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Demografischer Wandel: Branchen kämpfen mit dem Verlust von Babyboomern
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Demografischer Wandel: Branchen kämpfen mit dem Verlust von Babyboomern

En resumen

  • Der demografische Wandel führt in Deutschland zu einem Fachkräftemangel, besonders im öffentlichen Nahverkehr.
  • Zehntausende Babyboomer gehen in Rente, was Fahrplanausdünnungen und eine Verlangsamung der Mobilitätswende zur Folge haben könnte.
  • Autonomes Fahren und flexible Arbeitsmodelle werden als Lösungsansätze diskutiert.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Der demografische Wandel in Deutschland führt dazu, dass geburtenstarke Jahrgänge, die sogenannten Babyboomer, in den Ruhestand gehen. Dies hat Auswirkungen auf verschiedene Branchen, insbesondere auf den öffentlichen Nahverkehr, wo ein Mangel an Fahrpersonal droht.

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Einige Branchen trifft der Verlust der Babyboomer besonders hart - etwa Bus und Bahn. Dort scheiden Zehntausende aus, sodass die Fahrpläne vielfach dünner ausfallen könnten. Die aktuelle Erholung ändert daran nichts.

Was den Fahrermangel angeht, können die Verkehrsunternehmen und ihre Fahrgäste derzeit etwas durchatmen - doch in den kommenden Jahren dürfte sich das Problem wieder verschärfen. Weil derzeit in vielen Branchen aus konjunkturellen Gründen in großem Umfang Arbeitsplätze abgebaut würden, könnten die Unternehmen derzeit viele neue Fahrerinnen und Fahrer als Quereinsteiger einstellen, teilte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann, mit.

Die Verkehrsunternehmen bekämen ihren Personalbedarf derzeit daher vielfach gedeckt, betont er. Doch das sei nur eine Atempause. Die Herausforderungen durch den demografischen Wandel blieben hoch.

40 Prozent der Bus- und Straßenbahnfahrerinnen und -fahrer sind mindestens 55 Jahre alt, wie eine Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) am arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Mehr als 60.000 scheiden bis 2041 aus dem Arbeitsmarkt aus. Diese geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge, die nun nach und nach in Ruhestand gehen, seien deutlich größer als die nachrückenden Generationen. Der Jahrgang 1964 sei etwa doppelt so groß wie der 2024.

Bereits heute gebe es im ÖPNV personalbedingte Ausfälle und Fahrplananpassungen, sagte Kofa-Studienautor Jurek Tiedemann. "Wenn viele Fahrer in Rente gehen und nicht genügend Personal nachkommt, könnten solche Einschränkungen häufiger werden." Dadurch würde die Mobilitätswende ausgebremst.

Berlin dünnt Buslinien aus - bis heute

Prominentes Beispiel waren vor einigen Jahren die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Aufgrund des Fahrermangels dünnte das Unternehmen einige Buslinien aus. Zuletzt gelang es der BVG zwar ebenfalls, den Personalbedarf zu decken. Doch das Angebot konnte Deutschlands größtes Verkehrsunternehmen bisher nicht wieder aufstocken.

"Das Phänomen ist ein branchen- und damit bundesweites", sagte VDV-Präsident Wortmann. "Solche Szenarien sind zwar zum Glück nicht die Regel, kommen aber immer wieder mal vor."

Dem Verband zufolge gehen allein bis 2030 jährlich rund 6000 Fahrerinnen und Fahrer in den Ruhestand. Um diese Lücke auszugleichen und die politischen Wachstumsziele im öffentlichen Nahverkehr zu erfüllen, bräuchte es bis dahin ein Fünftel mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fahrdienst. Bundesweit würden Zehntausende Fahrerinnen und Fahrer gesucht für Busse, Straßen- und Stadtbahnen sowie den Bahn-Regionalverkehr, betonte Wortmann.

Jüngere Arbeitnehmer wollen Flexibilität

Um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben, müssten sich die Unternehmen auf eine neue Kultur einstellen. Die früheren Generationen seien von einem starken Miteinander und einer kollegialen Solidarität geprägt, sagte der VDV-Präsident. "Man fährt dann für den anderen am Wochenende, springt im Krankheitsfalle ein." Die jüngere Generation erwarteten hingegen andere Arbeitsbedingungen. Vermehrt gehe es etwa um flexiblere Arbeitszeitmodelle.

Viel erhofft sich die Branche zudem von autonom fahrenden Bussen. Das Potenzial sei enorm, betonte Wortmann. Bisher werde der öffentliche Nahverkehr in der politischen Diskussion aber noch zu wenig berücksichtigt.

"Die Branche hat die Einsatzmöglichkeiten in Projekten erprobt, doch um wirklich effizient und wirtschaftlich tragfähig in das autonome Fahren einzusteigen, braucht es beim Bus entsprechende Flottengrößen, die eine Skalierung ermöglichen." Hier müssten Bund und Länder in Abstimmung mit den Kommunen und der Branche Finanzierungsmöglichkeiten schaffen.

Nicht nur im Nahverkehr, auch bei Lkw-Fahrern drohen zunehmende Engpässe. In den nächsten 10 bis 15 Jahren gehen laut Kofa-Autor Tiedemann rund 200.000 von ihnen in Rente. Stark betroffen sein könnten zudem zentrale Berufe in der Bauwirtschaft. Laut Kofa sind gut 41 Prozent der Spezialisten für die Aufsicht im Hochbau bereits 55 Jahre oder älter. Rechnerisch können hier heute bereits mehr als 1200 offene Stellen nicht besetzt werden. Wenn sich die Engpässe verschärften, könne das Lieferketten und Bauprojekte zusätzlich belasten, sagt Tiedemann.

Die Experten empfehlen, Ältere länger im Erwerbsleben zu halten. Sinnvoll seien altersgerechte Arbeitsgestaltung, flexible Arbeitszeitmodelle, betriebliches Gesundheitsmanagement und Wissenstransfer in altersgemischten Teams. "Unternehmen sollten nicht erst reagieren, wenn der Renteneintritt kurz bevorsteht", sagt Tiedemann. Wer früh über Arbeitszeit, Wissenstransfer und Weiterbeschäftigung spreche, gewinne Zeit für eine geordnete Nachfolge.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Bis 2030 gehen jährlich rund 6000 Fahrer im ÖPNV in Rente, was eine Lücke von einem Fünftel der Belegschaft bedeutet.

    Muy probable · En años

  • Bis 2041 scheiden über 60.000 Bus- und Straßenbahnfahrer aus dem Arbeitsmarkt aus.

    Muy probable · En años

Preguntas abiertas

  • Wie schnell können autonome Busse skaliert werden?
  • Welche Finanzierungsmöglichkeiten werden für autonomes Fahren geschaffen?
  • Wie werden sich die Arbeitsbedingungen für jüngere Generationen konkret ändern?

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This article was originally published by n-tv Wirtschaft.

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