Pool im Garten: Kosten, Folgekosten und Regeln für den Badespaß
L'essentiel
- Der Traum vom eigenen Pool im Garten wird bei Hitze immer beliebter.
- Die Kosten reichen von 200 Euro für Aufstellpools bis über 100.000 Euro für Luxusvarianten.
- Folgekosten für Heizung, Abdeckung und Wasser sowie Bauvorschriften sind zu beachten.
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Die Hitzewelle der vergangenen Tage lässt viele vom kühlen Nass im eigenen Garten träumen. Mit diesen Kosten müssen sie für Bau, Zusatzausstattung, Folgekosten und Versicherung rechnen. Christian Schnell 01.07.2026 - 08:36 Uhr Artikel anhören
Pool im Garten: Den Luxus wollen sich viele Hausbesitzer bei hochsommerlichen Temperaturen gerne gönnen. Foto: dpa
München. Temperaturen weit über 30 Grad lassen viele Hausbesitzer vom Pool im eigenen Garten träumen. Wie schön wäre es, die Mittagspause des Home-Office-Tages im kühlen Nass zu verbringen? Oder sich abends nach einem langen Bürotag sportlich zu ertüchtigen?
Dass dann der Badespaß am besten bis in den Herbst hineinreichen soll, erklärt sich von selbst. Daher raten die Experten der Bausparkasse Schwäbisch Hall zu einer Solarheizung, die die Wassertemperatur auch in dieser Jahreszeit noch auf Werte zwischen 22 und 28 Grad aufheizt.
Doch was kostet der Traum vom eigenen Pool, was sind die jährlichen Folgekosten und welche Regeln sind zu beachten? Alle, die vom kühlen Nass im eigenen Garten träumen, finden hier die wichtigsten Antworten.
Welche Arten von Pools gibt es?
Die Bandbreite reicht vom einfachen Aufstellpool aus dem Baumarkt über teils eingelassene Stahlwandpools, Fertigbecken aus Kunststoff bis zu gemauerten oder Betonpools. Immer beliebter werden zudem Schwimmteiche, weil sie das Gefühl eines naturbelassenen Badeerlebnisses vermitteln.
Wie hoch sind die Preise?
Größe, Bauart und Ausstattung führen zu erheblichen Preisunterschieden. Für die einzelnen Poolarten lässt sich daher nur eine breite Spanne als Richtgröße angeben. So beginnen einfache Aufstellpools bereits in der Preisklasse von rund 200 Euro. Wer dagegen einen Fertig- oder gar einen gemauerten Pool plant, muss den Anbietern zufolge mindestens eine Größenordnung von 15.000 beziehungsweise 25.000 Euro einkalkulieren.
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Bei entsprechender Größe und der Unterstützung durch einen Landschaftsarchitekten – beispielsweise für einen repräsentativen Badeteich – kann durchaus auch ein Preis von 100.000 Euro erreicht werden. Schon für den Aushub durch eine Fachfirma müssen Interessierte mit bis zu 10.000 Euro rechnen, heißt es bei der Baumarktkette Obi. Hinzu kommen Kosten für die Umrandung sowie eine mögliche Terrasse.
Was fällt an Zusatzkosten an?
Die Bandbreite der Zusatzausstattung reicht von einfachen optischen Details über die Beheizung des Pools bis zur technischen Ausstattung, um das kühle Nass auch sportlich zu nutzen. Der Preis der Einstiegshilfe variiert von wenigen Hundert Euro für eine dreistufige Edelstahl-Leiter bis zu einem vierstelligen Betrag: für eine repräsentative ovale Einstiegstreppe mit Edelstahlgeländer über die gesamte Breite des Pools.
Und welches Zubehör ist sinnvoll?
Wer seinen Pool nutzen will, um darin aktiv zu schwimmen, sollte mit rund 4000 Euro für eine Gegenstromanlage rechnen, heißt es bei Obi. Weiterhin möchten viele Schwimmwillige, so der häufig geäußerte Wunsch, sich in ihrem Pool auch in den kälteren Jahreszeiten Frühjahr oder Herbst ertüchtigen können.
Um das Wasser dann zu erwärmen, empfiehlt sich ein sogenannter Solarabsorber aus Kunststoff. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall erklärt das simple Prinzip: Eine Pumpe leitet das Poolwasser anfangs durch einen Filter. Anschließend zirkuliert es durch schwarze Schläuche oder Kunststoffkollektoren auf dem Garagendach oder dem Carport. Dort erwärmt sich das Wasser und wird dann zurück in den Pool geleitet.
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Fachleute raten dazu, eine Anlage zum Preis von rund 1500 Euro zu erwerben, weil günstigere Produkte sich langfristig aufgrund ihrer kürzeren Lebensdauer nicht auszahlen würden. Im Kostenplan aller künftigen Pool-Besitzer muss zudem die elektrische Abdeckung des Wasserbeckens berücksichtigt werden, um es vor Laub und Verschmutzung zu schützen. Auf dem Beckenrand stehende Oberflurrollläden schlagen laut Obi dabei mit rund 8000 Euro zu Buche, im Boden versenkte Unterflurrollläden sogar mit 13.000 Euro.
Welche Vorschriften gilt es beim Poolbau zu beachten?
Juristisch gelten Pools als „Wasserbecken“ und sind laut den Landesbauordnungen aller 16 Bundesländer bei einem Inhalt von bis zu 100 Kubikmetern genehmigungsfrei. Der Versicherer Ergo rät dennoch immer dazu, vor Baubeginn erst bei der örtlichen Behörde nachzufragen. Unterschiedlich sind in den einzelnen Bundesländern etwa die Abstandsregelungen zu den Nachbarn geregelt. Zudem kann auch der örtliche Bebauungsplan vorschreiben, welche Flächen frei bleiben müssen.
Darf ich unbegrenzt Trinkwasser für den Pool nutzen?
Hitzewellen und zunehmende Trockenheit haben private Pools in die Kritik gebracht. Grund dafür ist die enorme Menge Trinkwasser, die notwendig ist, um einen Pool zu füllen. So fasst beispielsweise ein Standardpool mit sieben Metern Länge, 3,6 Metern Breite und 1,5 Metern Tiefe exakt 37,8 Kubikmeter Trinkwasser, also 37.800 Liter.
Poolbesitzer erleben deshalb bereits häufiger, dass Kommunen in Hitzeperioden den Verbrauch beschränken. Dieser Trend dürfte sich angesichts zunehmend wärmerer Sommer weiter verstärken. Schon jetzt haben über ein Viertel der 127 Wasserbetriebe, die der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) zuletzt befragt hat, von ernsten Engpässen bei der Wasserversorgung berichtet.
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Muss ich den Pool zusätzlich versichern?
Eine eigene Versicherung ist nicht nötig, aber es empfiehlt sich die Rücksprache mit dem Versicherer. So empfehlen die Experten von Schwäbisch Hall etwa, die Hausratversicherung zu erweitern, um beispielsweise die Outdoor-Heizung für den Pool gegen Schäden durch Sturm und Hagel abzusichern.
Mehr: Hitze wird immer größeres Problem für die Wirtschaft
Erstpublikation: 27.06.2026, 10:43 Uhr.
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