Angriff am 7. Oktober: Drei Jahre 7. Oktober – Warum Netanjahu noch immer im Amt ist
Quick Look
- Drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas vom 7.
- Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Menschen getötet und zahlreiche Geiseln verschleppt wurden, analysiert die ZEIT die Veränderungen in Israel, den anhaltenden Konflikt im Gazastreifen trotz Waffenruhe und die politische Rolle von Benjamin Netanjahu.
- Parallel dazu berichtet sie über eine Sicherheitslücke bei chinesischen Solaranlagen des Herstellers Sungrow, die eine halbe Million Anlagen in Europa gefährdete, darunter 250.000 in Deutschland, und die inzwischen geschlossen wurde.
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Why It Matters
Der Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 war der schwerste Angriff auf Israel seit dessen Gründung und der größte Massenmord an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust. Es führte zu einem Krieg im Gazastreifen, der bislang zu Zehntausenden Toten geführt hat. Eine Waffenruhe gilt seit knapp einem Jahr, doch Angriffen erfolgen weiterhin. In Deutschland wurden im August Sicherheitslücken bei Solaranlagen des chinesischen Herstellers Sungrow entdeckt, die eine halbe Million Anlagen gefährdeten.
Drei Jahre ist es her, seit am Morgen des 7. Oktobers islamistische Terroristen aus dem Gazastreifen nach Israel eindrangen. Sie töteten rund 1.200 Menschen und verschleppten zahlreiche Geiseln. Es war der größte Massenmord an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust und der schwerste Angriff auf israelisches Staatsgebiet in der Geschichte des Landes. Der Angriff und die darauffolgenden Kriege haben Israel tief verändert. Seit knapp einem Jahr gilt im Gazastreifen zwar eine Waffenruhe, trotzdem kommt es dort weiterhin zu Angriffen. Und obwohl er gewarnt worden ist, bleibt Benjamin Netanjahu Ministerpräsident und tritt bei der anstehenden Wahl erneut an. Mit welcher Erzählung gelingt ihm das? Welche Spuren haben die vergangenen drei Jahre in der israelischen Gesellschaft hinterlassen? Und welche Rolle spielt der 7. Oktober heute im politischen Alltag und im Wahlkampf? Das erklärt Lea Frehse, Außenpolitik-Redakteurin der ZEIT.
Ende August hatten Unbefugte Zugriff auf die Steuerung von rund einer halben Million europäischer Solaranlagen, darunter etwa 250.000 in Deutschland. Betroffen waren Anlagen des chinesischen Herstellers Sungrow, die über eine zentrale Cloud gesteuert werden. Ein Sicherheitsforscher konnte sich ohne Passwort immer weiter in die Systeme des Anbieters vorarbeiten und hätte mit wenigen Klicks Hunderttausende Anlagen gleichzeitig abschalten können. Fallen auf einen Schlag mehrere Gigawatt Leistung aus, kann das Stromnetz aus dem Gleichgewicht geraten und es kann großflächig und auch für längere Zeiträume der Strom ausfallen. Inzwischen wurde die Sicherheitslücke geschlossen. Recherchen der ZEIT hatten bereits zuvor gezeigt, dass viele Solaranlagen schlecht gesichert sind. Eva Wolfangel, Redakteurin im Digitalressort der ZEIT, ordnet im Podcast ein, ob Deutschlands Stromversorgung ausreichend gegen solche Angriffe geschützt ist und wie solche Sicherheitslücken überhaupt entstehen.
Und sonst so? Lasset die Kühe weniger furzen
Moderation und Produktion: Hanna Heim
Redaktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Emilia Portwich, Sophia Boddenberg
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Benjamin Netanjahu wird bei der anstehenden Wahl erneut als Ministerpräsident antreten.
Very likely · Within months
Die Sicherheitslücke bei Sungrow-Solaranlagen wird zu weiteren Untersuchungen der Sicherheit kritischer Infrastrukturen in Deutschland führen.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wie wird die politische Landschaft in Israel nach der bevorstehenden Wahl aussehen?
- Kann die Waffenruhe im Gazastreifen langfristig halten?
- Wie sicher sind andere kritische Infrastrukturen in Deutschland gegen Cyberangriffe?
- Welche langfristigen gesellschaftlichen Spuren hat der 7. Oktober in Israel hinterlassen?


