Anklage gegen 28-Jährigen im Fall Widdecombe erweitert um Terrorvorwurf gegen Farage
Quick Look
- Ein 28-jähriger Brite wurde im Juli wegen des Mordes an der Brexit-Politikerin Ann Widdecombe angeklagt.
- Nun wirft die britische Staatsanwaltschaft ihm auch Handlungen zur Vorbereitung terroristischer Anschläge vor, unter anderem gegen Nigel Farage, den Vorsitzenden von Reform UK.
- Der Angeklagte soll am 7.
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Why It Matters
Ann Widdecombe war eine prominente Brexit-Befürworterin, die zunächst für die Konservativen im Unterhaus saß, später als Abgeordnete im Europäischen Parlament für die Brexit-Partei von Nigel Farage tätig war und schließlich Sprecherin von Reform UK wurde. Sie wurde Anfang Juli tot in ihrem Haus im Dartmoor aufgefunden.
Im Juli wurde ein 28-Jähriger im Fall der getöteten Brexit-Politikerin Ann Widdecombe wegen Mordes angeklagt. Die Ermittler stellen nun eine Verbindung zu möglichen weiteren Anschlagsplänen her.
Der Vorsitzende von Reform UK, Nigel Farage, soll den Ermittlern zufolge auch ein mögliches Anschlagsziel gewesen sein. (Archivbild) Foto: Thomas Krych/AP/dpa
London. Der Angeklagte im Mordfall der britischen Brexit-Ikone Ann Widdecombe soll nun auch wegen eines Terrorplans gegen den Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage strafrechtlich verfolgt werden. Dem 28 Jahre alten Briten werden „Handlungen zur Vorbereitung terroristischer Anschläge“, unter anderem gegen den Vorsitzenden der Partei Reform UK, vorgeworfen, wie die britische Staatsanwaltschaft auf ihrer Webseite mitteilte. Er soll demnach am 7. Oktober in London vor Gericht erscheinen.
Laut dem für Terrorismusbekämpfung zuständigen leitenden Staatsanwalt, Frank Ferguson, liegen „ausreichende Beweise“ gegen den 28-Jährigen vor. Die Anklage bezieht sich nach Angaben der Anti-Terror-Polizei auf Handlungen, die zwischen dem 31. Mai 2024 und dem 8. Juli 2026 stattgefunden haben.
„Wir führen seit einiger Zeit eine äußerst intensive und komplexe Ermittlung durch“, sagte Deputy Assistant Commissioner Vicki Evans laut einer Mitteilung. Die nun bekanntgegebene Anklage sei „das Ergebnis der unermüdlichen Arbeit der Ermittler im gesamten Netzwerk der Terrorismusbekämpfung.“
Fall Widdecombe sorgte für Aufsehen
Die mutmaßliche Ermordung von Widdecombe hatte in Großbritannien enormes Aufsehen erregt. Die 78 Jahre alte frühere Abgeordnete und Brexit-Befürworterin war Anfang Juli in ihrem Haus im Dartmoor in der englischen Grafschaft Devon tot aufgefunden worden. Ihre Leiche wies schwere Verletzungen auf. Daraufhin wurde eine Mordermittlung eingeleitet.
Widdecombe war jahrelang Abgeordnete für die Konservativen im britischen Unterhaus und saß schließlich als überzeugte Befürworterin des EU-Austritts für Farages Brexit-Partei als Abgeordnete im Europäischen Parlament. Später war sie Sprecherin der Nachfolgepartei Reform UK.
Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist bis heute umstritten. Erst kürzlich hatte Premier Andy Burnham eine mögliche Rückkehr seines Landes in die Union ins Spiel gebracht.
Innenministerin: Politikerangriff „ein Angriff auf uns alle"
Die britische Innenministerin Shabana Mahmood sprach dem Abgeordneten Farage ihr „tiefes Mitgefühl“ aus. Zugleich zeigte sie sich auf der Plattform X besorgt über die Sicherheit von Politikern. „Eines muss klar sein: Ein Angriff auf einen Politiker ist ein Angriff auf uns alle“, schrieb sie dort. Die Ministerin kündigte an, nach der Sitzungspause des Parlaments über Maßnahmen zur Stärkung des Schutzes derjenigen berichten zu wollen, die sich für ein öffentliches Amt entschieden hätten.
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What to Watch
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Der Angeklagte wird am 7. Oktober in London vor Gericht erscheinen.
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Open Questions
- Welche konkreten Anschlagspläne wurden dem Angeklagten vorgeworfen?
- Gab es Verbindungen zu extremistischen Gruppen?
- Welche Beweise liegen der Anklage wegen Terrorvorbereitung zugrunde?



