Sozialwohnungen in Deutschland: Zahl sinkt trotz Neubau weiter
En resumen
- Trotz Neubau sank die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland 2025 um 20.000.
- 57.621 Einheiten fielen aus der Bindung, während nur 27.283 neu gefördert wurden.
- Linken-Expertin Lay kritisiert die Maßnahmen als unzureichend.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland sinkt, da mehr Einheiten aus der staatlichen Bindung fallen als neu gefördert werden. Dies betrifft insbesondere Personen mit Wohnberechtigungsschein.
Die Zahl der Sozialwohnungen ist nach Angaben der Bundesregierung auch im Jahr 2025 gesunken. Auf der einen Seite wurden zwar 27.283 Neubau-Mietwohnungen gefördert, zwei Prozent mehr als 2024, wie das Bundesbauministerium auf eine Anfrage der Linkenabgeordneten Caren Lay mitteilte. Außerdem kamen 4.701 neue Wohnheimplätze für Studierende und Auszubildende hinzu. Zugleich fielen jedoch 57.621 Einheiten aus der Sozialbindung. Damit gab es Ende 2025 demnach 20.000 Sozialwohnungen weniger als ein Jahr zuvor – trotz weiterer Gegenmaßnahmen wie etwa der Verlängerung von Belegungsbindungen. Diese Regelungen besagen, dass öffentlich geförderte Wohnungen Personen mit einem Wohnberechtigungsschein vorbehalten sind.
Ende 2024 waren bundesweit noch rund 1,05 Millionen solcher Wohnungen registriert gewesen. Sie wurden mit staatlicher Förderung gebaut oder modernisiert und müssen dafür bis zu 30 Jahre günstige Mieten bieten. Nach der Frist enden diese Vorgaben.
Besonders groß war die Lücke in Nordrhein-Westfalen: Nach Angaben des Bundesministeriums wurden dort im vergangenen Jahr 6.773 Sozialwohnungen und 1.110 Wohnheimplätze gebaut, doch es fielen 26.421 Einheiten aus der Bindung, was einen Verlust von 18.538 darstellt. In Berlin fielen 2.957 Wohnungen weg, während das Minus in Bayern bei 2.790 lag. Einige Bundesländer erreichten aber auch einen Zuwachs. Am besten schnitt Baden-Württemberg mit 3.046 zusätzlichen Einheiten ab, Niedersachsen hatte ein Plus von 1.240, Sachsen 944.
Bauministerin Verena Hubertz (SPD) hat angekündigt, den Abwärtstrend umzukehren, dafür will sie bis 2029 allein beim Bund 23,5 Milliarden Euro einsetzen. Noch ersetzt der Neubau den Verlust älterer Sozialwohnungen jedoch an vielen Orten nicht.
Linken-Wohnungsexpertin Lay reagierte kritisch auf die Zahlen. Sie bemängelte, dass derzeit etwa eine Million Sozialwohnungen fehlten und sich diese Lücke weiter fortsetze. Die von Hubertz angekündigten Milliarden reichten nicht: »Diese Mittel braucht es jährlich – gerade jetzt, wo der private Wohnungsbau stockt«, teilte die Bundestagsabgeordnete mit.
Sie äußerte auch grundsätzliche Kritik am Fördersystem, weil die Mietbindung befristet sei. »Das ist ein Geschenk an Investoren, aber nicht nachhaltig sozial«, sagte Lay. »Um Mieten dauerhaft sozial und bezahlbar zu halten, braucht es eine echte neue Wohngemeinnützigkeit und einen Mietendeckel.«
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Die Lücke bei Sozialwohnungen wird sich fortsetzen, wenn keine zusätzlichen Mittel jährlich bereitgestellt werden.
Probable · Medio plazo
Preguntas abiertas
- Wie hoch ist die tatsächliche jährliche Lücke?
- Werden die angekündigten Mittel ausreichen?
- Wann wird eine neue Wohngemeinnützigkeit eingeführt?



