„Alberner Wettbewerb“ – Uli Hoeneß attackiert die Uefa scharf
FC-Bayern-Ehrenpräsident beklagt Rhythmusverlust durch späte WM-Rückkehrer und Nations-League-Pausen
Quick Look
- Uli Hoeneß kritisiert die internationale Belastung der Fußballspieler durch WM und Nations League.
- Der Ehrenpräsident des FC Bayern fordert, dass sich die Vereine durchsetzen, und bezeichnet die Nations League als Witz.
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Why It Matters
Uli Hoeneß äußerte sich bei Bild TV zur Belastung der FC-Bayern-Spieler durch internationale Wettbewerbe.
Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern, hat die internationalen Fußball-Verbände kritisiert. „Wir sind der große Leidtragende dieser langen WM. Unsere Spieler kamen ja sehr spät zurück, mussten dann in Urlaub gehen“, sagte Hoeneß am Mikrofon von Bild TV. Top-Stars wie Harry Kane oder Michael Olise waren bis zum Schlusswochenende der WM – dem 18./19. Juli – dabei. Nach dem Saisonstart am 28. August sei dann schnell wegen Länderspielen wieder Pause im Vereinsfußball gewesen.
Vor allem die Nations League – die Nationalteams bestritten vier Spiele binnen zehn Tagen – stört Hoeneß. „Ich finde es von der Uefa (europäischer Fußballverband – die Redaktion) eine Katastrophe, vier Wochen nach Bundesliga-Beginn schon zwei Wochen Pause zu machen. Wir haben 18 Spieler auf Reisen gehabt, dass da der Rhythmus verloren geht, ist doch ganz normal“, sagte der 74-Jährige über die Schwierigkeiten für den FC Bayern München. In der Bundesliga-Tabelle hat der deutsche Rekordmeister zwei Punkte Rückstand auf die Spitze.
Die Vereine müssten sich „endlich mal durchsetzen“, weil die Vereine und nicht die Nationalmannschaften die Spieler bezahlen, sagte Hoeneß. „Und so ein alberner Wettbewerb wie die Nations League, wie sie hier vorgenommen wird, das ist der Witz des Jahres.“
„Am Ende wird der FC Bayern oben stehen“, sagt Hoeneß
Bayern-Präsident Herbert Hainer stimmte seinem Wegbegleiter zu. „Uli Hoeneß hat da sicherlich recht. Ich glaube, keine andere Mannschaft ist dermaßen belastet in der Bundesliga, aber auch international, wie wir es waren, weil wir eben fast nur Nationalspieler haben, die alle im Sommer mit ihren Mannschaften unterwegs waren“, sagte Hainer. Einsätze in der Nations League und die Reiserei würden die Profis beanspruchen.
Open Questions
- Wie wollen die Vereine konkret gegen die Verbände vorgehen?
- Welche Maßnahmen plant die DFL?

