Alexander Zverev ist die Nummer eins der Tenniswelt. Vor dem Masters in Paris gratulieren Sportlegenden wie Pete Sampras, Rafael Nadal und Jimmy Connors in einem Überraschungsvideo.
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Alexander Zverev hat erstmals den Platz an der Spitze der Tennis-Weltrangliste erklommen und bestreitet als Nummer eins das Masters in Paris.
Es ist das erste Turnier von Alexander Zverev als Nummer eins der Tenniswelt. Beim Masters in Paris will der Hamburger gleich zeigen, dass er zu Recht der Beste der Welt ist. Zuvor gratulierten dem zweimaligen Grand-Slam-Sieger reihenweise Legenden seines Sports zu diesem Erfolg. Er ist der 30. Profi, der den Platz an der Sonne erklommen hat.
Bei der Ehrung dafür in Paris wurde nun ein Video eingespielt, auf dem die Koryphäen ihre Glückwünsche überbringen. Allen voran der Jahrzehnte abgetauchte Pete Sampras. Der mittlerweile 55 Jahre alte Amerikaner war erst vor zwei Wochen im Rahmen der Amazon-Prime-Dokumentation „Asse: Der ATP-Nr. 1-Klub“ wieder aufgetaucht. Ein Gänsehaut-Moment.
„Ich bin ein großer Fan von dir, schon seit du angefangen hast“, sagt Sampras in dem Glückwunsch-Video für Zverev. „Ich sehe, wie du dich jedes Jahr weiterentwickelst, aber den vollen Durchbruch dieses Jahr zu sehen, war aufregend – und du hast das verdient. Du hast alles richtig gemacht, arbeitest hart. Daher Gratulation an dich und dein Team, alles sehr verdient. Viel Glück für den Rest des Jahres. Und ich hoffe, wir sehen uns irgendwann.“
Auch Zverevs unmittelbarer Vorgänger als Nummer 1, Jannik Sinner, ist dabei: „Ich gratuliere zu diesem unfassbaren Jahr, dir, deiner Familie und deinem Team. Genieß es – und ich hoffe, wir sehen uns sehr bald“, sagt der verletzte Italiener.
Wen Zverev regelmäßig sieht, ist Rafael Nadal. An dessen Akademie auf Mallorca trainiert der Deutsche immer mal wieder. „Ich weiß, wie hart du für diese großartige Leistung gearbeitet hast“, sagt Nadal nun. „Du hast deine Ziele alle dieses Jahr erreicht – endlich! Zwei Grand Slams, Nummer 1 der Welt, ich bin sehr glücklich für dich. Alles Gute für die Zukunft.“
Einer, der Zverev schon sehr lange kennt, ist Jim Courier. Der 56-Jährige arbeitet heute als TV‑Experte. „Sascha, ich habe dich als Zehnjährigen mit deinem Bruder in Florida trainieren sehen. Und jetzt schaue ich auf die Weltrangliste und sehe dich ganz oben auf dem Berg. Gratulation zu einer sehr verdienten Nummer 1“, sagt Courir.
Der älteste Gratulant ist Jimmy Connors (74), der dritte Spieler der Geschichte, der die Nummer 1 wurde. Das war 1974. An Zverev gerichtet, sagt er: „Das ist eine ganz besondere Gruppe, der du nun beigetreten bist. Was für einen Sommer du hattest mit den Siegen bei den French Open und US Open! Arbeite so weiter, ich werde es verfolgen.“
Der Österreicher Thomas Muster erinnert an Zverevs schwere Verletzung im Halbfinale der French Open 2022, als er umknickte und ein halbes Jahr ausfiel. „Zwei Grand Slams gewonnen und Nummer 1 der Welt, das ist der Höhepunkt für einen Tennisspieler“, sagt der 59-Jährige. „Du hast all die Jahre so gut gespielt und schon eine Weile an diese Tür geklopft. Du kamst nach einer Verletzung zurück und hast es dann so gut gemacht. Du bist sehr sympathisch, ein toller Kerl, hast oft in Wien gespielt, so konnten wir uns ein bisschen kennenlernen. Mach weiter so, wir werden noch viel von dir sehen.“
Der Brasilianer Gustavo Kuerten war der lustigste Einspieler. „Wie ich weiß, sprichst du sehr gut Portugiesisch“, sagt er lachend. Auf Portugiesisch ergänzte er dann: „Das ist super!“ Und weiter in Englisch: „Was für eine Reise, was für eine Leistung. Du hast alles verdient.“ Und lacht immer noch.
Pikant: Mit Juan Carlos Ferrero ist auch einer von Zverevs Ex-Trainern unter den Gratulanten. „Ich weiß, dass du sehr hart gearbeitet hast, um den Nummer-1-Klub zu erreichen“, sagt Ferrero. „Genieß es, willkommen im Klub, wir sehen uns!“ Und das ganz sicher, denn der Spanier, der Zverevs mangelnde Disziplin kritisierte und sich deswegen von ihm trennte, coacht künftig den 24 Jahre alten Ben Shelton. Auch der will die Nummer 1 werden.
Übrigens: Boris Becker, der in einem Interview gerade erklärt hatte, warum Zverev seiner Meinung nach kein Publikumsliebling sei, fehlte in der Gratulantenschar auf dem Video. Im „Spiegel“-Interview hatte der 58-Jährige drei Punkte aufgelistet, warum Zverev nicht die Herzen zufliegen: sein Schweigen zum russischen Angriffskrieg – Zverevs Eltern stammen aus Russland –, seine schroff wirkenden Interviews auf Deutsch – seine englischen hätten mehr Witz und Charme – sowie seine drei Goldkettchen – immer wieder ein Thema, sagt Becker.
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