Anklage wegen Terrorplans gegen Nigel Farage im Mordfall Widdecombe
Der britische Angeklagte Joshua K. soll neben dem Mord an der Ex-Ministerin Ann Widdecombe auch Anschläge auf Reform-UK-Chef Nigel Farage geplant haben.
Quick Look
- Der britische Angeklagte im Mordfall Ann Widdecombe wird nun auch wegen der Planung terroristischer Anschläge gegen den Rechtspopulisten Nigel Farage angeklagt.
- Die Staatsanwaltschaft sieht ausreichende Beweise.
AI-generated summary
Why It Matters
Die frühere Abgeordnete Ann Widdecombe wurde Anfang Juli tot in ihrem Haus im Dartmoor aufgefunden.
Der Angeklagte im Mordfall der britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe soll nun auch wegen eines Terrorplans gegen den Rechtspopulisten Nigel Farage strafrechtlich verfolgt werden.
Dem 28 Jahre alten Briten Joshua K. wird die Vorbereitung terroristischer Anschläge, unter anderem gegen den Vorsitzenden der Partei Reform UK, vorgeworfen, wie die britische Staatsanwaltschaft mitteilte.
Die Anklage bezieht sich demnach auf Handlungen, die zwischen dem 31. Mai 2024 und dem 8. Juli 2026 stattgefunden haben.
Laut dem für Terrorismusbekämpfung zuständigen leitenden Staatsanwalt, Frank Ferguson, liegen "ausreichende Beweise" gegen den 28-Jährigen vor.
Polizeivertreterin Vicki Evans sprach von "äußerst intensiven und komplexen Ermittlungen".
Die nun bekanntgegebene Anklage sei "das Ergebnis der unermüdlichen Arbeit der Ermittler im gesamten Netzwerk der Terrorismusbekämpfung."
K. soll demnach am 7. Oktober vor einem Londoner Amtsgericht erscheinen.
Opfer war in selber Partei wie Farage
Die mutmaßliche Ermordung von Widdecombe hatte in Großbritannien enormes Aufsehen erregt.
Die 78 Jahre alte frühere Abgeordnete und Brexit-Befürworterin war Anfang Juli in ihrem Haus im Dartmoor in der englischen Grafschaft Devon tot aufgefunden worden.
Ihre Leiche wies schwere Verletzungen auf - 21 Hammerschläge wurden dokumentiert.
Daraufhin wurde eine Mordermittlung eingeleitet.
Widdecombe war jahrelang Abgeordnete für die Konservativen im britischen Unterhaus und saß schließlich als überzeugte Befürworterin des EU-Austritts für Farages Brexit-Partei als Abgeordnete im Europäischen Parlament.
Später war sie Sprecherin der Nachfolgepartei Reform UK.
Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist bis heute umstritten.
Erst kürzlich hatte Premier Andy Burnham eine mögliche Rückkehr seines Landes in die Union ins Spiel gebracht.
Innenministerin will Amtsträger besser schützen
Die britische Innenministerin Shabana Mahmood sprach dem Abgeordneten Farage ihr "tiefes Mitgefühl" aus.
Zugleich zeigte sie sich auf der Plattform X besorgt über die Sicherheit von Politikern.
"Eines muss klar sein: Ein Angriff auf einen Politiker ist ein Angriff auf uns alle", schrieb sie.
Die Ministerin kündigte an, nach der Sitzungspause des Parlaments über Maßnahmen zur Stärkung des Schutzes derjenigen berichten zu wollen, die sich für ein öffentliches Amt entschieden hätten.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Gerichtsauftritt von Joshua K. vor Londoner Amtsgericht
Very likely · Within days
Open Questions
- Welche konkreten Anschlagsziele hatte der Verdächtige noch im Visier?
- Wie genau liefen die Ermittlungen der Antiterror-Einheit ab?


