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Polizeigewalt und Rassismusvorwürfe in Großbritannien
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FAZ·1h ago·🇩🇪Germany·Crime

Polizeigewalt und Rassismusvorwürfe in Großbritannien

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#polizeigewalt#rassismus#großbritannien#strafverfolgung#justitia
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Es sind Bilder, die keines Rechtsstaates würdig sind: Ein Mann liegt schwer verletzt auf dem Boden, kann nicht atmen. Doch statt ihm zu helfen, legen Polizisten dem Sterbenden Handschellen an. Sie glauben dem Täter. Der hatte angegeben, vom Opfer rassistisch beleidigt und angegriffen worden zu sein – und die Stichwaffe aus religiösen Gründen mit sich zu führen. Das Opfer war ein weißer Student, der Täter ein indischstämmiger Sikh.

Der Fall hat in Großbritannien eine Welle der Empörung ausgelöst, die schnell in rechtsextreme Gewalt umgeschlagen ist. Umso wichtiger ist, dass er nun gründlich aufgearbeitet wird. Auch damit der Wunsch der Angehörigen, die Tragödie nicht zu weiterem Hass zu instrumentalisieren, nicht genau das bleibt: ein Wunsch.

Die Strafverfolgung sollte farbenblind sein

Vieles deutet darauf hin, dass der Umgang mit Rassismus das Handeln der Polizisten beeinflusst hat. Und dass die „Anti-Rassismus-Verpflichtung“, die die Polizei sich vor einiger Zeit selbst gegeben hat, über das Ziel hinausgeschossen ist. Darin werden Polizisten angehalten, nicht „farbenblind“ zu sein und in ihrem Handeln „Gleichheit“ mit „Fairness“ zu ersetzen.

Doch ist es nicht so, dass die Polizei – ebenso wie andere an Strafverfolgung beteiligte Instanzen – im besten Fall genau das sein sollte: farbenblind? Justitia wird nicht umsonst mit verbundenen Augen dargestellt.

This article was originally published by FAZ.

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