Anopheles-Mücken in Frankfurt entdeckt: Suche nach Malaria-Überträgern
Experten untersuchen Naturschutzgebiet Schwanheimer Düne auf potenzielle Malaria-Überträger
Quick Look
- Andreas Krüger vom Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz hat im Naturschutzgebiet Schwanheimer Düne in Frankfurt Larven der Anopheles-maculipennis-Gruppe gefunden.
- Nun wird geprüft, ob diese Malaria-Erreger übertragen können.
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Why It Matters
Anopheles-Mücken sind bekannte Überträger der Malaria. Die Art Anopheles atroparvus gilt als potenzieller Vektor für den Parasiten Plasmodium falciparum.
Am vergangenen Samstag geht Andreas Krüger auf Jagd. Er sucht nach Anopheles-Mücken, den Überträgern der Malaria. Allerdings nicht im tropischen Afrika, wo die Krankheit regelmäßig auftritt – Krüger ist unterwegs in einem Naturschutzgebiet am Rande Frankfurts. Holzpfade durchziehen die Schwanheimer Düne, so zeigen es Fotos. Hohes Gras, knorrige Bäume, mittendrin zwei Kiesgruben, in denen man Zander und Aale fangen kann. Oder eben Mücken.
»Zwischen den Kiesgruben gibt es zwei kleine Tümpel, von denen einer schon kurz davor war, auszutrocknen«, sagt Krüger, Leiter der Medizinischen Zoologie am Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz. Diese flachen Tümpel mit ihren Uferpflanzen seien ihm sofort wie ideale Brutstätten für Anopheles-Mücken vorgekommen. »Und tatsächlich sind wir im letzten Tümpel fündig geworden.« Mit einer Schöpfkelle fischen Krüger und ein Mitarbeiter des Frankfurter Gesundheitsamtes Mücken im Larven- oder Puppenstadium aus dem Wasser. Drei davon gehören zur Anopheles-maculipennis-Gruppe. Im Anschluss schickt Krüger sie ans Hamburger Institut für Tropenmedizin. Genanalysen sollen nun zeigen, ob sie zur Art Anopheles atroparvus gehören. Denn diese Art kann mit ihrem Stich den Parasiten Plasmodium falciparum übertragen, der Malaria auslöst.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Genanalysen am Hamburger Institut für Tropenmedizin zur Bestimmung der Mückenart.
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Gehören die gefundenen Mücken zur Art Anopheles atroparvus?
- Wie hoch ist das tatsächliche Infektionsrisiko in der Region?



