
Nach Sanktionen gegen den bisherigen Eigentümer Ali Ansari übernimmt die britische Comer Group das Hotel.
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Das Hotel musste aufgrund von EU- und US-Sanktionen gegen den Eigentümer Ali Ansari Insolvenz anmelden. Die Hilton Gruppe kündigte daraufhin den Managementvertrag.
Seine Verbindung zum iranischen Regime wurden dem Luxushotel bei Frankfurt zum Verhängnis. Internationale Sanktionen machten einen Betrieb unmöglich und erschwerten einen Verkauf. Nun darf ein Investor übernehmen.
Das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch hat einen neuen Besitzer - und darf damit wieder öffnen. Die bisherigen Besitzverhältnisse waren der Grund, warum die Luxus-Anlage, in der bereits Staatschefs, Hollywoodstars und auch regelmäßig die deutsche Fußballnationalmannschaft übernachtet hatten, im Sommer schließen und Insolvenz anmelden musste. Hinter der bisherigen Eigentümergesellschaft steckte der iranische Geschäftsmann Ali Ansari, der Berichten zufolge ein Strohmann für niemand Geringeres als das geistige Oberhaupt des Iran, Modschtaba Chamenei, ist.
Ansari bestreitet diese Verbindung. Dennoch setzten sowohl die EU als auch die USA ihn in diesem Jahr auf eine Sanktionsliste, die europäischen und amerikanischen Unternehmen jede Zusammenarbeit mit ihm verbietet. In der Folge kündigte die Hilton Gruppe, die das Hotel seit 2024 betrieben hatte, ihren Vertrag mit dem Eigentümer. Buchungsplattformen wie Booking.com hatten die Anlage bereits Monate zuvor aus ihrem Angebot genommen. Das Hotel musste Insolvenz anmelden. Nachdem die EU im Sommer die Konten des Hotels hatte einfrieren lassen, konnte der Insolvenzverwalter nur noch einen Notbetrieb aufrechterhalten. Buchungen waren nicht mehr möglich.
Schon vor mehreren Wochen konnte ein Käufer, der das Traditionshaus übernehmen und weiterführen wollte, gefunden werden. Doch die internationalen Sanktionen erschwerten die Übergabe. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), das in Deutschland für die Überwachung von Wirtschaftssanktionen zuständig ist, musste den Kauf genehmigen. Insbesondere musste der Insolvenzverwalter sicherstellen, dass kein Geld an den ehemaligen Eigentümer fließt. Dies ist nun geschehen. Joachim Kühne, Insolvenzverwalter von der Kanzlei CMS Hasche Sigle teilte mit, das Unternehmen sei an den Käufer, die britische Investmentgesellschaft Comer Group, übergeben worden. Zum Kaufpreis machte er keine Angaben.
Wann das Hotel wieder Gäste aufnehmen wird, ist noch nicht bekannt. Nach früheren Angaben des Insolvenzverwalters ist das jedoch kurzfristig möglich. Von den zuvor etwa 140 Mitarbeiter sollen zuletzt noch rund 90 im Unternehmen geblieben sein. Der neue Eigentümer habe angekündigt, den Betrieb fortzuführen und weiteres Personal einzustellen. Die Comer Group betreibt mehrere Hotels in Großbritannien, Irland und Griechenland. In Deutschland gehört dem Unternehmen bislang ein Hotel in der Nähe des Hamburger Flughafens.
Die Schlossanlage, in der sich das bisherige Hilton Gravenbruch befindet, blickt auf eine mehr als 400 Jahre lange Geschichte zurück. Die Anfänge des Gastronomie- und Hotelbetriebs reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Seit den 1970er Jahren wurde das Hotel fast fünf Jahrzehnte lang als Teil der Kempinski-Gruppe betrieben. Politiker und Promis wie Bill Clinton, Michael Gorbatschow und Arnold Schwarzenegger übernachteten hier. Vor zwei Jahren hatte Hilton das Management übernommen.
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Wiederaufnahme des Hotelbetriebs
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