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Die Beziehungen zwischen den Niederlanden und Israel sind durch den Krieg im Gazastreifen belastet. Die niederländische Regierung verhängte bereits ein Einfuhrverbot für Waren aus israelischen Siedlungen.
Zehntausende Menschen haben in Amsterdam gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen demonstriert. Sie forderten die niederländische Regierung auf, mehr Druck auf Israel auszuüben. Nach Angaben von Amnesty International in den Niederlanden nahmen mehr als 200.000 Menschen an dem Marsch teil. Die Menschenrechtsorganisation hatte den Protest mitorganisiert.
Die Organisatoren der Proteste unter dem Motto "Rote Linie" fordern schärfere Handelssanktionen und einen Stopp aller Waffenverkäufe an Israel. Zudem soll die Regierung Israels Vorgehen im Gazastreifen offiziell als Völkermord einstufen.
Proteste weitgehend friedlich
Laut Polizei verlief der Protest weitgehend friedlich. Entlang der Route war auch eine Gruppe mit Transparenten zu sehen, auf denen „Wir unterstützen die Hamas“ stand. Die Organisatoren betonten, die Demonstration richte sich vor allem an Menschenrechtsaktivisten.
Israel weist den Vorwurf, im Gazastreifen Völkermord zu begehen, entschieden zurück. Ministerpräsident Rob Jetten, der im vergangenen Jahr an einem solchen Marsch teilgenommen hatte, war diesmal nicht dabei. Bereits am Freitag hatte der Linksliberale den Kurs seiner Regierung verteidigt.
Diplomatischer Konflikt mit Israel
Der Krieg hat die Beziehungen zwischen den Niederlanden und Israel belastet. Im vergangenen Jahr trat der niederländische Außenminister zurück, nachdem er keine neuen Sanktionen gegen Israel hatte durchsetzen können. Die inzwischen amtierende Minderheitsregierung verhängte ein Einfuhrverbot für Waren aus israelischen Siedlungen. Das führte zu einem diplomatischen Streit mit Israel.
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