Anstieg der Asyl-Erstanträge im September
Trotz eines leichten Anstiegs im Vergleich zum Vormonat bleibt der langfristige Trend der Asylzahlen rückläufig.
Quick Look
- Im September verzeichnete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 5276 Asyl-Erstanträge.
- Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vormonat, jedoch einem deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.
- Innenminister Dobrindt sieht die Maßnahmen als wirksam an.
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Why It Matters
Die Asylzahlen werden durch nationale und europäische Maßnahmen sowie Urteile des Europäischen Gerichtshofs beeinflusst.
Berlin. In Deutschland haben im September mehr Menschen erstmals einen Asylantrag gestellt als im Vormonat. Am langfristigen Rückgang der Zahl der Asylsuchenden ändert das aber nichts. Wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums auf Anfrage mitteilte, nahm das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) im vergangenen Monat 5276 Asyl-Erstanträge entgegen. Das sind 40 Prozent weniger als im September vergangenen Jahres und 70 Prozent weniger als im September 2024.
„Der deutliche Rückgang der Asylzahlen zeigt: Unsere Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene wirken“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Die Europäische Union setze den Kurs „zur Wendung des Asylsystems“ weiter fort. Dazu gehöre ein Krisenreaktionsmechanismus, der die EU-Außengrenzen vor „gesteuerten Massenanstürmen“ schütze, mit einer „schnellen Eingreiftruppe“ der EU-Grenzschutzagentur Frontex und Schnellverfahren an den Grenzen.
Nach etwa 5550 Asyl-Erstanträgen im Mai war die Zahl der neuen Asylanträge noch weiter gesunken, im Juli und August waren es jeweils weniger als 4000 Anträge. Dass in den vergangenen Monaten etliche Menschen, die bereits länger in Deutschland leben, einen Folgeantrag beim Bamf gestellt haben, hängt mit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zusammen.
Open Questions
- Wie wirken sich die Folgeanträge langfristig auf die Statistik aus?





