Deutsche Bahn plant Alkoholverbot an allen Bahnhöfen
En resumen
- Die Deutsche Bahn plant ein bundesweites Alkoholverbot an allen Bahnhöfen bis Oktober 2026.
- Politiker und Polizeigewerkschaft fordern mehr Sicherheitspersonal zur Durchsetzung.
- Die Wohnungslosenhilfe befürchtet eine Verdrängung obdachloser Menschen.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Die Deutsche Bahn plant ein bundesweites Alkoholverbot an Bahnhöfen bis Oktober 2026, um die Sicherheit zu erhöhen.
Die Deutsche Bahn will den Konsum von Alkohol an allen Bahnhöfen verbieten. Fraglich ist, wie die Regel flächendeckend kontrolliert werden soll. Die Polizeigewerkschaft sieht die Bahn in der Pflicht. Auch in der Politik werden Rufe nach mehr Bahn-Sicherheitskräften lauter.
Union und SPD sehen die Bahn bei der Durchsetzung des geplanten Alkoholverbots an Bahnhöfen in der Pflicht. "Dass die Deutsche Bahn ihre eigenen Sicherheitsbemühungen verstärkt, begrüße ich ausdrücklich", sagte der innenpolitische Sprecher der Union, Alexander Throm, der "Welt". "Dazu gehört aber auch, dass sie diese Regeln mit eigenem Personal durchsetzt." Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sebastian Fiedler, sagte: "Eine Umsetzung kann nur in Betracht kommen, sofern die Bahn eine erhebliche personelle Verstärkung bei der DB Sicherheit nachweist."
Ähnlich sieht es die Deutsche Polizeigewerkschaft. Deren Vorsitzender Heiko Teggatz rief die Bahn in der "Welt" dazu auf, das Personal für die Überwachung des Alkoholverbots bereitzustellen: "Das ist eine Sache des Hausrechts der Bahn. Sie muss dafür sorgen, mehr Sicherheitspersonal zu stellen."
Nach dem Willen der Deutschen Bahn soll es künftig bundesweit untersagt sein, auf Bahnsteigen oder in Bahnhofshallen außerhalb der Bahnhofsgastronomie Bier, Wein oder Schnaps zu trinken. Die flächendeckende Umsetzung soll bis zum 15. Oktober 2026 abgeschlossen sein.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt begrüßt im Grundsatz den Vorstoß von Bahnchefin Evelyn Palla. Die Frage der Durchsetzung eines solchen Verbots sei allerdings "eine problematische". Er würde auch gern mit Palla darüber sprechen, welche Grundlage ihr Vorstoß habe und welche Informationen und Studien sie zu dieser Idee veranlasst haben.
Für die Sicherheit an Bahnhöfen ist neben den DB-Sicherheitskräften die Bundespolizei zuständig. Diese untersteht dem Bundesinnenministerium. Bislang gilt ein Verbot des Alkoholkonsums vor allem an großen deutschen Bahnhöfen wie Frankfurt, Hamburg oder Köln. Insgesamt setzt die Deutsche Bahn deutschlandweit rund 4500 Sicherheitskräfte an Bahnhöfen ein.
Wohnungslosenhilfe fürchtet Verdrängung von Obdachlosen
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe befürchtet indes neue Härten für obdachlose Menschen mit Alkoholsucht. "Ein Verbot verändert nicht die Lebenslage der Menschen, die sich am Bahnhof aufhalten, sondern verdrängt sie lediglich aus dem Blickfeld", sagte Vize-Geschäftsführer Joachim Krauß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Der Bahnhof gehöre für viele zu den wenigen witterungsgeschützten und gut zugänglichen öffentlichen Orten. "Durch das Verbot werden die Menschen in Bereiche gedrängt, die weniger Schutz bieten und weniger Anschluss an das Hilfesystem haben", sagte Krauß. In Hamburg, wo ein entsprechendes Verbot bereits umgesetzt wurde, habe die Wohnungslosenhilfe die Erfahrung gemacht, dass die obdachlosen Menschen in angrenzende Stadtteile verdrängt worden seien.
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Die flächendeckende Umsetzung des Alkoholverbots soll bis zum 15. Oktober 2026 abgeschlossen sein.
Muy probable · En meses
Preguntas abiertas
- Wie soll die Deutsche Bahn das Alkoholverbot flächendeckend kontrollieren?
- Welche Informationen und Studien haben Bahnchefin Palla zu diesem Vorstoß veranlasst?







