle in der Industrie nicht abgeben, nur weil eine neue Technologie komme.

Zur Merantix-Familie gehören auch der KI-Campus in Berlin mit mehr als 80 ansässigen Unternehmen und einer umfangreichen Veranstaltungsreihe, der London AI Hub, das AI House in Davos sowie Merantix Momentum, ein Anbieter von KI-Lösungen. Letzterer wurde von Nicole Büttner gegründet und lange geführt. Jetzt wechselt die Unternehmerin und frühere FDP-Generalsekretärin als Investorin zu Merantix Capital.

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This article was originally published by Handelsblatt.

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