Aktuelle Entwicklungen im Ukraine-Krieg: Angriffe, Opfer und diplomatische Initiativen
Quick Look
- Russische und ukrainische Angriffe führen zu zahlreichen Toten und Verletzten in beiden Ländern.
- Präsident Selenskyj zeigt sich offen für ein Treffen mit Putin beim G20-Gipfel und fordert verschärfte US-Sanktionen gegen die russische Rüstungsproduktion.
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Why It Matters
Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Frontlinien sind umkämpft, während beide Seiten regelmäßig Drohnenangriffe auf zivile und militärische Infrastruktur melden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut Bereitschaft zu einem Treffen mit Wladimir Putin geäußert, sollten beide Politiker zu einem G20-Gipfel in die USA eingeladen werden. »Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen«, sagte Selenskyj der Deutschen Welle. »Es geht nicht um Worte. Was zählt, ist das Ergebnis.«
Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Im Dezember findet in Miami im Bundesstaat Florida der Gipfel der G20-Staats- und -Regierungschefs statt. US-Präsident Donald Trump hatte im April gesagt, eine Teilnahme Russlands wäre »wahrscheinlich sehr hilfreich«. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 haben sich Putin und Selenskyj nicht persönlich getroffen.
Nach russischen Angaben hat die Ukraine mehrere Regionen mit Drohnen angegriffen. Insgesamt seien 230 Drohnen über mehr als einem Dutzend Gebieten, der besetzten Halbinsel Krim sowie dem Asowschen und dem Schwarzen Meer abgeschossen worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. In der Region Samara attackierten Drohnen nach russischen Angaben Industrieanlagen. In Toljatti wurden mehrere Wohngebäude beschädigt und eine Person verletzt, sagte Bürgermeister Ilja Suchich. In Taganrog gerieten vier Gewerbeimmobilien in Brand.
Bei russischen Angriffen auf mehrere ukrainische Städte sind in der Nacht mindestens drei Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. In Saporischschja wurden nach Behördenangaben zwei Menschen bei einem Drohnenangriff auf ein Wohngebiet getötet. Bei einem weiteren Angriff in der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih wurden nach Angaben des zuständigen Gouverneurs ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt. In Odessa am Schwarzen Meer seien mindestens 17 Menschen verletzt worden.
Das russische Verteidigungsministerium bestätigte die Angriffe und gab an, Unternehmen der Metallindustrie sowie Hafeninfrastruktur angegriffen zu haben, die für militärische Zwecke genutzt würden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, ab sofort »strenge« Sanktionen gegen Russland zu verhängen, um so der russischen Waffenproduktion zu schaden. Es müssten umgehend »Maßnahmen zur Begrenzung der Produktion von ballistischen Raketen und damit verbundenen Waffen« ergriffen werden.
Ukrainische Behörden ermitteln wegen eines möglichen Kriegsverbrechens gegen russische Soldaten, die mutmaßlich zwei ukrainische Kriegsgefangene nahe der Front bei Dobropillja erschossen haben sollen. Bei den Toten soll es sich um Soldaten der ukrainischen Nationalgarde handeln.
Bei russischen Drohnenangriffen auf Tankstellen in Kyjiw sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Sechs von acht Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit.
Russische Einheiten sind laut dem Institute for the Study of War (ISW) hinter die ukrainischen Linien vorgedrungen, ohne die Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen, insbesondere in der Region Donezk und Dnipropetrowsk. Die ukrainische Armee hat Stellungen im Südosten von Slowjansk verteidigt oder zurückerobert.
Im Schwarzen Meer hat das russische Militär nach eigenen Angaben drei Schiffe mit Nachschub für die ukrainische Armee nahe Tschornomorsk und Odessa attackiert.
Bei Drohnenangriffen auf die zentralrussische Region Tula sind nach Angaben der Behörden zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Die russische Flugabwehr habe 26 Drohnen abgeschossen.
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff ist ein Logistikzentrum des russischen Onlinehändlers Ozon in Saratow in Brand geraten. Verletzte gebe es nicht.
In der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw wurde ein neunstöckiges Hochhaus getroffen und acht Menschen verletzt.
Nach dem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum im ostukrainischen Pawlohrad sind nach Regierungsangaben mindestens sieben Menschen getötet und mehr als 70 verletzt worden. Der ukrainische Innenminister Iwan Wyhiwskyj sprach von einem Angriff »am hellichten Tage«.
Kanada und die Ukraine wollen ihre Zusammenarbeit bei der Produktion von Drohnen deutlich ausbauen. Der kanadische Premierminister Mark Carney sprach von einer Partnerschaft, welche die kanadischen Streitkräfte mit Drohnenkapazitäten ausstattet. Zudem dankte Selenskyj Kanada für ein neues Hilfspaket zur Flugabwehr.
What to Watch
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Ermittlungen zu Kriegsverbrechen in Donezk
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Open Questions
- Wird Russland tatsächlich zum G20-Gipfel eingeladen?
- Wie effektiv sind die neuen kanadischen Militärhilfen?




